Erreichen von Behandlungszielen bei Psoriasis mit konventionellen systemischen Medikamenten: Wie lange sind wir bereit, zu warten?

Abstract

Zielsetzungen: Ziel dieser Studie war es, die Erreichung von Behandlungszielen gemäß dem Europäischen Konsensusprogramm (ECP-TGs) von 2011 bei Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis (Pso), die mit der ersten konventionellen systemischen Therapie behandelt wurden, zu untersuchen und Faktoren zu identifizieren, die die Erreichung dieser Behandlungsziele beeinträchtigen könnten.

Methoden: In einer multizentrischen, prospektiven Beobachtungsstudie erhielten Patienten mit mittelschwerer bis schwerer Pso, definiert als entweder Body Surface Area (BSA) >10% oder Psoriasis Area Severity Index (PASI) >10 und Dermatology Life Quality Index (DLQI) >10, eine konventionelle systemische Therapie, die bei jedem Nachuntersuchungsbesuch im Laufe von 18 Monaten modifiziert werden konnte. Alle Probanden unterschrieben eine informierte Einverständniserklärung, waren ≥18 Jahre alt sowie systemisch therapienaiv und hatten regelmäßige Studienbesuche in den Monaten 3, 6, 9, 12 und 18 nach Studienbeginn. Neben anderen und zusätzlich zu den demographischen und krankheitsbezogenen Merkmalen bei Studienbeginn dokumentierten wir bei jeder Nachuntersuchung BSA, PASI, DLQI und die vom Arzt berichtete Erreichung der Behandlungsziele. Faktoren, die mit einem Scheitern beim Erreichen der ECP-TGs (d. h. entweder Δ PASI ≥75 oder Δ PASI ≥50 und <75 mit einem DLQI ≤5) nach Monat 18 zusammenhängen, wurden mittels multipler logistischer Regression untersucht. Die deskriptiven Ergebnisse werden als Mittelwert ± SD für Intervalldaten und absolute sowie relative Häufigkeiten für nominale Daten dargestellt. Für diesen Teil der Analyse werden die Daten bei Studienbeginn und in den Monaten 6, 12 und 18 dargestellt.

Ergebnisse: Insgesamt wurden 133 Pso-Patienten mit einem mittleren Alter und einer Krankheitsdauer von 49,5 ± 14,4 bzw. 15,6 ± 12,8 Jahren in die Analyse eingeschlossen; 54,1 % (n = 72) waren männlich. Die mittleren krankheitsbezogenen Ausgangswerte waren: BSA: 21,5 ± 15,8 %, PASI: 13,7 ± 7,14, und DLQI: 12,0 ± 6,11. Die häufigsten konventionellen systemischen Therapien, die bei Studienbeginn begonnen wurden, waren Fumarsäureester (n = 74, 55,6%), Methotrexat (n = 46, 34,6%) und Ciclosporin (n = 6, 4,5%). Die ECP-TGs wurden von 58 Patienten (43,6%) in Monat 6, 86 Patienten (64,7%) in Monat 12 und 97 Patienten (72,9%) in Monat 18 erreicht. Ein optimiertes reduziertes logistisches Regressionsmodell identifizierte das Vorhandensein von Onycholyse/Nageldystrophie an zwei oder mehr Stellen als assoziiert mit dem Nichterreichen der ECP-TGs (OR 10,7, 95% CI 2,5-46,7, p = 0,002).

Schlussfolgerung: Bei Patienten mit Onycholyse/Nageldystrophie an zwei oder mehr Stellen wurde ein höheres Risiko festgestellt, die EKP-TGs unter konventioneller systemischer Therapie nicht zu erreichen. Die EKP-TGs von 2011 wurden von 43,6% unserer Patienten 6 Monate nach Beginn der konventionellen systemischen Therapien erreicht. In der Ära der sicheren, schnellen und wirksamen Pso-Therapien könnten unter der Therapie deutlich höhere Behandlungsziele erreicht werden. Neue Behandlungsziele sind nur dann von Nutzen, wenn Patienten und Dermatologen danach streben, sie zu erreichen.

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Quelle: Psoriasis-Studien

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