Die Expertengruppe SPIN‑FRT sieht, dass viele zielgerichtete Therapien gegen Psoriasis und Neurodermitis auch bei bestehendem oder überstandenem Krebs eingesetzt werden können.[1][14][15] Die Entscheidung soll immer gemeinsam mit den Krebsärztinnen und ‑ärzten und Euch getroffen werden.[14][15] ### Was heißt das für Euch? Eine Krebsdiagnose bedeutet nicht automatisch, dass starke Psoriasis‑Beschwerden oder Neurodermitis unbehandelt bleiben müssen.[7][9][11][14][15] Es gibt mehrere Medikamente, bei denen die Daten zur Sicherheit in Bezug auf Tumor‑Rückfälle beruhigend sind.[7][9][11][15] Wichtig ist, dass Ihr Eurer Dermatologin oder Eurem Dermatologen jede frühere oder aktuelle Krebserkrankung mitteilt.[10][12][14] Die Fachleute empfehlen regelmäßige Krebs‑Vorsorge und ein genaues Beobachten von Veränderungen der Haut und des allgemeinen Befindens.[11][12] Für den Alltag heißt das: Therapie nicht eigenständig abbrechen, sondern Fragen offen ansprechen.[12][14] Pflege, Ernährung und Stressbewältigung bleiben wichtig, ersetzen aber keine ärztlich abgestimmte Behandlung.[10][11][12]
Originaltitel: Targeted therapies for psoriasis and atopic dermatitis in the context of malignancy: SPIN-FRT recommendations