Immunvermittelte entzündliche Erkrankungen und Ernährung: Ergebnisse einer Online-Umfrage zu Praktiken und Wahrnehmungen von Patienten

Hintergrund:

Die zentrale Rolle der Mikrobiota und der Beitrag der Ernährung bei immunvermittelten entzündlichen Erkrankungen (IMID) werden zunehmend untersucht. Die Ansichten der Patienten zur Ernährung und deren Auswirkungen auf ihre Krankheit haben jedoch nicht viel Aufmerksamkeit erhalten. Unser Ziel war es, direkt Informationen von Patienten mit IMID über ihr Ernährungsverhalten und ihre Wahrnehmung des Einflusses der Ernährung auf ihre Krankheit zu sammeln.

Methoden:

Erwachsene Patienten mit rheumatoider Arthritis, ankylosierender Spondylitis, Psoriasis-Arthritis, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder Psoriasis, die in einer Online-Patientengemeinschaft registriert waren, wurden eingeladen, an der Studie teilzunehmen und einen selbstverabreichten Online-Fragebogen auszufüllen. Wir bewerteten das Ernährungswissen und die Ernährungsentscheidungen der Patienten, indem wir Informationen über die von ihnen befolgten oder empfohlenen Ernährungspläne sowie ihre Wahrnehmung der Ernährung und deren Folgen für ihre Krankheit sammelten.

Ergebnisse:

Fünfzig Patienten pro Zielerkrankung wurden mit einem Durchschnittsalter von 48,1 Jahren (95%-KI 46,7-49,6) eingeschlossen. Andere soziodemografische und klinische Merkmale variierten zwischen den Krankheiten. Seit der Diagnose haben 44 % der Patienten ihre Essgewohnheiten geändert, hauptsächlich Patienten mit chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen, wobei 69 % von ihnen die Umstellung aus eigener Initiative vornehmen. Patienten, die ihre Ernährungsgewohnheiten nicht änderten, gaben in 69 % der Fälle an, keine Ernährungsberatung durch ihr medizinisches Fachpersonal (HCP) erhalten zu haben. Der wahrgenommene Einfluss der Ernährung auf ihre Symptome war gemischt (insgesamt gaben 74 % der Patienten positive und 60 % negative Folgen an) und variierten je nach Krankheit. Patienten mit Psoriasis erlebten nur positive Folgen einer Ernährungsumstellung, wie Stressabbau und verbesserte psychische Gesundheit, während Patienten mit Morbus Crohn über mehr negative Auswirkungen wie erhöhte Müdigkeit und Schlafstörungen berichteten. Patienten mit rheumatischen Erkrankungen und Colitis ulcerosa berichteten von Gewichtsverlust und besserer körperlicher Fitness, aber auch von erhöhter Müdigkeit.

Schlussfolgerungen:

Auch wenn Unterschiede zwischen den Krankheiten bestehen, wird die Bedeutung der Ernährung und ihre potenziell positive Rolle bei der Symptombehandlung von der Mehrheit der Patienten anerkannt. Es besteht jedoch ein Bedarf und eine Nachfrage seitens der Patienten, mehr Ernährungsberatung zu erhalten. Die Entwicklung von therapeutischen Schulungsinstrumenten zum Thema Ernährung für Menschen mit IMID und die Einbeziehung von Patientenorganisationen würden nützliche Informationen liefern und die Kommunikation zwischen HCP und Patienten fördern.

Schlüsselwörter:

Ernährungsverhalten; Immunvermittelte entzündliche Erkrankungen; Online-Patientengemeinschaft; Wahrnehmung des Patienten.

Dies ist ein automatisch übersetzter Artikel. Er kann nur einer groben Orientierung dienen. Das Original gibt es hier: psoriasis

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