Dr. Google gibt nicht immer richtige Infos und viele Menschen mit Hautproblemen schauen inzwischen lieber auf Social Media nach Rat[8]. Es gibt aber immer noch wenige Hautärzte, die sich aktiv mit eigenen Beiträgen dort zeigen[1]. Wenn sie es tun, können sie eine große Zielgruppe erreichen und Patienten besser aufklären. Sie klären über neue Behandlungen auf und geben Tipps, die vorher nur Fachleute kannten[1].
Das Problem: Es gibt auch viel Unsinn im Netz. Nicht jede Influencerin ist wirklich Expertin, obwohl sie Tipps zur Hautpflege gibt[5]. Für Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis-Arthritis ist das gefährlich. Falsche Infos können nämlich dazu führen, dass man seine Haut nicht richtig behandelt oder Hoffnungen auf Wunder-Methoden hat, die nicht funktionieren[2]. Dermatologen auf Social Media können helfen, das zu verhindern. Sie können die wichtigsten Themen ehrlich und verständlich erklären. So finden sich auch Patienten mit seltenen Hautkrankheiten schneller in einer Community, die versteht, was sie wirklich brauchen[1].
Social Media kann aber auch Nachteile haben. Hautärzte stecken viel Zeit in ihre Accounts und müssen aufpassen, dass sie nie die Grenzen zur Werbung oder zu Freundschaften mit Patienten verwischen. Außerdem ist es schwer, alle Hautthemen gleich viel Aufmerksamkeit zu geben. Die meisten Menschen klicken lieber auf Beiträge zu Pickeln oder Falten als auf Schuppenflechte[3]. Trotzdem lohnt es sich, wenn Fachleute online aktiv sind. Sie können so Vertrauen schaffen, Falschinformationen entgegentreten und mit Betroffenen auf Augenhöhe reden[1][2].
Wer als Patient auf Social Media unterwegs ist, sollte genau hinschauen: Wer schreibt das? Gibt derjenige offen an, ob er einen Facharzt-Titel hat? Oder steht vielleicht doch Beauty statt Medizin im Vordergrund? Hautärzte sind auch gefragt, sich stärker online zu engagieren, damit richtige Infos auf TikTok, Instagram und Co. ankommen[1].
Originaltitel: Integrating social media into modern dermatology – a cross‐sectional study
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## Schlechter Schlaf erhöht Psoriasis-Risiko
Eine große Studie aus Großbritannien hat untersucht, ob schlechter Schlaf das Risiko für Psoriasis erhöht. Die Forscher haben dafür Daten von über 500.000 Menschen ausgewertet[4].
Die Wissenschaftler schauten sich verschiedene Schlaf-Faktoren an: Wann jemand am liebsten schläft, wie lange er schläft, ob er Schlafprobleme hat, ob er schnarcht und ob er tagsüber müde ist. Aus diesen Faktoren bildeten sie Gruppen mit gutem und schlechtem Schlafmuster.
Das Ergebnis: Menschen mit schlechten Schlafgewohnheiten bekommen häufiger Psoriasis. Das gilt besonders für Frauen[4]. Die Forscher berücksichtigten dabei auch die genetische Veranlagung der Teilnehmer.
## Was bedeutet das für Betroffene?
Die Verbindung zwischen Schlaf und Psoriasis funktioniert in beide Richtungen. Schlechter Schlaf kann Psoriasis auslösen oder verschlimmern[1]. Umgekehrt stört Psoriasis oft den Schlaf, vor allem wenn sie stark juckt oder schmerzt[1].
Besonders Menschen mit Psoriasis-Arthritis haben häufig Schlafprobleme. Sie schlafen schlechter als Menschen mit Psoriasis ohne Gelenkbeteiligung[1].
Auch Schlafapnoe spielt eine Rolle. Menschen mit Psoriasis haben ein erhöhtes Risiko für Schlafapnoe[2]. Je schwerer die Psoriasis ist, desto höher ist dieses Risiko[2].
