Kombinationstherapie gegen PD1 und Ipilimumab bei Patienten mit fortgeschrittenem Melanom und vorbestehenden Autoimmunerkrankungen

Hintergrund:

Klinische Studien zur Immuntherapie haben Patienten mit vorbestehender Autoimmunerkrankung ausgeschlossen. Während die Sicherheit und Wirksamkeit von Einzelwirkstoff-Ipilimumab- und Anti-PD1-Antikörpern bei Patienten mit Autoimmunerkrankungen in retrospektiven Studien untersucht wurde, liegen keine Daten für eine Kombinationstherapie mit einem signifikant höheren Toxizitätsrisiko vor. Wir wollten die Sicherheit und Wirksamkeit der kombinierten Immuntherapie bei Patienten mit fortgeschrittenem Melanom und vorbestehenden Autoimmunerkrankungen untersuchen.

Methoden:

Wir führten eine retrospektive Studie an Patienten mit fortgeschrittenem Melanom und vorbestehender Autoimmunerkrankung durch, die von März 2015 bis Februar 2020 in 10 internationalen Zentren eine Kombination aus Ipilimumab und Anti-PD1 erhielten. Daten zu Autoimmunerkrankungen, Behandlung, Toxizität und Ergebnissen wurden bei Patienten untersucht .

Ergebnisse:

Von den 55 Patienten, die Ipilimumab und Anti-PD1 erhielten, betrug das Durchschnittsalter 63 Jahre (Bereich 23-83). 46 wurden mit Ipilimumab und Nivolumab und neun mit Ipilimumab und Pembrolizumab behandelt. Achtzehn Patienten (33%) hatten eine Autoimmunerkrankung, darunter 4 von 7 mit rheumatoider Arthritis, 3 von 6 mit Psoriasis, 5 von 10 mit entzündlicher Darmerkrankung , 3 von 19 mit Thyreoiditis, 1 von 1 mit Sjögren-Syndrom, 1 von 1 mit Polymyalgie und 1 von 1 mit Behcet-Syndrom und Psoriasis. Acht (44%) Patienten brachen die Kombinationstherapie aufgrund von Fackeln ab. 37 Patienten (67%) hatten ein nicht verwandtes immunbedingtes unerwünschtes Ereignis (irAE), und 20 (36%) beendeten die kombinierte Immuntherapie aufgrund von irAEs. Es gab keine behandlungsbedingten Todesfälle. Patienten mit Immunsuppression (OR 4,59; p = 0,03) hatten ein höheres Risiko für Fackeln. Die Gesamtansprechrate betrug 55%, wobei 77% der Antworten andauerten. Das mediane progressionsfreie Überleben und das Gesamtüberleben betrugen 10 bzw. 24 Monate. Patienten mit Immunsuppression zu Studienbeginn hatten ein Gesamtüberleben von 11 Monaten (95% CI 3,42 bis 18,58) im Vergleich zu 31 Monaten ohne (95% CI 20,89 bis 41,11, p = 0,005).

Schlussfolgerungen:

Bei Patienten mit vorbestehender Autoimmunerkrankung, nicht unter Immunsuppression und fortgeschrittenem Melanom, hat die Kombination Ipilimumab und Anti-PD1 eine ähnliche Wirksamkeit im Vergleich zu zuvor berichteten Studien. Insbesondere bei Patienten mit entzündlichen Darmerkrankungen und rheumatologischen Erkrankungen sowie bei Patienten mit Immunsuppression zu Studienbeginn besteht das Risiko eines Aufflammens bereits bestehender Autoimmunerkrankungen.

Schlüsselwörter:

CTLA-4-Antigen; Autoimmunität; Immuntherapie; Melanom; programmierter Zelltod 1 Rezeptor.

Dies ist ein automatisch übersetzter Artikel. Er kann nur einer groben Orientierung dienen. Das Original gibt es hier: psoriasis

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