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Video: Dr. Johannes Wimmer erklärt den Zusammenhang zwischen Psoriasis und psychischer Belastung

Dieses Video stammt von YouTube. Wir zeigen es hier zu Zwecken der Dokumentation. Den Inhalt bewerten wir nicht.



Weitere Informationen unter:
psoriasis-bund.de
bitteberuehren.de

Psoriasis (Schuppenflechte) ist eine (sichtbare) Hauterkrankung, die auch die Psyche von Betroffenen erheblich belasten kann. Wie Psoriasis und seelisches Leiden zusammenhängen, erklärt der Arzt und Moderator Dr. Johannes Wimmer im Video und gibt Ratschläge., wie Betroffene mit dem Umstand umgehen können.

Viele Menschen mit Schuppenflechte fühlen sich aufgrund ihrer Erkrankung von ihren Mitmenschen ständig beobachtet oder angestarrt. Am liebsten würden sie die sichtbaren Stellen ihrer Psoriasis verdecken – manch einer geht vor Scham gar nicht mehr vor die Tür. Dieses Gefühl löst Stress aus und Betroffene fühlen sich nicht selten ausgegrenzt und sind deprimiert. Tatsächlich leidet fast jeder Dritte unter ihnen auch an einer Depression.

Stigmatisierung und Diskriminierung von Menschen mit Schuppenflechte in der Öffentlichkeit leisten ihr Übriges. Mythen über die Erkrankung sind hier nicht selten der Auslöser. Psoriatiker sehen sich etwa oft mit dem Vorwurf konfrontiert, sich nicht ausreichend zu waschen oder ansteckend zu sein. Dr. Johannes Wimmer klärt auf: Nein, Psoriasis hat nichts mit der Hygiene zu tun und ist auch nicht übertragbar. Doch allein das Vorhandensein der bzw. die direkte Konfrontation mit diesen Unwahrheiten bedeutet für Betroffene zusätzlichen emotionalen Stress, der sich auch negativ auf das Erscheinungsbild der Schuppenflechte auswirken kann, was die emotionale Belastung weiter verstärken kann – es kommt zu einem Teufelskreis, der sich auch auf die Partnerschaft auswirken kann. Das gilt zum Beispiel besonders, wenn die Schuppenflechte sichtbare Symptome und Schmerzen im Genitalbereich verursacht. Das kann das Liebesleben einschränken und Betroffene tauschen möglicherweise weniger Zärtlichkeiten mit ihren Partnern aus.

Hilfe bei psychischer Belastung finden viele Betroffene in Selbsthilfegruppen. Diese bieten die Möglichkeit, sich mit anderen über eigene Erfahrungen auszutauschen. Viele Psoriatiker teilen die gleichen Ängste und Befürchtungen. Lokale Selbsthilfegruppen finden Betroffene zum Beispiel auf der Website des Deutschen Psoriasis Bundes unter www.psoriasis-bund.de. In besonders schweren Fällen kann auch eine psychologische Beratung sinnvoll oder sein. Eine Option für Paare kann eine gemeinsame Sexualtherapie sein. Zusätzlich gilt: Wenn sich das Hautbild nicht verbessert, sollte zusammen mit einem Facharzt über mögliche Behandlungsmöglichkeiten gesprochen werden.

Weitere Informationen rund um das Thema Schuppenflechte findest Du auf der Website der bundesweiten Kampagne „Bitte berühren“ www.bitteberuehren.de. Diese hat es sich zum Ziel gesetzt, auf die körperlichen und seelischen Leiden von Menschen mit Schuppenflechte aufmerksam zu machen. Darüber hinaus klärt sie über Schuppenflechte auf und macht sich gegen Stigmatisierung und Ausgrenzung von Betroffenen stark.

Dauer: 00:04:26

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Original: bei YouTube

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