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Zusammenhang zwischen Autoimmunerkrankungen und Darmkrebs: eine retrospektive Fall-Kontroll-Studie mit 120.876 Patienten.
Menschen mit **Psoriasis** oder anderen Autoimmunerkrankungen fragen sich oft, ob sie ein höheres Risiko für Darmkrebs haben. Eine große Studie mit über 120.000 Teilnehmenden zeigt: Nur Menschen mit **chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen** (wie Morbus Crohn oder Colitis ulcerosa) haben ein deutlich erhöhtes Risiko für Darmkrebs. Für Psoriasis, rheumatische Erkrankungen, Typ-1-Diabetes oder Hashimoto konnte kein klarer Zusammenhang gefunden werden. Wer also „nur“ an Psoriasis leidet, braucht sich wegen Darmkrebs keine größeren Sorgen machen als andere[3]. Originaltitel: Association between autoimmune disease and colorectal cancer: a retrospective case-control study of 120 876 patients. Link zur Quelle
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Meteorosensitivität von Patienten mit rheumatischen Erkrankungen des Bewegungsapparates.
Eine Studie aus der Schweiz untersuchte den Zusammenhang zwischen Wetter und Krankheitsaktivität bei Patienten mit rheumatischen Erkrankungen wie rheumatoider Arthritis (RA), psoriatischer Arthritis (PsA) und ankylosierender Spondyloarthritis (AS). Von 238 Patienten gaben 45 % an, wetterempfindlich zu sein. Die Studie fand eine schwache negative Korrelation zwischen Luftdruck und Krankheitsaktivität, aber keine bedeutenden Auswirkungen des Wetters auf die Krankheitsschwere. Die Ergebnisse zeigen, dass Wetter nur ein geringer Faktor für die Krankheitsaktivität ist[1]. Originaltitel: Meteorosensitivity of patients with rheumatic musculoskeletal diseases. Link zur Quelle
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Sonelokimab, ein IL-17A/IL-17F-hemmender Nanobody für aktive Psoriasis-Arthritis: eine randomisierte, placebokontrollierte Phase-2-Studie.
Sonelokimab ist ein neuartiges Medikament gegen Psoriasis-Arthritis, das gezielt zwei Entzündungsbotenstoffe, IL-17A und IL-17F, blockiert[1][2]. In einer Studie mit über 200 Teilnehmenden verbesserte Sonelokimab Gelenkschmerzen, Schwellungen und Hautsymptome deutlich stärker als ein Placebo[1]. Schon nach 12 Wochen hatte fast die Hälfte der Behandelten eine spürbare Verbesserung, nach 24 Wochen erreichten bis zu 60 % das Ziel „minimale Krankheitsaktivität“[1][2]. Die häufigsten Nebenwirkungen waren leichte Erkältungen und Reizungen an der Injektionsstelle[1]. Das neue Medikament wurde gut vertragen und viele Patientinnen und Patienten profitierten deutlich. Originaltitel: Sonelokimab, an IL-17A/IL-17F-inhibiting nanobody for active psoriatic arthritis: a randomized, placebo-controlled phase 2 trial. Link zur Quelle
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Risiko von Autoimmun-rheumatischen Erkrankungen nach COVID-19: Eine systematische Überprüfung und Metaanalyse.
Nach einer großen Analyse von Daten aus über 24 Millionen Menschen haben Forschende herausgefunden: Wer COVID-19 hatte, hat im ersten Jahr danach ein deutlich höheres Risiko für einige Autoimmun-Erkrankungen wie Psoriasis, Rheumatoide Arthritis und Mischkollagenose. Zum Beispiel war das Risiko für Psoriasis nach COVID-19 um etwa 45 Prozent höher als ohne Infektion. Das gilt aber nicht für alle Erkrankungen. Vieles ist noch unklar, deshalb sollte man die Ergebnisse vorsichtig bewerten[2]. Originaltitel: Risk of Autoimmune Rheumatic Diseases following COVID-19: A Systematic Review and Meta-Analysis. Link zur Quelle
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Klinische und Ultraschallmerkmale einer Kohorte von Psoriasis-Patienten ohne muskuloskelettale Symptome: eine prospektive und multizentrische Studie.