Originaltitel: Associations of sleep pattern and genetic risk with late-onset psoriasis: A large prospective cohort study
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Viele Menschen setzen heute auf **ätherische Öle** als natürliche Alternative zu künstlichen Stoffen in Hautpflegeprodukten. Studien zeigen: Teebaumöl hilft gut gegen Akne, Lavendel und Rosmarin wirken entzündungshemmend und können sogar gegen Hautalterung helfen. Auch Extrakte aus Kamille oder Hanf verbessern die Hautgesundheit[2][3].
Wichtig ist aber: Die Qualität und Anwendung ist oft sehr unterschiedlich, manchmal gibt es zu wenig große Studien. Bei manchen Ölen wie Lavendel, Pfefferminze oder Teebaumöl kann es außerdem zu Hautreizungen kommen. Die meisten Menschen vertragen ätherische Öle gut, doch Allergien oder Hautreaktionen sind möglich. Deshalb sollte man neue Produkte erst an einer kleinen Hautstelle testen und nicht zu viel auf einmal auftragen[2][4].
Mehr Forschung ist nötig, bevor Ärzte ätherische Öle eindeutig empfehlen können. Wer sie nutzt, achtet am besten auf gute Qualität und vernünftige Anwendung.
Originaltitel: Frontiers | Evaluating efficacy, safety, and innovation in skin care applications of essential oils: a systematic review
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Menschen mit Hidradenitis suppurativa (HS) sind oft unzufrieden mit ihrer medizinischen Behandlung. Nur etwa ein Drittel der Betroffenen gibt der Versorgung eine gute Note, bei Psoriasis sind es deutlich mehr[1]. Gründe für die schlechte Zufriedenheit sind zum Beispiel wenig Infos über die Krankheit, seltene Termine bei Hautärzt:innen und fehlende wirksame Medikamente[1][2]. Zufriedener sind Patient:innen, wenn die Behandlung regelmäßig beim Hautarzt stattfindet und moderne Wirkstoffe, wie Biologika, eingesetzt werden[1][2]. Faktoren wie Rauchen, häufige Krankheitsschübe und zusätzliche Krankheiten verschlechtern die Zufriedenheit[2]. Wer gut aufgeklärt ist und öfter beim Hautarzt vorbeischaut, ist oft zufriedener – aber das beste Ergebnis schafft eine wirksame Therapie[1][2].
Originaltitel: Determinants of Satisfaction with Medical Care for Hidradenitis Suppurativa: Results from a Multicentre Survey in Germany.
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Bimekizumab hilft Menschen mit Psoriasis sehr zuverlässig, egal wie alt sie sind, welches Geschlecht sie haben oder wie schwer ihre Krankheit ist. In Studien hatten etwa 70 von 100 Patient:innen nach drei Jahren ganz klare Haut – und das in allen untersuchten Gruppen. Das Ergebnis galt auch für Menschen, die schon andere Biologika bekommen hatten oder Nägel befallen waren. Im Vergleich zu anderen Wirkstoffen wie Adalimumab, Ustekinumab oder Secukinumab schnitt Bimekizumab in allen Gruppen besser ab[3][2].
Originaltitel: Bimekizumab Efficacy in Psoriasis by Subgroups: Post Hoc Analysis of Phase 3/3b Clinical Trials.
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Menschen mit **Psoriasis** oder anderen Autoimmunerkrankungen fragen sich oft, ob sie ein höheres Risiko für Darmkrebs haben. Eine große Studie mit über 120.000 Teilnehmenden zeigt: Nur Menschen mit **chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen** (wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Darmkrebs. Für Psoriasis, rheumatische Erkrankungen, Typ-1-Diabetes oder Hashimoto konnte kein klarer Zusammenhang gefunden werden. Wer also „nur“ an Psoriasis leidet, braucht sich wegen Darmkrebs keine größeren Sorgen machen als andere[3].
Originaltitel: Association between autoimmune disease and colorectal cancer: a retrospective case-control study of 120 876 patients.
