Viele Hautprobleme können zeigen dass mit Darm oder Leber etwas nicht stimmt[5][9].
Bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen treten oft schmerzhafte Knoten an den Beinen oder offene Hautgeschwüre auf[1][4].
Autoimmunleberkrankheiten gehen häufig mit Hidradenitis suppurativa Vitiligo Psoriasis oder kreisrundem Haarausfall einher[5][10].
Bestimmte Hepatitisformen lösen manchmal Lichen planus oder eine besondere Lichtempfindlichkeit der Haut aus[2][14].
Wenn der Darm Nährstoffe schlecht aufnimmt zeigt das sich oft an der Haut, mit Zeichen von Zöliakie Zinkmangel Pellagra oder Skorbut[5][15].
Medikamente gegen Darm oder Leber können Ausschläge auslösen oder sogar eine neue Psoriasis hervorrufen[5][15].
Daher sollten Ärztinnen und Ärzte auf neue Flecken Knoten oder Geschwüre achten und rechtzeitig handeln[14][16].
Originaltitel: [Cutaneous presentation of digestive tract disorders and liver disease].
Link zur Quelle
Forscher haben einen neuen Wirkstoff gegen Psoriasis getestet.
Er heißt **CPD3a** und stammt aus Cordycepin aus dem Pilz Cordyceps militaris.
Cordycepin bremst Entzündungen, wird im Körper aber schnell abgebaut[6].
CPD3a bleibt stabil und wirkt stark entzündungshemmend.
Die Forscher packten CPD3a in winzige Pflaster mit **Mikronadeln** für die Haut.
In einem Mausmodell mit Psoriasis wurden die Schuppen und Rötungen deutlich weniger.
Die Hautschicht wurde dünner und der ganze Körper zeigte weniger Entzündung.
Außerdem geriet das Immunsystem wieder mehr ins Gleichgewicht.
Bis jetzt gibt es nur Daten aus Tierversuchen, Menschen können das noch nicht anwenden.
Trotzdem zeigt die Studie einen spannenden Ansatz für neue lokale Therapien.
Originaltitel: A C-Nucleoside Analogue of Cordycepin With High Metabolic Stability and Potent Anti-Psoriatic Activity via Microneedle Delivery.
Link zur Quelle
Bei Neurodermitis und Psoriasis spielt nicht nur das Immunsystem verrückt. Auch die Hautbewohner ändern sich. Forschende haben jetzt genauer auf Pilze und Bakterien geschaut. Vor allem die Hefepilze der Gattung Malassezia geraten aus dem Gleichgewicht. In entzündeter Haut sind die Pilze schlechter mit Bakterien vernetzt. Bei Neurodermitis nimmt eine Art namens Malassezia arunalokei ab, während der Problemkeim Staphylococcus aureus zunimmt. Das passt zu starken Entzündungszeichen mit dem Botenstoff IL 17. Bei Psoriasis hängen die Pilzänderungen mit IL 17 und mit Fettstoffwechsel in der Haut zusammen. Die Autoren hoffen, man kann das Hautmikrobiom später zur Einschätzung der Krankheitsaktivität und für neue Therapien nutzen.
Originaltitel: Multi-omics analyses reveal host-microbe interactions in atopic dermatitis and psoriasis.
