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  1. ### Was zeigt die Studie und was heißt das für Euch? Kinder, denen früh die Mandeln entfernt wurden, entwickeln später etwas seltener eine Psoriasis als Kinder ohne diese Operation.[2] Die Studie ist beobachtend und kann nicht sicher beweisen, dass die Mandelentfernung der Grund für das geringere Risiko ist.[2] Fachleute sehen bisher nicht genug Belege, um eine Mandelentfernung nur zur Vorbeugung von Psoriasis zu empfehlen.[3][5] Sie kann aber überlegt werden, wenn Ihr sehr häufig Mandelentzündungen habt und Eure Schübe klar damit zusammenhängen.[1][3][5] Andere Studien zeigen, dass frühe Eingriffe an Mandeln oder Polypen mit einem erhöhten Risiko für spätere stressbezogene Erkrankungen verbunden sein können.[4] Die Entscheidung für eine Operation sollte Ihr daher immer gemeinsam mit HNO‑Ärztin oder HNO‑Arzt und Eurer Dermatologin oder Eurem Dermatologen treffen. Für den Alltag bleiben bewährte Maßnahmen wichtig wie gute Hautpflege, Rauchverzicht, ausreichende Bewegung und Stressreduktion. Originaltitel: Early-life tonsillectomy and subsequent risk of psoriasis Link zur Quelle
  2. Bei Spondyloarthritis wie Morbus Bechterew und Psoriasis Arthritis rückt der Darm in den Fokus. Forscher sehen, dass sich bei vielen Patienten die Darmflora stark ändert und das Immunsystem reizt. Dann erkennen Abwehrzellen körpereigene Strukturen als Feind und bilden Autoantikörper wie Anti CD74. Mögliche Auslöser sind ein durchlässiger Darm, ähnliche Eiweiße von Bakterien und Körperzellen und veränderte Stoffwechselprodukte der Keime. Probiotika, Präbiotika oder spezielle Bakterien klingen spannend, bisher fehlen aber klare Beweise aus guten Studien. Noch ist nicht sicher, ob eine gezielte Darmkur die Autoantikörper und die Gelenkentzündung wirklich bremst. Originaltitel: The potential role of the gut microbiota in the development of autoantibodies associated with Spondyloarthritis: a narrative review. Link zur Quelle
  3. In einer deutschen Studie gaben 253 Menschen mit Neurodermitis oder Schuppenflechte an, wie sehr sie Hautpflege und Salben vertrauen. Im Schnitt war das Vertrauen nur mittel. Menschen mit Neurodermitis vertrauten ihren Cremes mehr als Menschen mit Schuppenflechte. Je stärker Juckreiz, Schmerzen und Alltagseinschränkungen waren, desto kleiner war das Vertrauen. Die Autoren meinen, Ärztinnen und Ärzte sollten mehr erklären und Behandlungen zusammen mit den Patienten planen. Das kann Vertrauen stärken und hilft, Therapien besser durchzuziehen. Originaltitel: Trust in skincare and topical therapies in atopic dermatitis or psoriasis: a German cross-sectional study. Link zur Quelle
  4. Eine neue deutsche S1 Leitlinie kümmert sich um die Behandlung der generalisierten pustulösen Psoriasis, kurz GPP. Sie beschreibt das typische Krankheitsbild und erklärt, wie GPP entsteht. Ärztinnen und Ärzte finden dort Tipps zur Diagnose und zur Abgrenzung zu anderen Krankheiten. Die Leitlinie geht auch auf weitere Krankheiten ein, die oft zusammen mit GPP auftreten. Ein großer Teil dreht sich um die Therapie bei Erwachsenen. Genannt werden zugelassene Medikamente und Mittel, die noch ohne Zulassung laufen. Der Artikel ist eine Kurzfassung der Leitlinie. Alle Therapie Tipps stehen aber vollständig drin. Originaltitel: S1 Guideline: Therapy of generalized pustular psoriasis. Link zur Quelle
