## Uneinheitliche Tuberkulose-Vorsorge bei Psoriasis-Behandlung Dermatologinnen und Dermatologen gehen beim Thema Tuberkulose-Screening sehr unterschiedlich vor. Eine aktuelle Studie mit 326 Fachleuten zeigt das Problem deutlich: Nur 45 Prozent testen vor Methotrexat-Gabe auf versteckte Tuberkulose.[1] Viel häufiger wird getestet, bevor Patienten IL-17- oder IL-23-Hemmer bekommen (95 Prozent).[1] **Das Vorsorge-Dilemma** Die Ergebnisse sind chaotisch. Bei Methotrexat geben 38 Prozent der Ärzte prophylaktische TB-Therapie, während 31 Prozent das nie tun.[1] Bei den modernen Biologika ist die Situation etwas besser: 66 Prozent nutzen Vorsorge-Therapie immer oder fast immer.[1] Trotzdem bekommen 9 Prozent der Patienten diese Behandlung gar nicht, obwohl bei ihnen versteckte Tuberkulose festgestellt wurde.[1] **Warum ist das Problem?** Die Befürchtung: Immunsuppressive Mittel könnten ruhende Tuberkulose reaktivieren. Diesen Effekt kennt man klar von TNF-Blockern.[1] Für Methotrexat und moderne IL-17/IL-23-Hemmer gibt es aber weniger Belege.[1] Das führt zu Unsicherheit bei Ärztinnen und Ärzten. Experten fordern klare Regeln statt dieses Durcheinanders. Das würde Patienten schneller zur richtigen Behandlung verhelfen.[4] Denn unnötige Tests verzögern die Psoriasis-Therapie.[4]
Originaltitel: Inconsistent standard of care for tuberculosis screening and preventive therapy before initiating systemic psoriasis treatment.