Link zur Quelle
### Haut und Gelenke: Was die Studie für Euch bedeutet
Die Übersichtsarbeit zeigt, wie eng Psoriasis und Psoriasis-Arthritis über eine Haut–Gelenk-Achse verbunden sind.[1][4] Entzündete Haut kann Immunzellen freisetzen, die in den Blutkreislauf und weiter in die Gelenke wandern.[1][4][14] Dort treffen sie auf Gelenkzellen und lösen Entzündungen aus.[1][7]
Etwa ein Drittel der Menschen mit Psoriasis entwickelt eine Gelenkbeteiligung.[1][20] Die Forschenden suchen nach Merkmalen im Blut, in der Haut und im Gelenk, die früh zeigen, wer ein höheres Risiko hat.[2][11] Das kann helfen, Therapien gezielter auszuwählen.[2][5][17]
Für Euch heißt das: Achtet auf neue Gelenk- oder Rückenschmerzen, Morgensteifigkeit und Schwellungen und sprecht früh mit Euren Ärztinnen und Ärzten.[20] Kontrollen von Haut, Nägeln und Gelenken sollten zusammen gedacht werden.[11][19] Wenn Ihr bereits eine Therapie bekommt, wird in Zukunft besser abschätzbar sein, ob sie eher auf Haut, Gelenke oder beides wirkt.[2][16]
Originaltitel: From psoriatic plaque to synovium: decoding the skin–joint axis in psoriatic arthritis - Nature Reviews Rheumatology
Link zur Quelle
Menschen mit Psoriasis und anderen entzündlichen Hautkrankheiten haben oft Probleme im Job. Die Übersicht fasste 196 Studien mit Erwachsenen zusammen. Am häufigsten ging es um Psoriasis und Neurodermitis. Die meisten Arbeiten untersuchten Produktivität im Beruf mit anerkannten Fragebögen. Die Ergebnisse zeigen, dass die Krankheiten nicht nur Leistung mindern sondern auch zu Burnout führen können und den Jobstatus gefährden. Für seltenere Krankheiten und für Länder mit wenig Geld gibt es fast keine Daten. Die Forschenden wollen klar sagen, wie stark die Arbeit leidet und Betroffene besser unterstützen.
Originaltitel: Mapping the global work-related impact of immune-mediated inflammatory skin diseases: a systematic review.
Link zur Quelle
### Was bedeutet diese Forschung zu Anthralin?
Anthralin wird seit langem als Creme gegen Psoriasis eingesetzt.[1][3] Es bremst das schnelle Wachstum der Hautzellen und kann Plaques gut zurückbilden.[1][3]
Die Studie zeigt: Die reizende Wirkung von Anthralin auf gesunde Haut aktiviert das Immunsystem sehr stark. In Tierversuchen lässt sich diese Wirkung nutzen, um über die Haut eine Art „Impfung“ zu verstärken, zum Beispiel gegen Krebszellen.
Für Euch heißt das: Im Moment ändert sich an der Behandlung von Psoriasis nichts. Die Daten stammen aus Mausmodellen. Ob dieser Ansatz beim Menschen wirkt und sicher ist, muss erst geprüft werden.
Positiv ist: Ein bekanntes Psoriasis‑Medikament bleibt in der Forschung wichtig. Das kann langfristig zu neuen Möglichkeiten führen, etwa wenn Menschen mit Psoriasis zusätzlich Krebs haben. Bis dahin gilt: Anthralin nur nach ärztlicher Anweisung nutzen. Eure Hautpflege und Euer Alltag müsst Ihr nicht anpassen.
Originaltitel: Anthralin—From Psoriasis Drug to Power Adjuvant
Link zur Quelle
Anthralin ist seit vielen Jahren ein Cremewirkstoff gegen Psoriasis. Es bremst das schnelle Wachstum von Hautzellen und Plaques können sich lösen. In kranker Psoriasishaut dämpft Anthralin Entzündungen, in gesunder Haut löst es aber Reizungen über aggressive Sauerstoffteilchen aus. Forschende wollen diesen Effekt jetzt nutzen. Zusammen mit dem Wirkstoff Imiquimod kann Anthralin starke Killer T Zellen anregen, das ist spannend für neue Impfungen über die Haut und mögliche Krebstherapien. Bisher gibt es diese Daten nur aus Mausversuchen, ob das beim Menschen sicher wirkt ist offen.
Originaltitel: Anthralin-From Psoriasis Drug to Power Adjuvant.