  5. Forschende testen eine neue digitale Hilfe für Menschen mit entzündlicher Arthritis wie PsA.[6] Sie fotografieren Hände mit dem Smartphone.[6] Eine Software misst, wie dick die Gelenke sind und wie stark die Hautfalten über den Fingergelenken sichtbar sind.[6] Daraus entsteht der Finger Fold Index. Ein hoher Wert passt oft zu geschwollenen Gelenken.[6] Die Methode erkennt Schwellungen schon recht gut.[6] Sie liegt aber noch öfter falsch als Ärztinnen und Ärzte.[6] Für den Alltag ist das Werkzeug daher noch nicht bereit.[6] In längeren Studien soll es nun weiter geprüft werden.[6] Ziel ist eine App, mit der Betroffene ihre Gelenke zu Hause im Blick halten.[6] Originaltitel: Clinical investigation of a digital biomarker for joint swelling in inflammatory arthritis based on automated quantification of dorsal finger fold patterns. Link zur Quelle
  6. Ein Fachjournal hat einen Artikel zu IgA Antikörpern gegen CD74 bei Psoriasis Arthritis berichtigt.[2] Die Studie hatte gezeigt, dass solche Antikörper bei Menschen mit peripherer PsA häufiger vorkommen.[5] Diese Menschen müssen später oft von klassischen Basismedikamenten auf Biologika wechseln.[5] Die Korrektur ändert nichts an dieser Kernaussage, sondern stellt Formfehler klar.[2] Für Betroffene heißt das, der Marker bleibt spannend.[5] Er könnte Ärztinnen und Ärzten bei der Planung der Therapie helfen.[5] Originaltitel: Correction: IgA anti-CD74 autoantibodies are associated with treatment escalation in peripheral psoriatic arthritis. Link zur Quelle
  7. Psoriasis Arthritis ist mehr als nur kaputte Gelenke. Sie ist Teil einer Entzündung im ganzen Körper, die bei Schuppenflechte beginnt und sich ausbreiten kann. Forscher verstehen immer besser, wie bestimmte Botenstoffe wie IL‑23 und IL‑17 und Entzündungen an Sehnenansätzen dabei eine Rolle spielen. Sie sehen auch, dass es eine stille Übergangsphase von reiner Hautpsoriasis zur Gelenkentzündung geben kann. Das ist wichtig, weil frühe gezielte Therapien den Verlauf bremsen können. In der Praxis passt aber keine Strategie zu allen. Ärztinnen und Ärzte achten auf andere Krankheiten und planen die Therapie zusammen mit dir. Da es heute viele zielgerichtete Medikamente gibt und das Wissen wächst, rückt eine sehr persönliche Therapie immer mehr in den Mittelpunkt. Originaltitel: [Psoriatic arthritis]. Link zur Quelle
  8. Eine neue Studie schaut auf einen besonderen Abwehrstoff im Blut von Menschen mit Psoriasis Arthritis.[6] Er heißt IgA Anti CD74 und kommt bei vielen Betroffenen häufiger vor als bei Gesunden.[6] Menschen mit höheren Werten mussten in der Studie öfter von normalen Tabletten wie Methotrexat auf stärkere Mittel wie Biologika wechseln.[6] Die Werte passten nicht gut zu CRP und Alter und zeigen wohl eine andere Art von Entzündung.[6] Die Forschenden hoffen auf einen neuen Bluttest als Hilfe für Therapieentscheidungen doch sie brauchen dafür noch mehr und größere Studien.[6] Originaltitel: IgA anti-CD74 autoantibodies are associated with treatment escalation in peripheral psoriatic arthritis. Link zur Quelle