Psoriasis-Patienten ohne Gelenkbeschwerden können trotzdem erste Anzeichen für eine beginnende Psoriasis-Arthritis haben. In einer Studie entwickelten über die Hälfte der Teilnehmer mit meist mildem Psoriasis im Verlauf Muskel- oder Gelenkbeschwerden[4]. Wer zu Beginn einen höheren BMI, mehr Schmerzen und mehr Müdigkeit angab, hatte ein erhöhtes Risiko. Im Ultraschall fiel vor allem eine Schleimbeutelentzündung an den Sehnenansätzen als Warnsignal auf. Das zeigt: Auch ohne offensichtliche Beschwerden lohnt sich ein genauer Blick—besonders bei Übergewicht, Müdigkeit und Schmerzen[4]. Originaltitel: Clinical and ultrasound features of a cohort of psoriasis patients without musculoskeletal symptoms: a prospective and multicentre study. Link zur Quelle
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Dosisreduktion und Absetzen konventioneller synthetischer krankheitsmodifizierender Antirheumatika (DMARDs) bei Menschen mit rheumatoider Arthritis oder Psoriasis-Arthritis in Remission oder geringer Krankheitsaktivität
Viele Menschen mit rheumatoider Arthritis oder Psoriasis-Arthritis nehmen Medikamente, die das Immunsystem bremsen, sogenannte **csDMARDs**. Wer lange in Remission ist, also kaum Beschwerden hat, fragt sich oft: Kann ich die Medikamente reduzieren oder sogar absetzen? Ein aktuelles Forschungsprotokoll will genau das untersuchen[3]. Es soll zeigen, welche Vorteile und Risiken es gibt, wenn man die Dosis senkt oder ganz aufhört. Erste Übersichten zeigen: Nach dem Absetzen bleiben nur etwa 10 bis 20 Prozent der Patientinnen und Patienten ohne Rückfall[1]. Viele erleben einen Schub, wenn das Medikament wegfällt. Ob ein Versuch sinnvoll ist, hängt daher vom Einzelfall ab. Wichtig ist, vor einem Absetzversuch immer gemeinsam mit der Ärztin oder dem Arzt abzuwägen, was möglich ist und wie ein Rückfall schnell erkannt wird. Originaltitel: Dose reduction and discontinuation of conventional synthetic disease‐modifying anti‐rheumatic drugs (DMARDs) for people with rheumatoid arthritis or psoriatic arthritis in remission or low disease activity Link zur Quelle
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Reale Geschlechtsunterschiede in der Behandlungspersistenz und den Gründen für den Abbruch bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis: Ergebnisse des deutschen RABBIT-SpA-Registers
Frauen mit Psoriasis-Arthritis haben meistens stärkere Gelenkprobleme, mehr Schmerzen und fühlen sich oft eingeschränkter als Männer[1]. Männer haben dagegen häufiger ausgeprägte Haut- und Nagelveränderungen. Frauen brechen ihre Medikamente gegen Psoriasis-Arthritis schneller ab: Nach einem Jahr setzt fast jede Zweite die erste Biologika-Therapie ab, bei Männern nur etwa jeder Dritte[1]. Frauen hören vor allem wegen Nebenwirkungen auf, bei Männern sind fehlende Wirkung oder eine lange beschwerdefreie Zeit die Hauptgründe[1]. Insgesamt erleben Frauen mehr Nebenwirkungen, aber bei Männern gibt es öfter schwerwiegende Vorfälle. Die Ergebnisse zeigen, dass Frauen und Männer unterschiedlich behandelt werden sollten, damit alle möglichst gut von den Therapien profitieren[1]. Originaltitel: Real-world sex differences in treatment persistence and reasons for discontinuation in psoriatic arthritis patients: results from the German RABBIT-SpA register Link zur Quelle
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Die Rolle der Hautmikrobiota bei Gesichtsdermatosen und verwandten Faktoren: Eine narrative Übersicht
