Risiko einer Reaktivierung der Tuberkulose mit Interleukin (IL) -17- und IL-23-Inhibitoren bei Psoriasis – Zeit für einen Paradigmenwechsel

Tuberkulose ist eine Infektionskrankheit mit großen globalen Auswirkungen, die zu den zehn häufigsten Todesursachen weltweit zählt. Bei einem immunkompetenten Individuum steuern die Abwehrmechanismen des Wirts Mycobacterium tuberculosis Infektion und induzieren die latente Form der Krankheit. Bei Vorhandensein von Krankheiten oder Therapien, die eine immunsuppressive Wirkung ausüben, kann die latente Tuberkulose jedoch wieder aktiviert werden. Psoriasis ist eine immunvermittelte, entzündliche Erkrankung, deren Behandlung sich in den letzten Jahren rasant entwickelt hat. Es ist seit langem bekannt, dass die Inhibitoren des Tumornekrosefaktors (TNF) α mit einem erhöhten Risiko einer Reaktivierung einer latenten Tuberkulose-Infektion verbunden sind. Aus diesem Grund schlagen internationale Richtlinien vor Beginn der Behandlung mit allen biologischen Wirkstoffen ein Tuberkulose-Screening vor. Darüber hinaus wurden auch die Einleitung einer Chemoprophylaxe bei latenter Tuberkulose und das anschließende jährliche Screening auf Tuberkulose angegeben. Anti-Tuberkulose-Behandlungen können jedoch erhebliche Nebenwirkungen haben, und es gibt derzeit mehrere Kontraindikationen für ihre Anwendung. Der Risikovorteil eines Beginns der Behandlung mit Tuberkulose sollte sorgfältig abgewogen werden. Das Aufkommen neuer biologischer Medikamente zur Behandlung von Psoriasis wie Interleukin (IL) -17- und IL-23-Inhibitoren hat das Thema der Reaktivierung der Tuberkulose wieder in Gang gebracht, da möglicherweise die IL-17- und 23-Blockade nicht das gleiche Risiko birgt der TB-Reaktivierung als TNF-α-Inhibitoren. Obwohl präklinische Studien gezeigt haben, dass die Zytokine IL-17 und IL-23 eine mögliche Rolle gegen Infektionen mit spielen M. tuberculosisDaten aus klinischen Studien und der Überwachung nach dem Inverkehrbringen mit Arzneimitteln, die diese Zytokine hemmen, scheinen darauf hinzudeuten, dass sie für diese Reaktion nicht entscheidend sind. In diesem Artikel überprüfen wir die verfügbaren Daten zur Reaktivierung der Tuberkulose nach der Behandlung von Psoriasis mit IL-17- und IL-23-Inhibitoren und ihre möglichen Auswirkungen auf die Art und Weise, wie wir derzeit mit latenten Tuberkulose-Infektionen vor oder nach Beginn der Behandlung mit diesen neuen Arzneimitteln umgehen.

Dies ist ein automatisch übersetzter Artikel aus dem „Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology“. Er kann nur einer groben Orientierung dienen. Das Original gibt es hier.

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