Link zur Quelle
**Nierensicherheit von Biologika bei Psoriasis**
Die TriNetX‑Studie wertet Versorgungsdaten von vielen Psoriasis‑Betroffenen aus und vergleicht Personen mit und ohne moderne Systemtherapien wie Biologika oder Apremilast.[11] Andere große Auswertungen zeigen, dass Biologika die Nierenfunktion in der Regel nicht verschlechtern.[1][2] Das Risiko für akutes oder chronisches Nierenversagen bleibt niedrig und ist vergleichbar mit klassischen Systemtherapien.[1][7] Unterschiede zwischen den einzelnen Biologika‑Klassen sind gering.[1][5]
Für Euch bedeutet das: Die Entscheidung für ein Biologikum geht meist nicht mit einem zusätzlichen Nierenrisiko einher.[1][5] Gleichzeitig bleibt das durch Psoriasis erhöhte Grundrisiko für Nierenschäden bestehen, besonders bei Diabetes oder bereits eingeschränkter Nierenfunktion.[1][4][9]
Im Alltag sind regelmäßige Blut‑ und Urinkontrollen, guter Blutdruck‑ und Blutzucker‑Einstellung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr wichtig.[1][4][5] Sprecht mit Eurem Behandlungsteam, welches Medikament zu Eurer Gesamtsituation passt und welche Laborwerte überwacht werden sollen.[1][5] So könnt Ihr von der Wirkung der Biologika profitieren und Eure Nieren bestmöglich schützen.[1][5]
Originaltitel: 0334 Renal safety in psoriasis patients treated with biologics: Evidence from TriNetX
Link zur Quelle
### Psoriasis und Risiko für trockene Netzhautschäden
Die Studie zeigt: Menschen mit Psoriasis haben ein erhöhtes Risiko für eine altersbedingte Makuladegeneration, vor allem für die trockene Form.[4][3][1]
Über zehn Jahre war das AMD‑Risiko um 56 Prozent höher als in einer Vergleichsgruppe mit Depression, für die trockene AMD um 13 Prozent.[4][3][10]
Die Forschenden vermuten, dass Entzündung und eine Störung der Blutfette eine Rolle spielen.[1][3][2]
Für Euch heißt das: Achtet neben Haut und Gelenken auch auf Eure Augen. Besonders ab 55 Jahren sind regelmäßige Kontrollen beim Augenarzt sinnvoll.
Ein wichtiges Zeichen für die Zukunft: In der Studie hatten Menschen mit Psoriasis, die Biologika erhielten, etwa 27 Prozent weniger AMD‑Risiko als nur mit Kortison‑Salben.[3][7][10]
Ihr könnt selbst beitragen: nicht rauchen, Euch regelmäßig bewegen, auf ausgewogene Ernährung achten und Begleiterkrankungen wie Diabetes gut behandeln. Diese Maßnahmen schützen Herz und Gefäße und damit auch die Augen.
Originaltitel: Psoriasis is associated with increased risk of non-exudative age-related macular degeneration
Link zur Quelle
Viele Menschen nutzen Biologika bei Psoriasis oder Gelenkproblemen, doch die Mittel können selten die Haut neu reizen[1][2].
Ein 42 Jahre alter Arbeiter mit Spondylitis bekam lange Adalimumab, erst nach vier Jahren traten Rötungen und Pusteln an Händen und Füßen auf.
Ärztinnen stellten palmoplantare Pustelpsoriasis und Psoriasis vulgaris fest.
Sie wechselten auf Secukinumab, die Haut wurde etwas ruhiger.
Solche Fälle zeigen, dass Biologika auch nach langer Zeit plötzlich Psoriasis auslösen oder verschlimmern können[1][2].
Wer neue Flecken oder Pusteln unter der Spritzentherapie bemerkt, sollte früh mit dem Hautarzt reden.
Originaltitel: [Cutaneous side effects of biologics: an important topic also in occupational dermatology].
Link zur Quelle
Viele Menschen mit Psoriasis fragen sich, ob sie später eine Psoriasis Arthritis entwickeln. In einer neuen Studie wurden Blut und Haut von Betroffenen genau angesehen. Bei Menschen mit Psoriasis Arthritis war ein Schutzstoff namens Elafin schwächer, dazu war das Enzym neutrophile Elastase stärker. Das Gleichgewicht dieser Stoffe war also verschoben. Das spricht dafür, dass Abwehrzellen bei Psoriasis Arthritis weniger gebremst werden. Solche Unterschiede könnten helfen zu erkennen wer ein höheres Risiko für Gelenkbeschwerden hat.
Originaltitel: Psoriasis patients with psoriatic arthritis demonstrate a reduced regulatory capacity for neutrophil elastase.