Unsere Haut ist von Milliarden Bakterien, Pilzen und anderen Winzlingen besiedelt, dem sogenannten **Mikrobiom**[1][2]. Diese Mitbewohner helfen, die Haut gesund zu halten und wehren schädliche Keime ab. Besonders auf dem Gesicht mischen verschiedene Gruppen wie **Staphylococcus** und **Cutibacterium** mit[1][2]. Sie kämpfen gegen Eindringlinge und stärken die Abwehr. Ist das Gleichgewicht gestört, können Krankheiten wie Neurodermitis oder Rosazea auftreten[1][2]. Bei Neurodermitis finden sich oft zu viele **Staphylococcus aureus** auf der Haut. Das schwächt die Abwehrstoffe und macht die Haut anfälliger. Bei Rosazea reagiert die Haut über, das Immunsystem schüttet mehr Entzündungsstoffe aus, oft durch spezielle Rezeptoren der Hautzellen angestachelt. Auch Pilze wie **Malassezia** können Entzündungen fördern. Wer die Rolle des Mikrobioms besser versteht, kann Hautprobleme gezielter behandeln[1][2]. Originaltitel: The Role of Skin Microbiota in Facial Dermatoses and Related Factors: A Narrative Review Link zur Quelle
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Wirksamkeit und Sicherheit einer auf die Darmmikrobiota ausgerichteten Therapie bei Patienten mit Psoriasis: eine systematische Überprüfung und Metaanalyse randomisierter kontrollierter Studien
Eine neue Studie zeigt: Therapien, die auf die Darmflora zielen, könnten Menschen mit Psoriasis ein bisschen helfen. Die Auswertung von acht Studien mit 409 Teilnehmenden ergab, dass sich die Hautsymptome nach solchen Behandlungen leicht verbesserten. Besonders gut schnitt die Methode bei Behandlungen mit Antibiotika ab, bei Therapiedauern unter drei Monaten sowie bei Menschen mit Plaque-Psoriasis und in Asien. Die Lebensqualität und Entzündungswerte wie CRP änderten sich aber nicht wesentlich. Auch Nebenwirkungen traten mit der neuen Methode nicht häufiger auf als bei anderen Behandlungen. Das Ergebnis: Die Behandlung ist vermutlich sicher und bringt einen kleinen Vorteil für die Haut, aber große Wunder sollte man nicht erwarten. Ob die Methode wirklich hilft und für wen sie am besten geeignet ist, muss noch genauer erforscht werden. Bisher sind die Studien klein, und oft kommen die Ergebnisse nur aus einer Region. Originaltitel: Efficacy and safety of gut microbiota-targeted therapy in patients with psoriasis: a systematic review and meta-analysis of randomized controlled trials Link zur Quelle
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Cannabidiol in der Hautgesundheit: Ein umfassender Überblick über topische Anwendungen in der Dermatologie und Kosmetikwissenschaft
Cannabidiol, kurz **CBD**, ist ein Stoff aus der Hanfpflanze, der nicht berauschend wirkt[1][2]. In der Hautpflege gilt CBD als echtes Multitalent: Es kann Entzündungen lindern, wirkt antioxidativ, antibakteriell und hilft sogar gegen Juckreiz[1][2][3]. Studien zeigen, dass CBD bei Hautkrankheiten wie **Psoriasis**, Akne oder Neurodermitis hilfreich sein kann[1][2][3]. Es beruhigt die Haut, unterstützt die Wundheilung und soll sogar Haarausfall mindern[1][2]. Außerdem schützt es vor Umweltschäden, weil es oxidative Prozesse abfängt und die Kollagenbildung unterstützt[1][2]. Es gibt jedoch noch offene Fragen: CBD-Cremes müssen gut einziehen, stabil bleiben und es gibt noch keine einheitlichen Regeln, wie die Produkte geprüft werden[1][2]. Deshalb: CBD ist spannend, aber bevor du dich darauf verlässt, warte lieber noch auf weitere Forschungen. Originaltitel: Cannabidiol in Skin Health: A Comprehensive Review of Topical Applications in Dermatology and Cosmetic Science Link zur Quelle
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Beteiligung des Iliosakralgelenks bei Psoriasis-Arthritis – MRT, Röntgen- und klinische Befunde bei 581 europäischen Routinepatienten
