# Wenn die Haut leidet, leidet auch die Seele Menschen mit Schuppenflechte, Neurodermitis oder Hidradenitis suppurativa brauchen nicht nur eine gute Hautbehandlung. Sie benötigen auch psychologische Unterstützung. Das zeigt jetzt eine große internationale Studie mit insgesamt über eine Million Patienten.[1] Die Forschung hat ergeben: Patienten mit diesen Hauterkrankungen suchen deutlich häufiger psychologische Hilfe auf als gesunde Menschen. Bei Neurodermitis ist der Anstieg besonders groß. Diese Patienten gehen etwa dreimal häufiger zur Psychotherapie als Kontrollpersonen ohne Hauterkrankung.[1] **Aber warum ist das so?** Die chronischen Hautleiden verändern die Lebensqualität stark. Sichtbare Flecken und Ausschläge belasten viele Menschen emotional. Manche entwickeln Depressionen oder Angststörungen.[3] Zudem beeinflussen die Entzündungsprozesse in der Haut auch das Nervensystem und können Stimmung und Psyche belasten.[3] Interessant: Männer und Frauen sind unterschiedlich betroffen. Bei Neurodermitis leiden Frauen stärker unter psychischen Belastungen. Bei Schuppenflechte ist es etwas ausgewogener verteilt.[1] **Das Fazit der Studie:** Ärzte sollten Haut- und Seelenpflege gemeinsam angehen. Wer regelmäßig zur Hauttherapeut geht, sollte auch ein offenes Ohr für psychische Belastungen haben. Psychologische Hilfe gehört zur modernen Behandlung einfach dazu.
Originaltitel: Psychiatric and Psychological Approach in Patients with Atopic Dermatitis, Hidradenitis Suppurativa and Psoriasis: A Propensity-Matched Real-World Cohort Study.