  9. Viele Rheuma Patientinnen und Patienten sind bereit ihre Behandlungsdaten für Forschung zu teilen.[1] In einer Klinik gaben rund 75 Prozent eine breite Einwilligung für eine neue europäische Datenplattform.[1] Jede dritte Person hatte Rheumatoide Arthritis und etwa jede zehnte Psoriasis Arthritis.[1] Fast alle stimmten auch heiklen Punkten zu wie Auswertung mit Künstlicher Intelligenz oder Weitergabe an Firmen.[1] Die Einwilligung gilt auch für Blutproben und genetische Daten.[1] Frauen sagten eher ja.[1] Bildung spielte keine Rolle.[1] Solche Datenpools können helfen Therapien zu verbessern und Studien näher am Alltag zu planen.[1] Originaltitel: High Patient Willingness to Grant Broad Consent for Real-World Data Use in Rheumatology-Implications for Real-World Data Platform Governance: Cross-Sectional Study. Link zur Quelle
  10. Forscher testen eine neue Hautkamera, die ohne Stich in lebende Psoriasis Herde schaut. Die Technik heißt Multiphoton Tomografie mit Fluoreszenz Lebensdauer Bildgebung und sie zeigt Zellen in hoher Auflösung. Zwölf Menschen mit Psoriasis nutzten Salben mit Calcipotriol mit oder ohne Betamethason und die Ärzte machten Bilder an Tag 0, 3 und 28. Dazu kamen vier gesunde Teilnehmende als Vergleich. Man sah typische Zeichen wie verdickte Oberhaut und unreife Hornschicht und diese Merkmale nahmen mit der Zeit ab. Schon frühe Stoffwechsel Änderungen in den Zellen zeigten an, ob die Therapie später gut wirkt. Die Kamera machte auch Wirkstoffe sichtbar und sie zeigte den Weg in und zwischen Zellen. So kann man Therapien für Psoriasis und vielleicht andere Entzündungs Krankheiten genauer steuern und schneller anpassen. Originaltitel: Intravital Monitoring of Psoriasis Treatment Response and Drug Delivery Using Multiphoton Fluorescence Lifetime Imaging. Link zur Quelle
  11. Eine neue Studie schaut auf Menschen mit sehr seltenen, vererbten Störungen der Verhornung der Haut[3][7]. 13 Betroffene mit solchen Gendefekten haben im Lauf ihres Lebens zusätzlich deutliche Psoriasis Schübe entwickelt[3]. Für Ärzte ist das wichtig, denn neue rote schuppige Herde sind bei diesen Patienten nicht immer Teil der bekannten Grunderkrankung[3]. Daraus folgt, dass sie ein zweites Problem zeigen können und dann auch eine gezielte Psoriasis Behandlung brauchen. Wer so eine vererbte Hautkrankheit hat und plötzlich andere Plaques bemerkt, sollte das früh beim Hautarzt abklären lassen. Originaltitel: Psoriasis flare-ups in non syndromic autosomal recessive epidermal differentiation disorders. Link zur Quelle
  12. Generalisierte pustulöse Psoriasis ist selten und sieht oft aus wie andere Hautkrankheiten. Ärztinnen und Ärzte liegen deshalb mit der Diagnose nicht immer richtig. In einer Studie testete ein Team das KI‑Tool Legit.Health. Die Software analysiert Hautfotos und schlägt bis zu fünf mögliche Diagnosen vor. 15 Behandler betrachteten 100 Bilder erst allein und danach mit Hilfe der KI. Mit Unterstützung der KI erkannten sie GPP im Schnitt rund ein Viertel häufiger. Besonders Hausärzte hatten deutlich mehr richtige Treffer. Solche Systeme können Fachleute bei seltenen Krankheiten entlasten und Betroffenen schneller die passende Behandlung bringen. Originaltitel: Enhanced Diagnosis of Generalized Pustular Psoriasis With the Legit.Health Device as a Diagnosis Support Tool: Multireader Multicase Study. Link zur Quelle