Link zur Quelle
In der Studie wird gezeigt, dass ein höheres Körpergewicht die Chance verringert, einen Zustand mit **minimaler Krankheitsaktivität** zu erreichen.[2][4]
Das gilt besonders für Psoriasis‑Arthritis‑Patienten, die mit **TNF‑Blockern** behandelt werden, andere moderne Medikamente sind davon weniger betroffen.[2]
Vor allem die Beschwerden, die Ihr selbst angebt, wie Schmerzen und allgemeines Befinden, sind bei höherem Gewicht stärker.[2]
## Was bedeutet das für Euch?
Für Euch heißt das: Gewicht spielt eine Rolle dafür, wie gut eine Therapie wirken kann, aber es ist nicht der einzige Faktor.[2][6]
Auch Alter, Rauchen, Schäden an den Gelenken und Begleiterkrankungen haben einen Einfluss.[2]
Es gibt verschiedene Wirkstoffklassen, bei denen ein höherer BMI die Wirkung offenbar weniger einschränkt, darüber könnt Ihr mit Euren Ärztinnen und Ärzten sprechen.[2][4]
Im Alltag kann es helfen, schrittweise Gewicht zu reduzieren, zum Beispiel durch mehr Bewegung und eine angepasste Ernährung.[6][8]
Studien zeigen, dass Gewichtsabnahme die Krankheitsaktivität bei Psoriasis‑Arthritis deutlich verbessern kann, besonders in Kombination mit einer laufenden Therapie.[6][8]
Wichtig ist, dass Ihr Euch Unterstützung holt und Euch nicht selbst die Schuld gebt, sondern Gewicht als einen beeinflussbaren Baustein der Behandlung seht.
Originaltitel: Body mass index and achievement of minimal disease activity in psoriatic arthritis across different classes of advanced therapy | Rheumatology | Oxford Academic
Link zur Quelle
Psoriasis ist eine chronische Entzündung der Haut, dabei greifen angeborene und erworbene Abwehr eng ineinander.[2][13] Im Mittelpunkt steht ein Signalweg mit den Botenstoffen IL‑23 und IL‑17.[5][8] Zwei Arten von Abwehrzellen treiben diesen Weg an, Th17 Zellen aus dem trainierten Immunsystem und ILC3 Zellen aus der angeborenen Abwehr.[4][6] Beide Zellen geben IL‑17 und IL‑22 ab, diese Stoffe bringen Hautzellen dazu stark zu wachsen und weiter Entzündung zu machen.[4][7][8] Th17 Zellen halten den Prozess lange in Gang, ILC3 Zellen reagieren früh und schnell auf IL‑23.[4][6] Bei manchen Menschen überwiegen eher Th17 Zellen, bei anderen eher ILC3 Zellen das könnte erklären warum Formen von Psoriasis und die Wirkung von Therapien sich unterscheiden.[2][5] Forschende hoffen dass dieses Wissen hilft Behandlungen besser auf einzelne Patienten zuzuschneiden.[5][9]
Originaltitel: T helper 17 cells and group 3 innate lymphoid cells define a spectrum of psoriasis endotypes.
Link zur Quelle
Infliximab gibt es nicht nur als Infusion, sondern auch als Spritze unter die Haut. Eine kleine Studie aus einem Kinderzentrum hat 20 Kinder und Jugendliche mit chronisch entzündetem Darm beobachtet. Darunter waren auch jüngere Kinder mit geringem Gewicht, die von Infusion auf Spritze gewechselt sind. Nach gut zehn Monaten blieben 16 Kinder bei der Spritze und die Entzündung blieb ruhig. Die Blutspiegel des Wirkstoffs stiegen deutlich an und störende Antikörper verschwanden. Schwerwiegende Nebenwirkungen traten nicht auf, zwei Kinder bekamen aber stärkeres paradoxes Psoriasis und stoppten deshalb. Für Kinder mit Bedarf an Anti TNF Therapie wirkt die Spritze wie eine bequeme Option, größere Studien laufen noch.
Originaltitel: Subcutaneous infliximab as a maintenance option in pediatric IBD: a real-world cohort including younger and lower-weight children.