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Eine Studie aus der Schweiz untersuchte den Zusammenhang zwischen Wetter und Krankheitsaktivität bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis (RA), psoriatischer Arthritis (PsA) und ankylosierender Spondyloarthritis (AS). Von 238 Patienten gaben 45 % an, wetterempfindlich zu sein. Die Studie fand eine schwache negative Korrelation zwischen Luftdruck und Krankheitsaktivität, aber keine bedeutenden Auswirkungen des Wetters auf die Krankheitsschwere. Die Ergebnisse zeigen, dass Wetter nur ein geringer Faktor für die Krankheitsaktivität ist[1].
Originaltitel: Meteorosensitivity of patients with rheumatic musculoskeletal diseases.
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Sonelokimab ist ein neuartiges Medikament gegen Psoriasis-Arthritis, das gezielt zwei Entzündungsbotenstoffe, IL-17A und IL-17F, blockiert[1][2]. In einer Studie mit über 200 Teilnehmenden verbesserte Sonelokimab Gelenkschmerzen, Schwellungen und Hautsymptome deutlich stärker als ein Placebo[1]. Schon nach 12 Wochen hatte fast die Hälfte der Behandelten eine spürbare Verbesserung, nach 24 Wochen erreichten bis zu 60 % das Ziel „minimale Krankheitsaktivität“[1][2]. Die häufigsten Nebenwirkungen waren leichte Erkältungen und Reizungen an der Injektionsstelle[1]. Das neue Medikament wurde gut vertragen und viele Patientinnen und Patienten profitierten deutlich.
Originaltitel: Sonelokimab, an IL-17A/IL-17F-inhibiting nanobody for active psoriatic arthritis: a randomized, placebo-controlled phase 2 trial.
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Nach einer großen Analyse von Daten aus über 24 Millionen Menschen haben Forschende herausgefunden: Wer COVID-19 hatte, hat im ersten Jahr danach ein deutlich höheres Risiko für einige Autoimmun-Erkrankungen wie Psoriasis, Rheumatoide Arthritis und Mischkollagenose. Zum Beispiel war das Risiko für Psoriasis nach COVID-19 um etwa 45 Prozent höher als ohne Infektion. Das gilt aber nicht für alle Erkrankungen. Vieles ist noch unklar, deshalb sollte man die Ergebnisse vorsichtig bewerten[2].
Originaltitel: Risk of Autoimmune Rheumatic Diseases following COVID-19: A Systematic Review and Meta-Analysis.
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Psoriasis-Patienten ohne Gelenkbeschwerden können trotzdem erste Anzeichen für eine beginnende Psoriasis-Arthritis haben. In einer Studie entwickelten über die Hälfte der Teilnehmer mit meist mildem Psoriasis im Verlauf Muskel- oder Gelenkbeschwerden[4]. Wer zu Beginn einen höheren BMI, mehr Schmerzen und mehr Müdigkeit angab, hatte ein erhöhtes Risiko. Im Ultraschall fiel vor allem eine Schleimbeutelentzündung an den Sehnenansätzen als Warnsignal auf. Das zeigt: Auch ohne offensichtliche Beschwerden lohnt sich ein genauer Blick—besonders bei Übergewicht, Müdigkeit und Schmerzen[4].
Originaltitel: Clinical and ultrasound features of a cohort of psoriasis patients without musculoskeletal symptoms: a prospective and multicentre study.
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Viele Menschen mit rheumatoider Arthritis oder Psoriasis-Arthritis nehmen Medikamente, die das Immunsystem bremsen, sogenannte **csDMARDs**. Wer lange in Remission ist, also kaum Beschwerden hat, fragt sich oft: Kann ich die Medikamente reduzieren oder sogar absetzen?
Ein aktuelles Forschungsprotokoll will genau das untersuchen[3]. Es soll zeigen, welche Vorteile und Risiken es gibt, wenn man die Dosis senkt oder ganz aufhört. Erste Übersichten zeigen: Nach dem Absetzen bleiben nur etwa 10 bis 20 Prozent der Patientinnen und Patienten ohne Rückfall[1]. Viele erleben einen Schub, wenn das Medikament wegfällt.