  13. ## Was bedeutet die Studie für Euch? Die Studie nutzte Gesundheitsdaten von über 300.000 jungen Erwachsenen zwischen 18 und 22 Jahren.[7] Wer eine Hauterkrankung wie Akne, Psoriasis oder Ekzem hatte, entwickelte etwas häufiger eine neue Angststörung als Gleichaltrige ohne Hautproblem.[7] Nach einem Jahr hatten etwa 4 von 100 mit Hauterkrankung eine Angstdiagnose, ohne Hauterkrankung waren es gut 3 von 100.[7] Nach fünf Jahren waren es rund 17 von 100 mit Hauterkrankung und 16 von 100 ohne.[7] Das Risiko war also nur leicht erhöht, aber über die Zeit stabil.[7] Für Euch heißt das: Haut und Seele hängen messbar zusammen, auch schon in jungen Jahren.[3][4] Die meisten entwickeln keine Angststörung, trotzdem sollte seelischer Stress ernst genommen werden.[7] Wichtig im Alltag: Sprecht Ärztinnen und Ärzte auch über Stimmung, Schlaf und Sorgen an. Nehmt Hilfen wie Psychotherapie, Entspannungsübungen und Austausch in Selbsthilfegruppen früh in Anspruch. Eine gute Hautbehandlung plus Unterstützung für die Psyche kann Euren Alltag deutlich erleichtern. Originaltitel: Dermatologic Conditions and Incident Anxiety in Young Adults: Propensity Score–Matched Retrospective Cohort Study Link zur Quelle
  14. ### Was die Studie für Euch bedeutet In der Studie wurden 5386 Menschen mit Hautkrankheiten aus 17 Ländern befragt. 13,7 % gaben an, dass sie schon an Suizid gedacht haben. Bei gut der Hälfte war dieser Gedanke mit der Hautkrankheit verbunden. Besonders gefährdet waren jüngere Menschen. Auch Alleinstehende und Menschen ohne Arbeit waren stärker betroffen. Das zeigt: Die seelische Last durch eine Hautkrankheit ist groß und wird oft unterschätzt. Für Euch heißt das: Achtet nicht nur auf die Haut, sondern auch auf Eure Stimmung. Sprecht mit Ärztinnen und Ärzten offen über Niedergeschlagenheit oder Suizidgedanken. Das ist kein Zeichen von Schwäche. Holt Euch früh Hilfe. Zum Beispiel Psychotherapie, Selbsthilfegruppe oder Beratung. Sucht Verbündete in Familie und Freundeskreis. Je besser Ihr unterstützt seid, desto leichter wird der Umgang mit Psoriasis im Alltag. Originaltitel: emJournal of the European Academy of Dermatology and Venereology/em | Wiley Online Library Link zur Quelle
  15. **Was bedeutet die Studie für Euch?** Die Forschenden haben Psoriasis‑Patienten über Jahre beobachtet und geschaut, wer später eine Psoriasis‑Arthritis entwickelt.[2] Wer **nur Phototherapie** bekam, hatte ein etwas **geringeres PsA‑Risiko** als Menschen mit **nur Cremes und Salben**.[2] Noch günstiger war es, wenn **Phototherapie mit Tabletten‑Therapie** kombiniert wurde.[2] Am niedrigsten war das Risiko bei **Phototherapie plus Biologikum** im Vergleich zu Biologikum allein.[2] Für Euch heißt das: Phototherapie bleibt auch im Zeitalter der Biologika eine **mögliche Ergänzung**, nicht nur eine Hautbehandlung. Sie kann das Gesamtrisiko für PsA vermutlich weiter senken, vor allem zusammen mit systemischen Therapien.[2] Wichtig: Die Studie war rückblickend und aus einem Zentrum. Das Ergebnis ist ein Hinweis, kein Beweis. Besprecht mit Eurer Dermatologin oder Eurem Dermatologen, ob Phototherapie zusätzlich zu Eurer bestehenden Behandlung sinnvoll ist. Gelenkbeschwerden solltet Ihr weiterhin früh abklären lassen. Originaltitel: Die Bedeutung der Phototherapie bei der Verringerung des Arthritis‐Risikos bei Psoriasis‐Patienten im Zeitalter der Biologika – Eine monozentrische, explorative, retrospektive Kohortenstudie Link zur Quelle