Etwa ein Drittel der Menschen mit Psoriasis-Arthritis in Europa hat laut einer großen Studie Veränderungen im Kreuzbein-Darmbein-Gelenk, auch bekannt als Sakroiliakalgelenk[1]. Besonders häufig sieht man auf dem MRT Schwellungen im Knochenmark, sogenannte Knochenmarködeme, zudem Erosionen und Fettablagerungen[1]. Diese treten meist auf beiden Seiten auf. Manche dieser Auffälligkeiten wie größere Knochenmarködeme oder Verwachsungen im Gelenk gibt es fast nur bei den Patienten, bei denen das MRT wirklich eine axiale Beteiligung zeigt. Interessant: Viele der Betroffenen spüren gar keinen Rückenschmerz, obwohl das Gelenk betroffen ist[1][2]. Männer, Menschen mit dem Gen HLA-B27, einem erhöhten Entzündungswert (CRP) und einer Vorgeschichte von entzündlichem Rückenschmerz haben häufiger eine axialen Beteiligung[1]. Auch Röntgenaufnahmen können bei manchen zeigen, dass das Gelenk wie bei Morbus Bechterew verändert ist. Das Ergebnis der Studie ist klar: Ein MRT kann helfen, früh zu erkennen, ob das Kreuzbein-Darmbein-Gelenk betroffen ist. So kann man schwere Verläufe besser verhindern und die Therapie individuell anpassen[1][2]. Originaltitel: Sacroiliac joint involvement in psoriatic arthritis – MRI, radiographic and clinical findings in 581 European routine care patients Link zur Quelle
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Reale geschlechtsspezifische Unterschiede in der Behandlungspersistenz und den Gründen für den Abbruch bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis: Ergebnisse des deutschen RABBIT-SpA-Registers.
Frauen mit Psoriasis-Arthritis brechen ihre Medikamente öfter ab als Männer, oft weil sie mehr Nebenwirkungen spüren[1][2][3]. Nach einem Jahr sind nur noch 52 % der Frauen, aber 68 % der Männer bei ihrer ersten Therapie[1]. Frauen haben stärkere Gelenkbeschwerden und berichten öfter über Schmerzen und Einschränkungen; Männer dagegen haben meist mehr Hautprobleme und Nagelpsoriasis[1][2]. Männer steigen häufiger wegen mangelnder Wirkung oder Besserung aus, Frauen eher wegen unerwünschter Wirkungen[1]. Obwohl Frauen mehr Nebenwirkungen haben, melden Männer doppelt so viele schwere Fälle[1]. Das zeigt: Die Behandlung von Psoriasis-Arthritis sollte stärker an die Bedürfnisse beider Geschlechter angepasst werden[1][2]. Originaltitel: Real-world sex differences in treatment persistence and reasons for discontinuation in psoriatic arthritis patients: results from the German RABBIT-SpA register. Link zur Quelle
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Effektive Behandlung von Psoriasis und Psoriasis-Arthritis bei einem Patienten mit systemischem Lupus erythematodes mit Deucravacitinib, Mycophenolatmofetil und Hydroxychloroquin
Menschen mit Psoriasis, Psoriasis arthritis und systemischem Lupus brauchen oft mehrere Medikamente. Kombiniert man **Deucravacitinib**, **Mycophenolat-Mofetil** und **Hydroxychloroquin**, kann das die Haut und die Gelenke wirksam beruhigen[1][2][3]. Deucravacitinib hilft bei Hautschuppen und schmerzenden Gelenken, Mycophenolat-Mofetil bremst das Immunsystem gezielt und Hydroxychloroquin schützt vor Entzündungen beim Lupus. Studien zeigen, dass diese Mischung bei Patienten funktioniert, die mehrere Erkrankungen gleichzeitig haben. So lassen sich Beschwerden gut steuern, wenn Ärzte gemeinsam den Plan an die einzelne Person anpassen[2][3][4]. Originaltitel: Effective management of psoriasis and psoriatic arthritis in a patient with systemic lupus erythematosus using deucravacitinib, mycophenolate mofetil and hydroxychloroquine Link zur Quelle
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Effektive Behandlung von Psoriasis und Psoriasis-Arthritis bei einem Patienten mit systemischem Lupus erythematodes mit Deucravacitinib, Mycophenolatmofetil und Hydroxychloroquin.
