Klinische und trichoskopische Aspekte der Psoriasis der Kopfhaut: Kommentar zu „Klinische und trichoskopische Merkmale bei verschiedenen Formen der Psoriasis der Kopfhaut“ von F. Bruni et al.

Eine Beteiligung der Kopfhaut ist bei Psoriasis sehr häufig und tritt bei bis zu 80 % der Patienten auf. Das klinische Erscheinungsbild ist variabel und reicht von minimaler Schuppung bis hin zu dicken Plaques, die die gesamte Kopfhaut bedecken. Eine schnelle Diagnose und Behandlung sind wichtig, da die Psoriasis der Kopfhaut die Lebensqualität (QoL) der Patienten aufgrund von Juckreiz, Schmerzen, Blutungen und Verlegenheitsgefühlen aufgrund von deutlich sichtbaren Schuppen auf dunkler Kleidung stark beeinträchtigen kann, was alle zu schweren psychischen und sozialen Beeinträchtigungen führt. vor allem in jungen Fächern.1, 2 Die besondere Berücksichtigung der Schuppenflechte der Kopfhaut, die traditionell als schwer zu behandelnde Krankheit gilt, wird auch durch die zunehmende Zahl von Studien unterstrichen, in denen der Einsatz von Biologika und kleinen Molekülen für ihre Behandlung untersucht wurde.3

Obwohl die klinische Diagnose der Psoriasis der Kopfhaut im Allgemeinen einfach ist, kann sie bei ausschließlicher Lokalisation der Kopfhaut, minimalen Läsionen und/oder atypischer Präsentation manchmal problematisch sein, sodass eine Biopsie erforderlich ist. In den letzten Jahren hat die Dermatoskopie (bei der Beurteilung von Haar- und Kopfhauterkrankungen auch Trichoskopie genannt) die klinische Diagnose der Psoriasis erheblich verbessert und die Notwendigkeit einer histopathologischen Untersuchung reduziert. Es zeigt ein typisches Muster aus homogen verteilten roten Punkten und weißlichen Schuppen auf rosafarbenem Grund. Die roten Punkte, die je nach verwendeter Vergrößerung auch als rote Kügelchen, verdrehte Schleifen oder buschige Kapillaren beschrieben werden, korrelieren mit dem histopathologischen Hinweis auf erweiterte und gewundene Kapillaren innerhalb verlängerter dermaler Papillen, die typisch für Psoriasis sind.4 Das Vorhandensein von homogen verteilten roten Punkten stellt das häufigste trichoskopische Merkmal der Psoriasis auch auf der Kopfhaut dar.5 Dies ermöglicht im Allgemeinen eine schnelle und einfache Differenzialdiagnose zu anderen erythematosquamösen Erkrankungen, wie seborrhoischer Dermatitis, atopischer Dermatitis und/oder diskoidem Lupus erythematodes, die dieses Gefäßmuster nicht aufweisen.

In dieser Ausgabe von The Journal, Bruni et al.6 berichten über ihre Erfahrungen bei der Bewertung und Behandlung von 156 Patienten mit Kopfhaut-Psoriasis und schlagen eine klinische Klassifikation der Krankheit in sieben Muster vor: Plaque-Psoriasis, dünne Schuppen, Sebopsoriasis, Psoriasis-Kappe, Pityriasis amiantacea, narbige Psoriasis-Alopezie und Psoriasis pustulosa. Dieser Versuch einer Klassifikation basierend auf dem, was in der klinischen Praxis beobachtet wurde, ist faszinierend, insbesondere wegen seiner therapeutischen Bedeutung, da er zur Entwicklung verschiedener Ansätze basierend auf den unterschiedlichen Psoriasis-Mustern beitragen könnte, um den Arzt an die am besten geeignete Behandlung zu wenden. Da jedoch Überschneidungen zwischen diesen Formen beobachtet werden können, sollte diese Klassifikation durch einen Expertenkonsens oder eine multizentrische Studie validiert werden, die darauf abzielt, die Übereinstimmung zwischen den Beobachtern zu bewerten.

Die ebenfalls in Brunis Studie durchgeführte trichoskopische Auswertung bestätigt, dass das charakteristische Gefäßmuster der Psoriasis im Allgemeinen auch auf der Kopfhaut beobachtet wird und für die Differentialdiagnose bei anderen Erkrankungen hilfreich ist. Die subtile Unterscheidung zwischen „roten Schlingen“, „buschigen roten Schlingen“, „Siegelroten Ringgefäßen“ und „roten Punkten und Kügelchen“, die von den Autoren bei den verschiedenen Subtypen unterschiedlich beobachtet wurden und alle Ausdruck derselben histopathologischen Grundlage sind, ist potenziell interessant und sollte entsprechend der verwendeten Vergrößerung besser standardisiert werden, obwohl die Anwendung in der klinischen Praxis nicht einfach ist.

Ein weiterer wichtiger Punkt, den die Autoren ansprechen, ist das seltene, aber mögliche Auftreten einer narbigen Alopezie im Verlauf einer langjährigen schweren Psoriasis der Kopfhaut, die bei vier Patienten beobachtet wurde. Ärzte sollten sich dieses Vorkommnisses bewusst sein, da die meisten Lehrbücher immer noch darauf hinweisen, dass Psoriasis der Kopfhaut nicht mit definitivem Haarausfall verbunden ist.

Schließlich bestätigt die Bewertung der Lebensqualität von Patienten anhand des Dermatology Life Quality Index in Brunis Arbeit, dass die psychische Belastung im Zusammenhang mit der Schuppenflechte der Kopfhaut, hauptsächlich aufgrund von Juckreiz und Furfuraceous-Schuppung, hoch und oft unabhängig von ihrem klinischen Schweregrad ist.

Dies ist ein automatisch übersetzter Artikel aus dem „Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology“. Er kann nur einer groben Orientierung dienen. Das Original gibt es hier.

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