Ob ein Versuch sinnvoll ist, hängt daher vom Einzelfall ab. Wichtig ist, vor einem Absetzversuch immer gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt abzuwägen, was möglich ist und wie ein Rückfall schnell erkannt wird.
Originaltitel: Dose reduction and discontinuation of conventional synthetic disease‐modifying anti‐rheumatic drugs (DMARDs) for people with rheumatoid arthritis or psoriatic arthritis in remission or low disease activity
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Frauen mit Psoriasis-Arthritis haben meistens stärkere Gelenkprobleme, mehr Schmerzen und fühlen sich oft eingeschränkter als Männer[1]. Männer haben dagegen häufiger ausgeprägte Haut- und Nagelveränderungen. Frauen brechen ihre Medikamente gegen Psoriasis-Arthritis schneller ab: Nach einem Jahr setzt fast jede Zweite die erste Biologika-Therapie ab, bei Männern nur etwa jeder Dritte[1]. Frauen hören vor allem wegen Nebenwirkungen auf, bei Männern sind fehlende Wirkung oder eine lange beschwerdefreie Zeit die Hauptgründe[1]. Insgesamt erleben Frauen mehr Nebenwirkungen, aber bei Männern gibt es öfter schwerwiegende Vorfälle. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen und Männer unterschiedlich behandelt werden sollten, damit alle möglichst gut von den Therapien profitieren[1].
Originaltitel: Real-world sex differences in treatment persistence and reasons for discontinuation in psoriatic arthritis patients: results from the German RABBIT-SpA register
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Unsere Haut ist von Milliarden Bakterien, Pilzen und anderen Winzlingen besiedelt, dem sogenannten **Mikrobiom**[1][2]. Diese Mitbewohner helfen, die Haut gesund zu halten und wehren schädliche Keime ab. Besonders auf dem Gesicht mischen verschiedene Gruppen wie **Staphylococcus** und **Cutibacterium** mit[1][2]. Sie kämpfen gegen Eindringlinge und stärken die Abwehr.
Ist das Gleichgewicht gestört, können Krankheiten wie Neurodermitis oder Rosazea auftreten[1][2]. Bei Neurodermitis finden sich oft zu viele **Staphylococcus aureus** auf der Haut. Das schwächt die Abwehrstoffe und macht die Haut anfälliger. Bei Rosazea reagiert die Haut über, das Immunsystem schüttet mehr Entzündungsstoffe aus, oft durch spezielle Rezeptoren der Hautzellen angestachelt.
Auch Pilze wie **Malassezia** können Entzündungen fördern. Wer die Rolle des Mikrobioms besser versteht, kann Hautprobleme gezielter behandeln[1][2].
Originaltitel: The Role of Skin Microbiota in Facial Dermatoses and Related Factors: A Narrative Review
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Eine neue Studie zeigt: Therapien, die auf die Darmflora zielen, könnten Menschen mit Psoriasis ein bisschen helfen. Die Auswertung von acht Studien mit 409 Teilnehmenden ergab, dass sich die Hautsymptome nach solchen Behandlungen leicht verbesserten. Besonders gut schnitt die Methode bei Behandlungen mit Antibiotika ab, bei Therapiedauern unter drei Monaten sowie bei Menschen mit Plaque-Psoriasis und in Asien.
Die Lebensqualität und Entzündungswerte wie CRP änderten sich aber nicht wesentlich. Auch Nebenwirkungen traten mit der neuen Methode nicht häufiger auf als bei anderen Behandlungen. Das Ergebnis: Die Behandlung ist vermutlich sicher und bringt einen kleinen Vorteil für die Haut, aber große Wunder sollte man nicht erwarten.
Ob die Methode wirklich hilft und für wen sie am besten geeignet ist, muss noch genauer erforscht werden. Bisher sind die Studien klein, und oft kommen die Ergebnisse nur aus einer Region.
