## Was bedeutet die Studie für Euch? Die Studie nutzte Gesundheitsdaten von über 300.000 jungen Erwachsenen zwischen 18 und 22 Jahren.[7] Wer eine Hauterkrankung wie Akne, Psoriasis oder Ekzem hatte, entwickelte etwas häufiger eine neue Angststörung als Gleichaltrige ohne Hautproblem.[7] Nach einem Jahr hatten etwa 4 von 100 mit Hauterkrankung eine Angstdiagnose, ohne Hauterkrankung waren es gut 3 von 100.[7] Nach fünf Jahren waren es rund 17 von 100 mit Hauterkrankung und 16 von 100 ohne.[7] Das Risiko war also nur leicht erhöht, aber über die Zeit stabil.[7] Für Euch heißt das: Haut und Seele hängen messbar zusammen, auch schon in jungen Jahren.[3][4] Die meisten entwickeln keine Angststörung, trotzdem sollte seelischer Stress ernst genommen werden.[7] Wichtig im Alltag: Sprecht Ärztinnen und Ärzte auch über Stimmung, Schlaf und Sorgen an. Nehmt Hilfen wie Psychotherapie, Entspannungsübungen und Austausch in Selbsthilfegruppen früh in Anspruch. Eine gute Hautbehandlung plus Unterstützung für die Psyche kann Euren Alltag deutlich erleichtern.
Originaltitel: Dermatologic Conditions and Incident Anxiety in Young Adults: Propensity Score–Matched Retrospective Cohort Study