Die Wirkung von Gluten auf Haut und Haare: eine systematische Übersicht

Abstrakt

Nicht-Zöliakie-Glutenempfindlichkeit ist klinisch oft nicht von Zöliakie zu unterscheiden, und Patienten zeigen eine Verbesserung oder Besserung ihrer Symptome mit einer glutenfreien Diät. Im Gegensatz zur Zöliakie sind die Auswirkungen von Gluten auf Haut und Haare im Rahmen der nicht-zöliakiebedingten Glutensensitivität nicht so eindeutig. Diese Übersichtsarbeit zielt darauf ab, die Auswirkungen von Gluten auf Haut und Haare bei Patienten mit nicht zöliakiebedingter Glutensensitivität und solchen ohne definitive Zöliakie-Diagnose zu beschreiben. Eine Literaturrecherche wurde gemäß den Preferred Reporting Items for Systematic Reviews and Meta-Analysis (PRISMA) Reporting Guidelines für systematische Reviews durchgeführt. Zweiundvierzig Publikationen erfüllten die Einschlusskriterien mit fünf Studien, die die Hautmanifestationen der nicht-zöliakischen Glutensensitivität beschrieben. Es wurden auch Studien identifiziert, die die Auswirkungen einer glutenfreien Ernährung auf Hautkrankheiten sowie dermatologische Erkrankungen und deren Assoziation mit Antigliadin-Antikörpern untersuchten. Dermatologische Manifestationen bei Patienten mit nicht zöliakiebedingter Glutensensitivität variieren und können unspezifisch sein. Bei einigen dieser Patienten mit Hautmanifestationen kann es angebracht sein, eine glutenfreie Diät auszuprobieren. Dermatologische Erkrankungen, die positiv auf eine glutenfreie Ernährung ansprechen können, umfassen Psoriasis, atopische Dermatitis, Vitiligo und palmoplantare Pustulose, während sich die lineare IgA-Erkrankung mit dieser Ernährungsumstellung nicht zu verbessern scheint.

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