  16. Forschende haben ein neues Puzzleteil bei Schuppenflechte gefunden. In der obersten Hautschicht ist ein Enzym namens METTL1 besonders aktiv. Es verändert die Boten RNA in Hornzellen und macht sie stabiler. So entsteht mehr von einem Eiweiß namens BDKRB1, das einen Entzündungsschalter in der Zelle anwirft. Die Zelle schüttet dann viele Lockstoffe für Abwehrzellen aus, vor allem für neutrophile Granulozyten. Diese Zellen wandern in die Haut ein und verstärken die Entzündung. In Mäusen ohne METTL1 in der Haut war die Schuppenflechte deutlich schwächer. Wenn man METTL1 oder BDKRB1 bremst, geht die Entzündung zurück und es ergibt sich ein möglicher neuer Angriffspunkt für Medikamente. Originaltitel: Epidermal METTL1-Mediated m7G Modification Drives Psoriatic Inflammation by Stabilizing Bdkrb1 and Orchestrating Neutrophil Recruitment. Link zur Quelle
  17. ### Inkretin-Therapien bei Psoriasis-Arthritis Inkretin-Medikamente wie GLP‑1‑Rezeptoragonisten werden bisher vor allem bei Diabetes und starkem Übergewicht eingesetzt und führen oft zu deutlicher Gewichtsabnahme.[6] Erste Auswertungen deuten nun darauf hin, dass sie bei Menschen mit Psoriasis-Arthritis auch Entzündung und Schmerzen mindern können, unabhängig vom Gewichtsverlust. Diese Daten sind noch früh und müssen bestätigt werden. Für Euch kann das bedeuten: Wenn Ihr Psoriasis-Arthritis und zusätzlich Übergewicht oder Diabetes habt, könnten solche Mittel in Zukunft doppelt nützen. Sie ersetzen aber keine Basistherapien wie Methotrexat oder Biologika, die gezielt die Gelenkzerstörung bremsen.[1][4] Im Alltag bleibt wichtig: Gewicht langsam senken, ausgewogen essen, Euch regelmäßig bewegen.[1] Sprecht mit Rheumatologin und Hausarzt, ob eine Inkretin-Therapie für Euch infrage kommt. Setzt nie eigenständig Medikamente ab. Originaltitel: Psoriasis-Arthritis: Inkretin-basierte Therapien könnten mehr bewirken als Gewichtsverlust – Deutsches Ärzteblatt Link zur Quelle
  18. ### Was zeigt die Studie? Die europäische Studie hat erwachsene Patientinnen und Patienten mit Hauterkrankungen in 17 Ländern befragt.[8] Ergebnis: Menschen mit **Hauterkrankungen** berichten **häufiger Suizidgedanken** als Menschen ohne Hauterkrankung.[2][8] Besonders betroffen sind u. a. Personen mit **Psoriasis**.[2][4][6] Wichtig: Es ging um Gedanken, nicht um tatsächliche Suizidversuche. Trotzdem zeigt das: Die seelische Belastung ist groß und ernst zu nehmen. ### Was bedeutet das für Euch im Alltag? - Wenn Ihr merkt, dass Ihr oft keinen Sinn mehr seht oder an Suizid denkt: Das ist bei Hauterkrankungen leider **nicht selten** und kein persönliches Versagen. - Sprecht Euer Hautarzt‑Team direkt darauf an. Die Autorinnen und Autoren empfehlen ausdrücklich, dass in der Dermatologie auch nach **Depression, Angst und Suizidgedanken** gefragt wird.[2][5] - Scheut Euch nicht, zusätzlich psychotherapeutische Hilfe zu nutzen. Viele Betroffene profitieren, wenn Haut und Seele gemeinsam behandelt werden. - Auch gute Kontrolle der Haut (z. B. wirksame Therapien bei Psoriasis) kann die seelische Belastung verringern.[2][4] Originaltitel: Suicidal ideation in patients with skin conditions: A multicentre European study Link zur Quelle
  19. Wenn Psoriasis-Arthritis sich trotz Therapie nicht beruhigt, leidet nicht nur der Körper. Eine Online-Umfrage aus mehreren Ländern hat Betroffene gefragt, wie sie diese schwere Lage erleben. Forschende ließen offene Antworten von einer KI auswerten. Sie schaute nach Grundgefühlen wie Freude Trauer Angst Wut Ekel und Überraschung. Das Ergebnis war hart. Die meisten Texte wirkten deutlich negativ. Vor allem Trauer und Angst standen im Vordergrund. Wer viele Probleme durch die Krankheit spürt, berichtet mehr Angst. Auch wenn Wirbelsäule oder andere Erkrankungen dazukommen, steigt die Angst. Die Studie zeigt, Ärztinnen sollten immer auch nach der Seele fragen. Originaltitel: Local LLM-based sentiment analysis of emotional patterns in complex-to-manage and treatment-resistant psoriatic arthritis. Link zur Quelle
