In klinischen Studien zu Psoriasis kommt es oft zu **Unterschieden bei den Teilnehmern**. Eine große Analyse von über 1.700 Studien zeigt: Vor allem das Einkommen des Landes, in dem die Studie läuft, spielt eine wichtige Rolle beim Thema **Therapietreue**[2].
In ärmeren Ländern brechen ähnlich viele Leute die Behandlung ab, egal um welche Studie es geht. In reicheren Ländern hängt es aber zum Beispiel davon ab, wie streng die Einhaltung kontrolliert wird, wie viele Teilnehmende mitmachen und wie schwer die Krankheit bei Start der Studie ist. Generell halten sich Menschen in ärmeren Ländern eher an die Vorgaben.
Das bedeutet: Man kann die Ergebnisse aus Ländern wie Deutschland nicht einfach auf andere Länder übertragen. Für jede Region sind **eigene Studien wichtig**, damit die Behandlung auch wirklich passt[2].
Originaltitel: Participant heterogeneity of psoriasis interventional trials
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Eine 16-wöchige **Mittelmeerdiät** kann die **Schwere der Psoriasis** deutlich senken im Vergleich zu einer fettarmen Ernährung[1]. In einer Studie aus Spanien aßen 19 Menschen nach persönlichen Beratungen und mit Olivenöl-Unterstützung mediterran. Fast die Hälfte von ihnen erreichte eine **deutliche Verbesserung der Haut** (PASI 75), deutlich mehr als in der Kontrollgruppe[1].
Teilnehmende berichteten auch von **besserer Lebensqualität, besserem Schlaf und weniger Ängsten**[1]. Die Blutwerte verbesserten sich teils, aber das Gewicht blieb gleich. Die Studie war zwar klein und lief nur in einer Klinik, trotzdem zeigt sie: Gesund essen, wie in Südeuropa üblich, kann bei Schuppenflechte mehr bringen als gedacht[1].
Wer sich also mediterran ernährt, tut nicht nur seinem Herzen, sondern vielleicht auch seiner Haut etwas Gutes.
Originaltitel: Mediterranean Diet and Patients With Psoriasis
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Eine große Studie hat untersucht, wie sich verschiedene Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko für Psoriasis-Arthritis auswirken können. Das Team fand fünf Gewohnheiten, die mit einem geringeren Risiko zusammenhängen: **Rotwein trinken, Alkohol insgesamt (in Maßen), Käse essen, regelmäßiger Alkoholkonsum** und **Entkoffeinierten Kaffee** trinken[1].
Die Forscher schauten sich auch an, was da im Körper genau passiert. Bei Rotwein spielen bestimmte Vitamin-E-Arten (Gamma- und Beta-Tocopherol) und Zitrat eine Rolle. Beim Käse sind vor allem Arginin (eine Aminosäure) und das Verhältnis von Phosphat zu Threonin (ebenfalls eine Aminosäure) wichtig. Wer gerne entkoffeinierten Kaffee trinkt, hat auffällige Veränderungen bei den Aminosäuren Glutamat, Alanin und Ornithin.
Das zeigt: Bestimmte Nahrungsmittel wirken sich wohl über bestimmte Stoffwechselprodukte im Blut auf die Entstehung von Psoriasis-Arthritis aus. Vielleicht kann eine gezielte Ernährung helfen, das Risiko zu senken[1].
Originaltitel: The mediating role of key amino acid and vitamin metabolite ratios in the effects of 5 dietary habits on psoriatic arthritis: A Mendelian randomization study
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Viele Menschen mit Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis brauchen besondere Medikamente, um ihre Beschwerden zu lindern. Eine neue Studie aus Schweden und Deutschland hat untersucht, wie diese Medikamente im echten Leben eingesetzt werden.
Es zeigte sich: Menschen mit Psoriasis-Arthritis sind meist älter und häufiger Frauen als Menschen mit axialer Spondyloarthritis. In Schweden sind die Patienten jünger und haben weniger weitere Krankheiten als in Deutschland. Viele leiden zusätzlich an Psoriasis, Bluthochdruck oder Gelenkschmerzen.
Die meisten starten mit modernen Medikamenten, die das Immunsystem beeinflussen. In Schweden bekommen Betroffene häufiger Anti-TNF-Mittel als in Deutschland. Das Medikament Secukinumab wird am häufigsten eingesetzt, manchmal sogar in höherer Dosis, besonders in Deutschland. Auch Ixekizumab und Guselkumab kommen zum Einsatz, manchmal mit mehr als der empfohlenen Dosis.