Eine 32-jährige Frau mit schwerer Psoriasis, Psoriasis arthritis und Lupus bekam zuerst Hydroxychloroquin, Mycophenolat-Mofetil und Belimumab[2][3]. Ihre Psoriasis verschlechterte sich trotzdem, weil die Lupus-Medikamente eher B-Zellen und bestimmte Antikörper hemmen, während Psoriasis andere Signalwege braucht[2]. Dann setzte sie Belimumab ab und nahm stattdessen Deucravacitinib, einen selektiven TYK2-Hemmer, einmal täglich[2]. Nach 3 Monaten waren ihre Haut und Gelenke praktisch beschwerdefrei, sie hatte kein Lupus-Schub und keinen spürbaren Nebenwirkungen[2][3]. Deucravacitinib könnte also eine wirksame Therapie sein, wenn mehrere Autoimmunerkrankungen gleichzeitig vorliegen[2]. Originaltitel: Effective management of psoriasis and psoriatic arthritis in a patient with systemic lupus erythematosus using deucravacitinib, mycophenolate mofetil and hydroxychloroquine. Link zur Quelle
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GRAPPA-Treffen 2024: Fortschritte in der Forschung zu Psoriasis-Erkrankungen durch Pilotstipendiaten.
Beim GRAPPA 2024 Meeting in Seattle ging es um neue Forschung zu Psoriasis und Psoriasis-Arthritis[3]. Junge Wissenschaftler konnten ihre Projekte vorstellen. Es gab 27 Bewerbungen aus 14 Ländern, davon wurden vier besonders spannende Projekte mit Geld unterstützt[3]. Die Themen reichten von klinischen Studien bis Grundlagenforschung. Zum Beispiel ging es darum, neue Marker für die Krankheit zu finden oder moderne Ultraschallgeräte zu testen[1]. Das Ziel: Krankheiten früher erkennen und besser behandeln. Die Atmosphäre war offen, Fragen stellen war ausdrücklich erwünscht[1]. Der Austausch zwischen Forschern soll helfen, die Versorgung für Patienten immer weiter zu verbessern. Originaltitel: GRAPPA 2024 Meeting: Advances in Psoriatic Disease Research From Pilot Grant Awardees. Link zur Quelle
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Eine offene Verlängerungsstudie zur Bewertung der langfristigen Sicherheit und Wirksamkeit von Tildrakizumab bei Patienten mit Psoriasis-Arthritis.
In dieser Studie wird untersucht, wie sicher und wirksam Tildrakizumab bei Erwachsenen mit Psoriasis-Arthritis über einen längeren Zeitraum ist. Die Teilnehmer erhalten Tildrakizumab, ein Medikament, das gezielt einen bestimmten Entzündungsbotenstoff (Interleukin-23) im Körper blockiert. Ziel ist es, herauszufinden, wie gut das Medikament die Symptome der Psoriasis-Arthritis – also Gelenkentzündungen und Hautveränderungen – lindert und wie häufig Nebenwirkungen auftreten. Die wichtigsten Messgrößen sind, wie viele Patienten eine Verbesserung ihrer Beschwerden um mindestens 20 %, 50 % oder 70 % erreichen (ACR20/50/70) und wie stark und häufig Nebenwirkungen sind. Die Studie läuft aktuell in mehreren europäischen Ländern und richtet sich an Erwachsene jeden Alters mit Psoriasis-Arthritis. **Tildrakizumab** ist ein sogenannter monoklonaler Antikörper, der gezielt das Immunsystem beeinflusst. Er hemmt das Protein Interleukin-23, das bei der Entstehung von Entzündungen eine zentrale Rolle spielt. Durch diese Blockade wird die überschießende Immunreaktion, die für die Beschwerden bei Psoriasis-Arthritis verantwortlich ist, abgeschwächt. Tildrakizumab wird bereits zur Behandlung von mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte (Psoriasis) eingesetzt und zeigt auch bei Psoriasis-Arthritis vielversprechende Ergebnisse. Das Medikament wird als Fertigspritze unter die Haut (subkutan) verabreicht, meist alle zwölf Wochen. Originaltitel: An Open-Label Extension Study to Evaluate Long Term Safety and Efficacy of Tildrakizumab in Patients with Psoriatic Arthritis. Erkrankung: Psoriasis-Arthritis Phase: III Firma: Sun Pharmaceutical Industries Limited Art der Verabreichung: Injektion (subkutan) https://euclinicaltrials.eu/search-for-clinical-trials/?lang=en&EUCT=2022-501480-41-00
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Fünf Jahrzehnte Psoriasis-Pharmakotherapie nachverfolgen: Eine groß angelegte bibliometrische Untersuchung mit KI-gesteuerter Terminologienormalisierung.