Originaltitel: Efficacy and safety of gut microbiota-targeted therapy in patients with psoriasis: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials
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Cannabidiol, kurz **CBD**, ist ein Stoff aus der Hanfpflanze, der nicht berauschend wirkt[1][2]. In der Hautpflege gilt CBD als echtes Multitalent: Es kann Entzündungen lindern, wirkt antioxidativ, antibakteriell und hilft sogar gegen Juckreiz[1][2][3].
Studien zeigen, dass CBD bei Hautkrankheiten wie **Psoriasis**, Akne oder Neurodermitis hilfreich sein kann[1][2][3]. Es beruhigt die Haut, unterstützt die Wundheilung und soll sogar Haarausfall mindern[1][2]. Außerdem schützt es vor Umweltschäden, weil es oxidative Prozesse abfängt und die Kollagenbildung unterstützt[1][2].
Es gibt jedoch noch offene Fragen: CBD-Cremes müssen gut einziehen, stabil bleiben und es gibt noch keine einheitlichen Regeln, wie die Produkte geprüft werden[1][2]. Deshalb: CBD ist spannend, aber bevor du dich darauf verlässt, warte lieber noch auf weitere Forschungen.
Originaltitel: Cannabidiol in Skin Health: A Comprehensive Review of Topical Applications in Dermatology and Cosmetic Science
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Etwa ein Drittel der Menschen mit Psoriasis-Arthritis in Europa hat laut einer großen Studie Veränderungen im Kreuzbein-Darmbein-Gelenk, auch bekannt als Sakroiliakalgelenk[1]. Besonders häufig sieht man auf dem MRT Schwellungen im Knochenmark, sogenannte Knochenmarködeme, zudem Erosionen und Fettablagerungen[1]. Diese treten meist auf beiden Seiten auf. Manche dieser Auffälligkeiten wie größere Knochenmarködeme oder Verwachsungen im Gelenk gibt es fast nur bei den Patienten, bei denen das MRT wirklich eine axiale Beteiligung zeigt.
Interessant: Viele der Betroffenen spüren gar keinen Rückenschmerz, obwohl das Gelenk betroffen ist[1][2]. Männer, Menschen mit dem Gen HLA-B27, einem erhöhten Entzündungswert (CRP) und einer Vorgeschichte von entzündlichem Rückenschmerz haben häufiger eine axialen Beteiligung[1]. Auch Röntgenaufnahmen können bei manchen zeigen, dass das Gelenk wie bei Morbus Bechterew verändert ist.
Das Ergebnis der Studie ist klar: Ein MRT kann helfen, früh zu erkennen, ob das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk betroffen ist. So kann man schwere Verläufe besser verhindern und die Therapie individuell anpassen[1][2].
Originaltitel: Sacroiliac joint involvement in psoriatic arthritis – MRI, radiographic and clinical findings in 581 European routine care patients
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Frauen mit Psoriasis-Arthritis brechen ihre Medikamente öfter ab als Männer, oft weil sie mehr Nebenwirkungen spüren[1][2][3]. Nach einem Jahr sind nur noch 52 % der Frauen, aber 68 % der Männer bei ihrer ersten Therapie[1]. Frauen haben stärkere Gelenkbeschwerden und berichten öfter über Schmerzen und Einschränkungen; Männer dagegen haben meist mehr Hautprobleme und Nagelpsoriasis[1][2]. Männer steigen häufiger wegen mangelnder Wirkung oder Besserung aus, Frauen eher wegen unerwünschter Wirkungen[1]. Obwohl Frauen mehr Nebenwirkungen haben, melden Männer doppelt so viele schwere Fälle[1]. Das zeigt: Die Behandlung von Psoriasis-Arthritis sollte stärker an die Bedürfnisse beider Geschlechter angepasst werden[1][2].
Originaltitel: Real-world sex differences in treatment persistence and reasons for discontinuation in psoriatic arthritis patients: results from the German RABBIT-SpA register.