Die Behandlung unterscheidet sich also je nach Land, Alter und weiteren Krankheiten. Künftige Forschung soll helfen, die Therapie noch besser an die Bedürfnisse der Patienten anzupassen[1].
Originaltitel: Real-World Utilization of Biologic and Targeted Synthetic Disease-Modifying Anti-rheumatic Drugs in Psoriatic Arthritis and Axial Spondyloarthritis: Insights from Sweden and Germany
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Psoriasis-Arthritis, kurz PsA, ist mehr als nur eine Begleiterscheinung der Schuppenflechte. Obwohl schon im 19. Jahrhundert Ärzte erste Fälle beschrieben, dachte lange niemand an eine eigene Krankheit. Erst ab den 1950er Jahren wurde klar: Psoriasis-Arthritis ist eine eigenständige Erkrankung[1][2][3].
Anfangs galten die Gelenkbeschwerden als harmlos. Heute weiß man, dass PsA oft schwer verläuft. Sie kann Gelenke zerstören, die Beweglichkeit einschränken und das Leben verkürzen. Häufig gibt es noch andere gesundheitliche Probleme gleichzeitig, zum Beispiel Herz-Kreislauf-Erkrankungen[1].
Die Forschung hat in den letzten 50 Jahren große Fortschritte gemacht. Dank neuer Medikamente und besserer Untersuchungsmethoden geht es vielen Betroffenen heute besser. Trotzdem gibt es noch Herausforderungen, die in Zukunft gelöst werden müssen, damit alle Patientinnen und Patienten gut leben können[1].
Originaltitel: The Road to a New Horizon in Psoriatic Arthritis
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Menschen mit Psoriasis-Arthritis haben oft entzündete Gelenke. Die Untersuchung mit **optischer Spektraltransmission (OST)** zeigt bei ihnen deutlich höhere Werte als bei gesunden Personen. Das heißt, OST erkennt Entzündungen an den Fingern und Handgelenken ziemlich zuverlässig[2]. In der Studie mit 100 Betroffenen und 100 Gesunden ließen sich die Ergebnisse von OST klar mit anderen Krankheitszeichen und Ultraschallwerten vergleichen. OST kann also helfen, aktive Entzündungen sichtbar zu machen und unterscheidet gut zwischen Gelenken mit und ohne Entzündung[2].
Originaltitel: Inflammation assessment in psoriatic arthritis via optical spectral transmission: correlations with clinical markers and musculoskeletal ultrasound.
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Wer eine mittelschwere bis schwere Schuppenflechte hat, kann heute aus vielen verschiedenen Biologika wählen. Diese Medikamente wirken gezielt auf das Immunsystem und verbessern Haut und Lebensqualität oft deutlich. Laut einer großen Studie helfen alle geprüften Biologika besser als ein Scheinmedikament. Besonders Tildrakizumab wirkt ähnlich gut wie Risankizumab und Guselkumab, bei den Nebenwirkungen haben alle Biologika kein erhöhtes Risiko für schwere Probleme gezeigt[1][4].
Originaltitel: Correction: Biologics for the Treatment of Moderate-to-Severe Plaque Psoriasis: A Systematic Review and Network Meta-analysis.
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Icotrokinra ist ein neues, tägliches Medikament gegen mittelschwere bis schwere Plaque-Psoriasis, das als Tablette eingenommen wird. In zwei großen Studien schnitt icotrokinra viel besser ab als ein Placebo und auch besser als das Psoriasis-Mittel deucravacitinib. Schon nach 16 Wochen hatten deutlich mehr Menschen mit icotrokinra fast komplett klare Haut, etwa 68 bis 70 Prozent, verglichen mit 9 bis 11 Prozent beim Placebo. Auch bei den Nebenwirkungen gab es keinen Unterschied zu den anderen Gruppen, das Mittel war also genauso verträglich wie die bekannte Therapie[1][2][3][4].
Originaltitel: Once-daily oral icotrokinra versus placebo and once-daily oral deucravacitinib in participants with moderate-to-severe plaque psoriasis (ICONIC-ADVANCE 1 & 2): two phase 3, randomised, placebo-controlled and active-comparator-controlled trials.