In den letzten 50 Jahren ist die Forschung zu Medikamenten gegen Psoriasis regelrecht explodiert. 1975 gab es nur 9 Veröffentlichungen, 2024 waren es über 1600. Am meisten geforscht haben die USA, aber Kanada glänzt durch viele Zitate pro Studie. Weltweit arbeiten heute Forscher*innen aus über 70 Ländern zusammen und neue Wirkstoffe stehen im Fokus. Früher ging es vor allem um die Grundlagen des Immunsystems, inzwischen entwickeln Fachleute gezielt Medikamente wie TNF-Alpha-Hemmer oder moderne Wirkstoffe, die Interleukin-17 und -23 oder den Januskinase-Weg blockieren. Dadurch ist Psoriasis-Forschung zum Vorbild für personalisierte Behandlungen bei vielen Immunerkrankungen geworden[2]. Originaltitel: Tracing Five Decades of Psoriasis Pharmacotherapy: A Large-Scale Bibliometric Investigation with AI-Guided Terminology Normalization. Link zur Quelle
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Beteiligung des Iliosakralgelenks bei Psoriasis-Arthritis – MRT, Röntgen- und klinische Befunde bei 581 europäischen Routinepatienten.
Eine neue Studie untersucht die Beteiligung der Sacroiliac-Joints bei Psoriasis-Arthritis in Europa. Bei 581 Patienten ergab sich, dass 31 % Anzeichen für eine Entzündung in diesen Gelenken im MRI zeigen. Häufige Veränderungen waren Knochenmarködem, Erosionen und Fettveränderungen, oft beidseitig. Männer, HLA-B27-Positive und erhöhte CRP-Werte erhöhen das Risiko für diese Veränderungen. Die Studie fördert die Verwendung von MRI zur frühen Erkennung dieser Entzündungen[3]. Originaltitel: Sacroiliac joint involvement in psoriatic arthritis - MRI, radiographic and clinical findings in 581 European routine care patients. Link zur Quelle
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Bewertung der T-Zell-Reaktionen nach sequenzieller Impfung mit PCV13 und PPSV23 gegen <i>Streptococcus pneumoniae</i> bei Patienten mit Psoriasis.
Eine Studie aus Deutschland hat geprüft, wie gut das Immunsystem von Menschen mit mittlerer bis schwerer Psoriasis auf eine Impfung gegen Pneumokokken anspringt[1]. Die Patientinnen und Patienten bekamen zuerst Prevenar 13 (PCV13), danach Pneumovax 23 (PPSV23). Die Forscher haben die T-Zell-Reaktion auf verschiedene Formen des Bakteriums über sieben Monate beobachtet[1]. Besonders Personen, die Medikamente wie TNF-Blocker, Biologika (gegen IL-12/23, IL-23, IL-17) oder Methotrexat bekommen, zeigten bei manchen Bakterienformen unterschiedliche Immunreaktionen[1]. Insgesamt waren manche Reaktionen stark, andere eher schwach. Die Menge der gebildeten Antikörper passte nicht immer zu den T-Zell-Antworten[1]. Das zeigt: Medikamente zur Unterdrückung des Immunsystems beeinflussen, wie gut die Impfung wirkt. Weitere Forschung ist nötig, um die genauen Abläufe zu verstehen[1]. Originaltitel: Evaluation of T-Cell Responses Following Sequential Vaccination with PCV13 and PPSV23 Against <i>Streptococcus pneumoniae</i> in Patients with Psoriasis. Link zur Quelle
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CD163/CD63+ Monozyten-abgeleitete DC, die im Gewebe durch Multi-Antigen-Analyse (MAA) profiliert wurden, unterscheiden zwischen chronischem Ekzem und Psoriasis.