  20. Auch das äußere Ohr kann unter entzündlichen Hautkrankheiten leiden. Dazu zählen Ekzeme, Psoriasis und selten Formen wie pityriasis rubra pilaris oder Autoimmunerkrankungen wie Lupus. Am Ohr sehen sich diese Krankheiten oft zum Verwechseln ähnlich und das gilt besonders für Psoriasis und atopische sowie seborrhoische Dermatitis. Ärztinnen und Ärzte müssen deshalb sehr genau nachfragen und die ganze Haut ansehen. In kniffligen Fällen hilft eine kleine Gewebeprobe aus der Haut. Die besondere Form des Ohrs beeinflusst, wie die Stellen aussehen und welche Therapie gut wirkt. Wer Ohrbeschwerden hat und schon eine Psoriasis oder Neurodermitis kennt sollte das immer klar beim Termin sagen. Originaltitel: Involvement of the External Ear by inflammatory Skin Diseases. Link zur Quelle
  21. Eine große Studie aus 17 Ländern hat mehr als 5000 Menschen mit Hautkrankheiten befragt. 13,7 Prozent hatten schon Suizidgedanken und 7 Prozent gaben an dass die Haut dabei eine Rolle spielt. In einer Vergleichsgruppe ohne Hautkrankheit lag der Wert bei 8,4 Prozent. Besonders gefährdet waren junge Menschen und Singles sowie Menschen mit wenig Geld oder starkem Stress. Auch stark ausgeprägte Hautkrankheiten Schübe Juckreiz oder Brennen gingen häufiger mit Suizidgedanken einher. Zu den Risikogruppen gehörten unter anderem Menschen mit Psoriasis Neurodermitis chronischem Juckreiz oder Hidradenitis suppurativa. Scham wegen der Haut und Unzufriedenheit mit dem Aussehen waren weitere Warnzeichen. Die Forschenden raten dass Hautärzte bei jedem Besuch nach Stimmung und Suizidgedanken fragen und bei Bedarf schnell Hilfe anbieten. Originaltitel: Suicidal ideation in patients with skin conditions: A multicentre European study. Link zur Quelle
  22. **Innere Psoriasis‑Behandlung bei gleichzeitigem Diabetes** Die Studie nutzte ein großes Register in Spanien, sie verfolgte Menschen mit Schuppenflechte und Diabetes über längere Zeit.[4] Untersucht wurden innere Medikamente gegen Psoriasis und wie oft dabei Probleme auftraten, die mit dem Diabetes zu tun haben.[4] Apremilast war mit den **wenigsten diabetesbezogenen Nebenwirkungen** verbunden.[4] Cyclosporin und Acitretin standen dagegen mit **häufigeren Diabetes‑Problemen** in Zusammenhang, zum Beispiel Entgleisungen des Blutzuckers.[4][6] Für Euch heißt das: Wenn Ihr Psoriasis und Diabetes habt, ist die Wahl des innerlichen Mittels besonders wichtig.[6][7] Sprecht mit Euren Ärztinnen und Ärzten über Eure Zuckerwerte und Vorerkrankungen, fragt gezielt nach blutzuckerfreundlichen Optionen wie Apremilast.[4][6] Setzt Medikamente nicht eigenständig ab, lasst Blutzucker und Blutdruck regelmäßig kontrollieren.[6] Bewegung und eine angepasste Ernährung helfen zusätzlich, sie unterstützen sowohl die Haut als auch den Diabetes.[6][7] Originaltitel: Safety Profile of Systemic Therapy for the Management of Psoriasis in Patients With Diabetes Mellitus: Data From the BIOBADADERM Prospective Cohort Link zur Quelle