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Wenn Menschen mit Psoriasis Methotrexat absetzen, haben etwa ein Drittel von ihnen mit einer stärkeren Leberfibrose die Chance, dass sich die Leber wieder erholt[1]. Das passiert im Schnitt nach rund dreieinhalb Jahren ohne das Medikament. Wer Methotrexat länger als vier Jahre genommen hat, hat sogar höhere Chancen auf eine Besserung[1]. Einen starken Einfluss haben aber auch weitere Faktoren, wie zum Beispiel das gesamte Leben mit der Erkrankung, das Geschlecht oder andere Krankheiten.
Die Studien dazu sind klein, deshalb sind die Ergebnisse noch nicht sicher[1]. Trotzdem zeigen sie: Bei manchen Psoriasis-Patienten lohnt es sich, Methotrexat bei Leberproblemen abzusetzen und die Entwicklung mit regelmäßigen, nicht-invasiven Kontrollen zu beobachten.
Originaltitel: Effect of methotrexate discontinuation on psoriatic patients with sign
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Wer öfter unter **Ängsten** oder vielen Tagen mit Angst leidet, bekommt leichter **Psoriasis**[1]. Das Risiko steigt noch mehr, wenn du **rauchst** oder **Bluthochdruck** hast. Frauen, die Alkohol trinken, reagieren besonders empfindlich: Je mehr Angstsymptome sie haben, desto mehr steigt ihr Risiko für Schuppenflechte an. Bei Männern gibt es diesen Zusammenhang so nicht.
Das heißt: Angst, Stress, Rauchen und Bluthochdruck hängen zusammen und wirken gemeinsam stärker auf das Erkrankungsrisiko. Vorbeugen kannst du, indem du Stress abbauen lernst, möglichst nicht rauchst und deine Blutdruckwerte im Blick behältst. Frauen sollten vor allem bei Alkoholkonsum darauf achten, ihre Ängste und ihr Wohlbefinden ernst zu nehmen.
Originaltitel: An Association Analysis of Anxiety and Psoriasis: Based on the NHANES Database
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Resveratrol ist ein natürlicher Wirkstoff, der aus Pflanzen wie Weintrauben und Beeren kommt und viele positive Wirkungen auf die Haut zeigen kann[1][3]. Er wirkt stark **antioxidativ** und **entzündungshemmend**, was besonders bei chronischen Hautkrankheiten wie **Psoriasis** oder entzündeten Wunden helfen könnte[1][2]. Außerdem kann Resveratrol das Immunsystem beeinflussen und das Wachstum von Zellen normalisieren, was auch gegen Tumore und Narben beiträgt[1][2].
Bisher gibt es vor allem Tierversuche, die zeigen, dass Resveratrol die Heilung von Wunden beschleunigt und Entzündungen lindert[1]. In Cremes oder Gelen bleibt Resveratrol meist besser auf der Haut, weil neue Methoden wie **Nanopartikel** dafür sorgen, dass der Wirkstoff nicht so schnell abgebaut wird und direkt dort wirkt, wo er gebraucht wird[1]. Trotzdem fehlen noch große Studien am Menschen, um seine Wirksamkeit endgültig zu beweisen[1][2].
Originaltitel: Resveratrol in Dermatological Therapy: A Critical Review of Mechanisms | CCID
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IL-23-Hemmer sind moderne Medikamente gegen mittelschwere bis schwere Psoriasis. Sie helfen nicht nur gegen die Haut, sondern könnten auch vorbeugend bei frühen Beschwerden an Muskeln und Gelenken wirken, bevor sich eine Psoriasis-Arthritis entwickelt[1][4].
Typische Warnzeichen für diesen Übergang sind Schmerzen an Sehnenansätzen oder Veränderungen an den Nägeln. IL-23-Hemmer wie Guselkumab oder Risankizumab blockieren gezielt Entzündungsprozesse, die für diese Symptome verantwortlich sind[1][2]. In Studien erzielten viele Betroffene eine fast vollständige Besserung der Haut. Die Wirkung bleibt oft mehrere Jahre erhalten[2][3].
Auch im wirklichen Leben zeigen Patienten Verbesserungen – besonders wenn sie vorher keine Biologika erhalten haben[3]. Die Medikamente gelten als sicher und verträglich[4]. Für Menschen mit frühen Gelenkproblemen könnten IL-23-Hemmer helfen, das Fortschreiten zur Psoriasis-Arthritis zu bremsen[1][4].