Mit einer neuen Methode namens Multi-Antigen-Analyse haben Forschende die Immunzellen in der Haut von Menschen mit Psoriasis und chronischem Ekzem verglichen. Sie fanden heraus, dass sich bestimmte Immunzellen – sogenannte dendritische Zellen – bei beiden Krankheiten unterscheiden. Im Ekzem tauchen besonders viele monozyten-ähnliche Zellen mit den Merkmalen **CD14, CD63 und CD163** auf, die etwa viermal häufiger vorkommen als bei Psoriasis[1]. Bei Psoriasis dagegen sieht man mehr Zellen mit den Markern **CD14, CD1a und CD11c**[1]. Diese Unterschiede helfen, die Diagnosen genauer zu stellen und könnten in Zukunft für gezieltere Therapien sorgen. Originaltitel: CD163/CD63+ Monocyte-Derived DC Profiled in Tissue by Multi-Antigen Analysis (MAA) Discriminate Chronic Eczema and Psoriasis. Link zur Quelle
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Therapeutisches Potenzial von aus Hagebutten gewonnenen Nanopartikeln bei psoriatischer Hautentzündung
Forscher haben winzige Teilchen aus der Hagebutte, sogenannte **Nanopartikel**, untersucht, die gegen die Entzündung bei Psoriasis helfen könnten. Diese Teilchen sind nur etwa 100 Nanometer groß – das ist rund tausendmal kleiner als ein Sandkorn. Die Nanopartikel aus der Hagebutte wurden von Hautzellen gut aufgenommen. Sie konnten das Wachstum der Zellen bremsen, das bei Schuppenflechte sonst außer Kontrolle gerät. Außerdem senkten sie wichtige Entzündungsstoffe wie **Interleukin-1β** und **Interferon-γ**. In einem Mausmodell, das Psoriasis nachmacht, hemmten sie die Verdickung der Haut und das Eindringen von Immunzellen. Die Forscher meinen: Diese **Hagebutten-Nanopartikel** könnten durch ihre antioxidativen und entzündungshemmenden Wirkstoffe ein **natürliches Mittel gegen Psoriasis** werden. Sie bekämpfen gleichzeitig zwei Hauptprobleme – Stress für die Zellen und das überschießende Hautwachstum[1]. Originaltitel: Therapeutic Potential of Rose Hip-Derived Nanoparticles for Psoriatic Skin Inflammation Link zur Quelle
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Heterogenität der Teilnehmer an interventionellen Psoriasis-Studien
In klinischen Studien zu Psoriasis kommt es oft zu **Unterschieden bei den Teilnehmern**. Eine große Analyse von über 1.700 Studien zeigt: Vor allem das Einkommen des Landes, in dem die Studie läuft, spielt eine wichtige Rolle beim Thema **Therapietreue**[2]. In ärmeren Ländern brechen ähnlich viele Leute die Behandlung ab, egal um welche Studie es geht. In reicheren Ländern hängt es aber zum Beispiel davon ab, wie streng die Einhaltung kontrolliert wird, wie viele Teilnehmende mitmachen und wie schwer die Krankheit bei Start der Studie ist. Generell halten sich Menschen in ärmeren Ländern eher an die Vorgaben. Das bedeutet: Man kann die Ergebnisse aus Ländern wie Deutschland nicht einfach auf andere Länder übertragen. Für jede Region sind **eigene Studien wichtig**, damit die Behandlung auch wirklich passt[2]. Originaltitel: Participant heterogeneity of psoriasis interventional trials Link zur Quelle
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Mittelmeerdiät und Patienten mit Psoriasis