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Menschen mit Psoriasis, Psoriasis arthritis und systemischem Lupus brauchen oft mehrere Medikamente. Kombiniert man **Deucravacitinib**, **Mycophenolat-Mofetil** und **Hydroxychloroquin**, kann das die Haut und die Gelenke wirksam beruhigen[1][2][3]. Deucravacitinib hilft bei Hautschuppen und schmerzenden Gelenken, Mycophenolat-Mofetil bremst das Immunsystem gezielt und Hydroxychloroquin schützt vor Entzündungen beim Lupus. Studien zeigen, dass diese Mischung bei Patienten funktioniert, die mehrere Erkrankungen gleichzeitig haben. So lassen sich Beschwerden gut steuern, wenn Ärzte gemeinsam den Plan an die einzelne Person anpassen[2][3][4].
Originaltitel: Effective management of psoriasis and psoriatic arthritis in a patient with systemic lupus erythematosus using deucravacitinib, mycophenolate mofetil and hydroxychloroquine
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Eine 32-jährige Frau mit schwerer Psoriasis, Psoriasis arthritis und Lupus bekam zuerst Hydroxychloroquin, Mycophenolat-Mofetil und Belimumab[2][3]. Ihre Psoriasis verschlechterte sich trotzdem, weil die Lupus-Medikamente eher B-Zellen und bestimmte Antikörper hemmen, während Psoriasis andere Signalwege braucht[2]. Dann setzte sie Belimumab ab und nahm stattdessen Deucravacitinib, einen selektiven TYK2-Hemmer, einmal täglich[2]. Nach 3 Monaten waren ihre Haut und Gelenke praktisch beschwerdefrei, sie hatte kein Lupus-Schub und keinen spürbaren Nebenwirkungen[2][3]. Deucravacitinib könnte also eine wirksame Therapie sein, wenn mehrere Autoimmunerkrankungen gleichzeitig vorliegen[2].
Originaltitel: Effective management of psoriasis and psoriatic arthritis in a patient with systemic lupus erythematosus using deucravacitinib, mycophenolate mofetil and hydroxychloroquine.
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Beim GRAPPA 2024 Meeting in Seattle ging es um neue Forschung zu Psoriasis und Psoriasis-Arthritis[3]. Junge Wissenschaftler konnten ihre Projekte vorstellen. Es gab 27 Bewerbungen aus 14 Ländern, davon wurden vier besonders spannende Projekte mit Geld unterstützt[3]. Die Themen reichten von klinischen Studien bis Grundlagenforschung. Zum Beispiel ging es darum, neue Marker für die Krankheit zu finden oder moderne Ultraschallgeräte zu testen[1]. Das Ziel: Krankheiten früher erkennen und besser behandeln. Die Atmosphäre war offen, Fragen stellen war ausdrücklich erwünscht[1]. Der Austausch zwischen Forschern soll helfen, die Versorgung für Patienten immer weiter zu verbessern.
Originaltitel: GRAPPA 2024 Meeting: Advances in Psoriatic Disease Research From Pilot Grant Awardees.
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In den letzten 50 Jahren ist die Forschung zu Medikamenten gegen Psoriasis regelrecht explodiert. 1975 gab es nur 9 Veröffentlichungen, 2024 waren es über 1600. Am meisten geforscht haben die USA, aber Kanada glänzt durch viele Zitate pro Studie. Weltweit arbeiten heute Forscher*innen aus über 70 Ländern zusammen und neue Wirkstoffe stehen im Fokus. Früher ging es vor allem um die Grundlagen des Immunsystems, inzwischen entwickeln Fachleute gezielt Medikamente wie TNF-Alpha-Hemmer oder moderne Wirkstoffe, die Interleukin-17 und -23 oder den Januskinase-Weg blockieren. Dadurch ist Psoriasis-Forschung zum Vorbild für personalisierte Behandlungen bei vielen Immunerkrankungen geworden[2].
Originaltitel: Tracing Five Decades of Psoriasis Pharmacotherapy: A Large-Scale Bibliometric Investigation with AI-Guided Terminology Normalization.