Originaltitel: Real-world analysis of IL-23 inhibitors in patients with moderate-to-severe psoriasis and early musculoskeletal symptoms
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Menschen mit Psoriasis-Arthritis haben laut einer aktuellen Studie häufiger ein Problem mit Muskelabbau, auch Sarcopenie genannt, als gesunde Menschen. Etwa 41 Prozent der Patientinnen und Patienten mit Psoriasis-Arthritis waren betroffen, bei gesunden Menschen war es nur rund 22 Prozent. Sarcopenie tritt vor allem bei niedrigerem Körpergewicht und bei längerer Krankheitsdauer auf.
Forscher fanden heraus, dass Betroffene deutlich dünnere Muskeln am Oberschenkel haben. Mit einer einfachen Ultraschalluntersuchung ließ sich der Muskelabbau gut erkennen. Die Messwerte helfen Ärztinnen und Ärzten, Sarcopenie sicher festzustellen. Ultraschall ist schnell, einfach und tut nicht weh.
Im Alltag kann mehr Bewegung helfen, Muskeln zu erhalten. Wer Psoriasis-Arthritis hat, sollte deshalb auf Anzeichen von Schwäche achten und das Thema beim nächsten Arztbesuch ansprechen[1].
Originaltitel: Psoriatic Arthritis and Sarcopenia: A CrossSectional Ultrasonographic Study
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Wenn Menschen von Schuppenflechte (Psoriasis) zu Psoriasis-Arthritis wechseln, passiert im Blut einiges. Bestimmte T-Zellen verändern sich dabei deutlich. Das betrifft vor allem die **Tc17-Zellen**, aber auch **Th17** und spezielle **Gedächtnis-T-Zellen** mit dem Namen **CD4+ TEM**[1][2][3].
Diese Zellen sind wie kleine Helfer des Immunsystems. Forscher glauben, dass Veränderungen bei diesen T-Zellen eine wichtige Rolle spielen, wenn aus der Hautkrankheit plötzlich Gelenkschmerzen werden. Besonders auffällig sind die Tc17-Zellen. Sie lassen sich gut unterscheiden und könnten zeigen, ob jemand ein höheres Risiko für Gelenkprobleme hat.
Wissenschaftler hoffen, dank dieser Erkenntnisse bald früher erkennen zu können, wenn eine Psoriasis in eine Arthritis übergeht. Vielleicht lassen sich damit auch neue Therapien entwickeln, bevor die Gelenke betroffen sind[1][2][3].
Originaltitel: Transition from psoriasis to psoriatic arthritis is characterized by distinct alterations in peripheral blood Tc17, Th17 and CD4+ TEM cells - PubMed
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Je mehr du als Patient bei deinen Therapien mitentscheidest, desto zufriedener bist du am Ende mit der Behandlung[2]. Das zeigt eine Umfrage mit Menschen, die Hidradenitis Suppurativa oder Psoriasis haben. Besonders bei Hidradenitis Suppurativa fühlen sich viele Betroffene wenig eingebunden in Entscheidungen – über ein Viertel gab in der Studie niedrige Werte an, bei Psoriasis war es nur etwa jeder Zehnte[2]. Junge Menschen mit HS fühlen sich oft noch weniger beteiligt. Zufriedenheit steigt, wenn Ärzte sich Zeit nehmen und verständlich über die Krankheit informieren. Durch bessere Gespräche und gemeinsame Entscheidungen können Ärzte viel zur Therapie-Zufriedenheit beitragen[2].
Originaltitel: Patient involvement in treatment decisions is associated with increased therapy satisfaction in Hidradenitis suppurativa.
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Bimekizumab wirkt bei Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis sehr gut. In mehreren Vergleichsstudien war es sogar wirksamer als viele andere Biologika und sorgte bei mehr Patientinnen und Patienten für komplett erscheinungsfreie Haut[1][3][5]. Besonders schnell zeigte sich die Wirkung schon nach wenigen Wochen, und dieser Effekt hielt bei guter Verträglichkeit auch über ein Jahr an[1][5]. Die Nebenwirkungen waren dabei ähnlich wie bei anderen modernen Therapien[1]. Das kann vielen Betroffenen zu mehr Lebensqualität verhelfen.
Originaltitel: Bimekizumab in Plaque type Psoriasis: Meta-Analyses of Observational Effectiveness Studies.
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Forscher testen aktuell Mikronadeln, die bei Psoriasis doppelt wirken: Sie bremsen die schnelle Zellteilung und beruhigen das Immunsystem[3]. Die speziellen Nadeln werden in die Haut gedrückt, lösen sich dort und geben so gezielt zwei Wirkstoffe ab: Einen, der das Entzündungs-Signal IL-23/IL-17 bremst, und einen, der die Schuppenbildung hemmt[3]. Das Verfahren wirkt direkt an der betroffenen Hautstelle, was weniger Nebenwirkungen bedeuten könnte. Die neue Therapie könnte besonders hartnäckige Hautstellen besser erreichen und langfristig Entzündungen dämpfen[3].