Eine 16-wöchige **Mittelmeerdiät** kann die **Schwere der Psoriasis** deutlich senken im Vergleich zu einer fettarmen Ernährung[1]. In einer Studie aus Spanien aßen 19 Menschen nach persönlichen Beratungen und mit Olivenöl-Unterstützung mediterran. Fast die Hälfte von ihnen erreichte eine **deutliche Verbesserung der Haut** (PASI 75), deutlich mehr als in der Kontrollgruppe[1]. Teilnehmende berichteten auch von **besserer Lebensqualität, besserem Schlaf und weniger Ängsten**[1]. Die Blutwerte verbesserten sich teils, aber das Gewicht blieb gleich. Die Studie war zwar klein und lief nur in einer Klinik, trotzdem zeigt sie: Gesund essen, wie in Südeuropa üblich, kann bei Schuppenflechte mehr bringen als gedacht[1]. Wer sich also mediterran ernährt, tut nicht nur seinem Herzen, sondern vielleicht auch seiner Haut etwas Gutes. Originaltitel: Mediterranean Diet and Patients With Psoriasis Link zur Quelle
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Die vermittelnde Rolle wichtiger Aminosäure- und Vitaminmetabolitenverhältnisse bei den Auswirkungen von fünf Ernährungsgewohnheiten auf Psoriasis-Arthritis: Eine Mendel-Randomisierungsstudie
Eine große Studie hat untersucht, wie sich verschiedene Ernährungsgewohnheiten auf das Risiko für Psoriasis-Arthritis auswirken können. Das Team fand fünf Gewohnheiten, die mit einem geringeren Risiko zusammenhängen: **Rotwein trinken, Alkohol insgesamt (in Maßen), Käse essen, regelmäßiger Alkoholkonsum** und **Entkoffeinierten Kaffee** trinken[1]. Die Forscher schauten sich auch an, was da im Körper genau passiert. Bei Rotwein spielen bestimmte Vitamin-E-Arten (Gamma- und Beta-Tocopherol) und Zitrat eine Rolle. Beim Käse sind vor allem Arginin (eine Aminosäure) und das Verhältnis von Phosphat zu Threonin (ebenfalls eine Aminosäure) wichtig. Wer gerne entkoffeinierten Kaffee trinkt, hat auffällige Veränderungen bei den Aminosäuren Glutamat, Alanin und Ornithin. Das zeigt: Bestimmte Nahrungsmittel wirken sich wohl über bestimmte Stoffwechselprodukte im Blut auf die Entstehung von Psoriasis-Arthritis aus. Vielleicht kann eine gezielte Ernährung helfen, das Risiko zu senken[1]. Originaltitel: The mediating role of key amino acid and vitamin metabolite ratios in the effects of 5 dietary habits on psoriatic arthritis: A Mendelian randomization study Link zur Quelle
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Realwelt-Anwendung biologischer und gezielter synthetischer krankheitsmodifizierender Antirheumatika bei Psoriasis-Arthritis und axialer Spondyloarthritis: Erkenntnisse aus Schweden und Deutschland
Viele Menschen mit Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis brauchen besondere Medikamente, um ihre Beschwerden zu lindern. Eine neue Studie aus Schweden und Deutschland hat untersucht, wie diese Medikamente im echten Leben eingesetzt werden. Es zeigte sich: Menschen mit Psoriasis-Arthritis sind meist älter und häufiger Frauen als Menschen mit axialer Spondyloarthritis. In Schweden sind die Patienten jünger und haben weniger weitere Krankheiten als in Deutschland. Viele leiden zusätzlich an Psoriasis, Bluthochdruck oder Gelenkschmerzen. Die meisten starten mit modernen Medikamenten, die das Immunsystem beeinflussen. In Schweden bekommen Betroffene häufiger Anti-TNF-Mittel als in Deutschland. Das Medikament Secukinumab wird am häufigsten eingesetzt, manchmal sogar in höherer Dosis, besonders in Deutschland. Auch Ixekizumab und Guselkumab kommen zum Einsatz, manchmal mit mehr als der empfohlenen Dosis. Die Behandlung unterscheidet sich also je nach Land, Alter und weiteren Krankheiten. Künftige Forschung soll helfen, die Therapie noch besser an die Bedürfnisse der Patienten anzupassen[1]. Originaltitel: Real-World Utilization of Biologic and Targeted Synthetic Disease-Modifying Anti-rheumatic Drugs in Psoriatic Arthritis and Axial Spondyloarthritis: Insights from Sweden and Germany Link zur Quelle