  23. ### Was bedeutet die Studie für Euch? Die Autorinnen zeigen, dass Psoriasis und Hashimoto oft ein gemeinsames Problem haben: Das Gleichgewicht der Darmbakterien ist gestört und die Darmwand wird durchlässiger. Dadurch gelangen bakterielle Stoffe ins Blut und feuern das Abwehrsystem an. Das kann Entzündungen in Haut und Schilddrüse verstärken.[1][3][4] Für Euch heißt das: Der Darm ist ein wichtiges Mit‑Organ. Eine vielfältige Darmflora mit vielen Ballaststoffen aus Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkorn kann die Entzündung eher bremsen. Stark verarbeitete Produkte viel Zucker und Alkohol können sie eher anheizen.[3][6] Auch Probiotika und fermentierte Lebensmittel werden als Ergänzung diskutiert. Die Daten sind noch nicht eindeutig, erste Studien zeigen aber teils geringere Entzündungswerte und bessere Hautwerte.[1][4][6] Wichtig: Das ersetzt keine ärztliche Behandlung. Es kann Eure Therapie sinnvoll unterstützen. Originaltitel: The Gut–Skin and Gut–Thyroid Axis in Autoimmunity: Roles of Dysbiosis, Microbial Metabolites, Immune Dysregulation, and Diet in Psoriasis and Hashimoto’s Thyroiditis | MDPI Link zur Quelle
  24. ### Was untersucht die HELIA‑Studie? Die HELIA‑Studie prüft ein Online Programm für Menschen mit Rheuma oder Psoriasis Arthritis in niedriger Krankheitsaktivität.[6] Das Programm dauert sechs Monate mit weiterer Begleitung. Es geht um vier Bereiche: Ernährung, Bewegung, Entspannung und Schlaf.[6] Die Teilnehmenden erhalten eine Ernährung ähnlich der Mittelmeer Kost mit wenig verarbeiteten Lebensmitteln.[6] Dazu kommen Online Treffen in der Gruppe und Einzel Coaching.[6] Die Vergleichsgruppe bekommt nur allgemeine Ernährungs Tipps wie in der üblichen Versorgung.[6] Nach zwölf Monaten wird geschaut, wie viele Menschen in Remission sind oder ihre Medikamente sicher reduzieren konnten.[6] Auch Lebensqualität, Beschwerden und Kosten der Behandlung werden geprüft.[6] Für Euch heißt das: Es wird systematisch geprüft, ob eine gut begleitete Lebensstil Änderung zusätzlich zu den Medikamenten helfen kann.[6] Die Ergebnisse liegen noch nicht vor. Ihr könnt aber schon jetzt mit Eurem Behandlungsteam über Ernährung, Bewegung, Entspannung und Schlaf sprechen. Originaltitel: Effect of an Online, Interactive Lifestyle Intervention Program on 12-Month Disease Management Outcomes: Protocol for The Healthy Living in Inflammatory Arthritis (HELIA) Randomized Controlled Trial Link zur Quelle
  25. ### BeNeBio-Studie: Weniger Biologika bei stabiler Psoriasis In der BeNeBio‑Studie wurden Menschen mit Psoriasis untersucht, deren Haut unter IL‑17‑ oder IL‑23‑Hemmern seit längerer Zeit gut ruhig war.[2][3] Die Ärztinnen und Ärzte haben die Spritzabstände schrittweise verlängert, bis zu etwa halber üblicher Dosis.[1][2][3] Die Krankheit wurde eng kontrolliert. Bei Verschlechterung wurde sofort zur vorherigen Dosis zurückgegangen.[2][6] Für Euch kann das bedeuten: Wenn Eure Psoriasis unter einem IL‑17‑ oder IL‑23‑Hemmer sehr gut eingestellt ist, könnte eine vorsichtige Dosisreduktion möglich sein. Das kann weniger Spritzen, weniger Medikament im Körper und oft auch weniger Praxisbesuche bedeuten. Wichtig: Bitte niemals selbst die Dosis ändern. Sprecht Euer Behandlungsteam an, wenn Eure Haut über viele Monate stabil ist. Achtet auf neue Flecken oder Juckreiz und haltet Veränderungen zum Beispiel mit Fotos fest. Hautpflege, Stressreduktion und ein gesunder Lebensstil bleiben weiter wichtig. Originaltitel: Dose Reduction of IL17 and IL23 Inhibitors in Psoriasis (BeNeBio study): An International, Pragmatic, Multicentre, Randomised, Controlled, Non-Inferiority Trial Link zur Quelle

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