Originaltitel: Correction to "Dual-Action Psoriasis Therapy: Antiproliferative and Immunomodulatory Effects via Self-Locking Microneedles".
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Wenn aus Schuppenflechte (Psoriasis) eine Psoriasis-Arthritis entsteht, verändert sich das Immunsystem im Blut auffällig. Forscher fanden, dass bestimmte Immunzellen, vor allem **Tc17-Zellen**, klar erkennbar anders sind, bevor aus Psoriasis eine Gelenkentzündung wird. Auch **Th17-Zellen** und **CD4+ TEM-Zellen** zeigen deutliche Unterschiede.
Diese Veränderungen könnten erklären, warum manche Menschen mit Schuppenflechte später Gelenkprobleme bekommen. Tc17-Zellen waren dabei am wichtigsten, um den Übergang festzustellen. Fachleute sehen in ihnen einen möglichen neuen Ansatz für Therapien, um die Gelenkbeschwerden früh zu verhindern[1].
Originaltitel: Transition from psoriasis to psoriatic arthritis is characterized by distinct alterations in peripheral blood Tc17, Th17 and CD4+ TEM cells.
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Janus-Kinase-Hemmer (JAKi) helfen schnell bei Psoriasis und Psoriasis-Arthritis, sie müssen aber jeden Tag genommen werden, meistens als Tablette[1]. Häufige Nebenwirkungen sind Infekte wie eine Erkältung oder das Wiederauftreten von Gürtelrose[1]. Selten treten schwerere Infektionen auf[1]. Manche JAKi erhöhen das Risiko für Herzinfarkt oder Schlaganfall, deswegen sollte man bei Herzproblemen lieber andere Mittel nehmen[1]. Es gibt Berichte über häufiger auftretende Krebsarten wie Bronchialkrebs und Lymphome, vor allem bei Tofacitinib[1]. Auch Akne, Kopfschmerzen und Übelkeit kommen öfter vor[2][3][4]. Ältere Menschen oder Menschen mit höherem Risiko brauchen eine gründliche Voruntersuchung und regelmäßige Kontrollen[1].
Originaltitel: Adverse effects of Janus kinase inhibitors with relevance for daily practice in dermatology.
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Janus-Kinase-Hemmer, kurz JAKi, werden seit über zehn Jahren als Medikamente gegen Hautkrankheiten wie Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis eingesetzt[2]. Sie wirken, indem sie bestimmte Signale im Immunsystem unterbrechen[1]. Das Problem: Weil sie das Immunsystem dämpfen, wird man anfälliger für Infektionen wie Erkältungen, Gürtelrose oder sogar schwerere Krankheiten. Vor Beginn der Therapie sollte man sich auf Krankheiten wie Tuberkulose, Hepatitis und HIV testen lassen[1]. Wenn während der Behandlung eine schwere Infektion auftritt, muss man die Tabletten pausieren.
Es kann auch zu Kopfschmerzen, Übelkeit, Durchfall oder erhöhten Blutfettwerten kommen[1][2]. Besonders häufig bekommen Patienten Akne – etwa viermal häufiger als mit Placebo[3][4]. Das ist besonders bei jungen Menschen oder bei bestimmten JAKi sichtbar, oft aber mild und mit Cremes behandelbar[2][3]. Generell sollte man die eigenen Risikofaktoren mit der Ärztin oder dem Arzt besprechen, bevor man JAKi nimmt[2].
Originaltitel: Adverse effects of Janus kinase inhibitors with relevance for daily practice in dermatology
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Neue genetische Studien zeigen: Es gibt eine wechselseitige Beziehung zwischen **Schilddrüsenerkrankungen** und **Psoriasis**[1]. Menschen mit einer Veranlagung zu **Schilddrüsenunterfunktion** haben ein etwas höheres Risiko, an Psoriasis oder an **Psoriasis arthritis** zu erkranken. Umgekehrt haben Menschen mit Psoriasis vulgaris ein leicht erhöhtes Risiko, an **Morbus Basedow** oder einer **Schilddrüsenüberfunktion** zu erkranken, dafür aber ein geringeres Risiko für eine Schilddrüsenunterfunktion.