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Eine neue Studie untersucht die Beteiligung der Sacroiliac-Joints bei Psoriasis-Arthritis in Europa. Bei 581 Patienten ergab sich, dass 31 % Anzeichen für eine Entzündung in diesen Gelenken im MRI zeigen. Häufige Veränderungen waren Knochenmarködem, Erosionen und Fettveränderungen, oft beidseitig. Männer, HLA-B27-Positive und erhöhte CRP-Werte erhöhen das Risiko für diese Veränderungen. Die Studie fördert die Verwendung von MRI zur frühen Erkennung dieser Entzündungen[3].
Originaltitel: Sacroiliac joint involvement in psoriatic arthritis - MRI, radiographic and clinical findings in 581 European routine care patients.
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Eine Studie aus Deutschland hat geprüft, wie gut das Immunsystem von Menschen mit mittlerer bis schwerer Psoriasis auf eine Impfung gegen Pneumokokken anspringt[1]. Die Patientinnen und Patienten bekamen zuerst Prevenar 13 (PCV13), danach Pneumovax 23 (PPSV23). Die Forscher haben die T-Zell-Reaktion auf verschiedene Formen des Bakteriums über sieben Monate beobachtet[1]. Besonders Personen, die Medikamente wie TNF-Blocker, Biologika (gegen IL-12/23, IL-23, IL-17) oder Methotrexat bekommen, zeigten bei manchen Bakterienformen unterschiedliche Immunreaktionen[1]. Insgesamt waren manche Reaktionen stark, andere eher schwach. Die Menge der gebildeten Antikörper passte nicht immer zu den T-Zell-Antworten[1]. Das zeigt: Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems beeinflussen, wie gut die Impfung wirkt. Weitere Forschung ist nötig, um die genauen Abläufe zu verstehen[1].
Originaltitel: Evaluation of T-Cell Responses Following Sequential Vaccination with PCV13 and PPSV23 Against <i>Streptococcus pneumoniae</i> in Patients with Psoriasis.
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Mit einer neuen Methode namens Multi-Antigen-Analyse haben Forschende die Immunzellen in der Haut von Menschen mit Psoriasis und chronischem Ekzem verglichen. Sie fanden heraus, dass sich bestimmte Immunzellen – sogenannte dendritische Zellen – bei beiden Krankheiten unterscheiden.
Im Ekzem tauchen besonders viele monozyten-ähnliche Zellen mit den Merkmalen **CD14, CD63 und CD163** auf, die etwa viermal häufiger vorkommen als bei Psoriasis[1]. Bei Psoriasis dagegen sieht man mehr Zellen mit den Markern **CD14, CD1a und CD11c**[1]. Diese Unterschiede helfen, die Diagnosen genauer zu stellen und könnten in Zukunft für gezieltere Therapien sorgen.
Originaltitel: CD163/CD63+ Monocyte-Derived DC Profiled in Tissue by Multi-Antigen Analysis (MAA) Discriminate Chronic Eczema and Psoriasis.
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Forscher haben winzige Teilchen aus der Hagebutte, sogenannte **Nanopartikel**, untersucht, die gegen die Entzündung bei Psoriasis helfen könnten. Diese Teilchen sind nur etwa 100 Nanometer groß – das ist rund tausendmal kleiner als ein Sandkorn.
Die Nanopartikel aus der Hagebutte wurden von Hautzellen gut aufgenommen. Sie konnten das Wachstum der Zellen bremsen, das bei Schuppenflechte sonst außer Kontrolle gerät. Außerdem senkten sie wichtige Entzündungsstoffe wie **Interleukin-1β** und **Interferon-γ**. In einem Mausmodell, das Psoriasis nachmacht, hemmten sie die Verdickung der Haut und das Eindringen von Immunzellen.
Die Forscher meinen: Diese **Hagebutten-Nanopartikel** könnten durch ihre antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkstoffe ein **natürliches Mittel gegen Psoriasis** werden. Sie bekämpfen gleichzeitig zwei Hauptprobleme – Stress für die Zellen und das überschießende Hautwachstum[1].
Originaltitel: Therapeutic Potential of Rose Hip-Derived Nanoparticles for Psoriatic Skin Inflammation
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