Handhaut-Ekzeme sind die häufigste Berufskrankheit der Haut. Ärzte konnten sie lange Zeit nur schwer von Schuppenflechte unterscheiden. Jetzt hilft eine neue Untersuchungsmethode, die die Gene der Hautzellen nutzt. Forscher haben in Deutschland 287 Patienten zwei Jahre lang beobachtet. Das Ergebnis ist beeindruckend. Bei 39 Prozent der Patienten war anfangs unklar, was genau sie haben. Mit der neuen Methode konnte man bei über 93 Prozent diese Fragen beantworten. Noch besser: Die Patienten fehlten weniger im Job. Nach zwei Jahren brauchten sie durchschnittlich nur noch acht statt fast 29 Tage Krankschein. Mehr Patienten bekamen auch offiziell anerkannt, dass sie beruflich erkrankt waren. Das stieg von zehn auf 30 Prozent. Allerdings gaben 27 Prozent der Patienten ihren Job auf oder wurden arbeitslos. Die neue Methode kann also helfen, dass Menschen mit Hauterkrankungen schneller wieder arbeiten können.
Originaltitel: Molecular Classification in a Cohort of Occupational Dermatological Patients: Diagnostic Results and Course of Ability to Work and Sick Leave Over Two Years.