Diese Zusammenhänge zeigen: Psoriasis und Schilddrüsenerkrankungen teilen sich bestimmte Entzündungswege im Körper. Das hilft zu verstehen, warum manche Erkrankungen gemeinsam auftreten. Fachleute hoffen, dadurch in Zukunft bessere Behandlungen für beide Krankheiten zu finden[1].
Originaltitel: Causality between thyroid disease and psoriasis:... : Medicine
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Viele Menschen mit Psoriasis nutzen digitale Medien, um sich auszutauschen und mehr über ihre Krankheit zu erfahren[1][2]. Sie fühlen sich online weniger allein mit ihren Problemen, weil sie sehen, dass andere ähnliches erleben. Das kann das Wohlbefinden stärken. Viele finden im Internet neue Therapieideen oder Selbsthilfegruppen. Besonders praktisch für Leute mit starker Bewegungseinschränkung sind Online-Angebote, etwa digitale Treffen[1].
Es gibt aber auch Probleme. Manche Inhalte sind schlecht gemacht, manche wollen einfach nur Produkte verkaufen[1][2]. Oft tauschen Patienten sich online aus, sprechen aber nicht mit ihren Ärzten über ihr digitales Wissen, weil sie negative Reaktionen befürchten[2][3]. Die meisten wünschen sich, dass Ärzte bessere Online-Angebote empfehlen und mit Plattformen zusammenarbeiten. So könnten alle von digitalen Möglichkeiten profitieren und Fehlinformationen würden weniger[2][3].
Originaltitel: Beyond the screen: exploring digital health experiences of individuals affected by psoriasis – a qualitative interview study - BMC Public Health
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Eine neue Studie zeigt: **TNF-alpha-Hemmer** können das Risiko für Psoriasis-Arthritis (PsA) bei schwerer Schuppenflechte deutlich senken. Forschende verglichen über fast zehn Jahre zwei Gruppen: Die eine nahm TNF-alpha-Hemmer, die andere bekam Lichttherapie. In der TNF-alpha-Gruppe bekamen weniger als halb so viele Menschen PsA wie in der Lichttherapie-Gruppe[2][1].
Vor allem Menschen mit Schmerzen in den Gelenken, Nagelbeteiligung oder einem hohen Schuppenflechte-Score haben ein größeres Risiko für PsA. Die Forschenden vermuten, dass TNF-alpha-Hemmer nicht nur die Haut, sondern auch das Immunsystem so beeinflussen, dass neue Gelenkentzündungen verhindert werden[2][3].
Diese Ergebnisse sind wichtig für alle mit schwerer Psoriasis, denn sie zeigen: Wer die Entzündung früh und gezielt stoppt, kann womöglich auch seine Gelenke schützen[2].
Originaltitel: TNF-alpha inhibitors reduce the incidence of PsA in patients with psoriasis: a propensity score-matched cohort study
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Viele Menschen mit Psoriasis suchen online nach Infos zu ihrer Krankheit[1]. Das hilft oft, sich besser zu fühlen und neue Therapien zu entdecken[1]. Leider gibt es auch viele schlechte Webseiten und Werbung[1]. Die meisten sprechen mit ihren Ärzt*innen nicht über das, was sie im Internet finden[1]. Falls sie es doch machen, sind die Reaktionen der Ärzt*innen meist kritisch[1]. Die Befragten wünschen sich mehr gute und sichere Infos im Netz und bessere Zusammenarbeit zwischen Ärzt*innen und Online-Plattformen[1]. Ärzte sollten ihre Patient*innen zu verlässlichen Seiten begleiten und gemeinsam mit ihnen digitale Angebote nutzen[1].
Originaltitel: Beyond the screen: exploring digital health experiences of individuals affected by psoriasis - a qualitative interview study.
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Viele Menschen nutzen mittlerweile **ätherische Öle** als natürliche Alternative in Hautpflegeprodukten. Studien zeigen: **Teebaumöl hilft gut gegen Akne**, Lavendel- und Rosmarinöle wirken oft **entzündungshemmend** und können das **Hautbild verbessern**. Auch Kamillen- und Basilikumextrakte bringen Vorteile für die Haut. Es gibt Cremes, Gele und Seren, die unterschiedlich stark **Feuchtigkeit spenden** und die Haut elastischer machen. Trotzdem sagen Forschende: Für ein klares Urteil über Wirkung und Sicherheit fehlen noch langfristige, große Studien[1][2].
Originaltitel: Evaluating efficacy, safety, and innovation in skin care applications of essential oils: a systematic review.
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