Blutplättchen sind nicht nur für die Gerinnung da, sie mischen auch bei Schuppenflechte mit. Eine Studie zeigt, dass sie sich in der Haut eng an Abwehrzellen heften, vor allem an neutrophile Granulozyten. Diese Zellpaare sitzen oft in der Oberhaut und dort arbeiten viele Gene für Stress und Entzündung besonders stark. Je mehr solcher Nester die Forscher fanden, desto stärker war die Psoriasis. Bei Psoriasis arthritis traten die Paare aus Blutplättchen und Neutrophilen auch im Blut häufiger auf, das passt zur starken Entzündung bei Gelenkbefall. Versuche an Mäusen deuten darauf hin, dass weniger Blutplättchen die Haut beruhigen können. Später könnten Behandlungen folgen, die genau diese Kontakte bremsen.
Originaltitel: Platelet-neutrophil niches associate with epidermal immune activation and systemic inflammation in psoriatic disease.