Link zur Quelle
Forscher in Bochum testen, wie sich Psoriasis Arthritis besser für jeden einzelnen behandeln lässt.[1]
Sie beobachten 100 Menschen mit aktiver Psoriasis Arthritis, bei denen Methotrexat nicht gut wirkt.[1]
Ärzte geben dann eines von drei Biologika mit Wirkung gegen TNF, IL‑17 oder IL‑23.[1]
Nach 16 Wochen prüfen sie, ob die Krankheit fast ruhig ist.[1]
Dazu sehen sie sich Haut, Gelenke und Nägel genau an und nehmen Blut und kleine Hautproben.[1]
Mit Methoden der künstlichen Intelligenz suchen sie Muster, die zeigen, welches Medikament wem hilft.[1]
Die Studie läuft bis Juli 2026, die Forschenden wollen die Ergebnisse später in Fachzeitschriften teilen.[1]
Originaltitel: Development of a predictive marker panel for the individualised bDMARD therapy of psoriatic arthritis: protocol for a prospective observational study (Integrate-PsA).
Link zur Quelle
Bei manchen Krankheiten hängen Haut und Knochen eng zusammen, dazu zählt auch die Psoriasisarthritis[1]. Dieses Zusammenspiel heißt SKIBO, also skin bone interaction[1]. Ursache sind vererbbare Anlagen und Entzündungen im Immunsystem[1]. Die Haut zeigt Warnzeichen, während Röntgenbild oder MRT Veränderungen am Knochen zeigen[1]. Radiologinnen und Radiologen sollen darum immer auch die Haut ansehen, wenn sie nach Schäden an Gelenken und Knochen suchen[1]. So lassen sich Krankheiten wie Psoriasisarthritis oder SAPHO früher erkennen und besser behandeln[1]. Für Betroffene erklärt SKIBO, warum Haut und Gelenke oft gleichzeitig Probleme machen[1].
Originaltitel: [Cutaneous and skeletal manifestations of systemic diseases: SKIBO].
Link zur Quelle
PsA ist eine chronische Gelenkkrankheit und sie kann das Leben stark einschränken[2][11]. Viele Betroffene haben Übergewicht und sie tragen öfter Herz und Stoffwechselprobleme mit sich[2][11]. Extra Kilos verstärken die Entzündung im Körper und sie drücken auf die Gelenke und dadurch werden Schmerzen und Steifigkeit stärker und Therapien wirken schlechter[2][3][5]. Biologika helfen dann oft weniger gut und Ziele wie niedrige Aktivität sind schwerer zu erreichen[5][12]. Studien zeigen dass Abnehmen Beschwerden mindern kann und Medikamente dann besser greifen[5][12][14]. Fachleute raten deshalb zu einem Plan der Gelenke Haut Gewicht Bewegung und Herz gemeinsam im Blick hat[2][5][11].
Originaltitel: Psoriatic arthritis and obesity: a review of clinical burden and considerations for comprehensive care.
Link zur Quelle
## Übergewicht und Psoriasis-Arthritis gemeinsam denken
Die Übersichtsarbeit zeigt: Viele von Euch mit Psoriasis-Arthritis haben Übergewicht.[4][8] Das erhöht das Risiko für PsA und verstärkt die Entzündung im Körper.[4][9] Betroffene mit hohem Gewicht haben oft mehr Schmerzen, mehr geschwollene Gelenke und eine schlechtere Lebensqualität.[3][8] Übergewicht geht häufig mit Bluthochdruck, Diabetes und Herzkrankheiten zusammen.[4][9][15]
Wichtig: Ein höheres Gewicht kann die Wirkung von Medikamenten mindern.[4][5][16] Es wird dann schwerer, eine niedrige Krankheitsaktivität zu erreichen.[4][6] Die Studien zeigen aber auch: Wenn Ihr Gewicht verliert, bessern sich Gelenkentzündung und Begleiterkrankungen.[3][4][7]
Für Euren Alltag bedeutet das: Sprecht mit Eurem Behandlungsteam offen über Gewicht und Ernährung.[2][13] Lasst Herz, Blutdruck, Zucker und Blutfette regelmäßig kontrollieren.[4][9][15] Eine kalorienarme Ernährung und sanfte, gelenkschonende Bewegung können ein wichtiger Teil Eurer Behandlung sein.[7][13] Holt Euch bei Bedarf Unterstützung durch Ernährungsberatung und psychologische Hilfe.[1][14]
Originaltitel: Psoriatic arthritis and obesity: a review of clinical burden and considerations for comprehensive care - PubMed
Link zur Quelle
**Was zeigt die Studie?**
Die Studie ordnet **genitale und inverse Psoriasis** als eigenen Typ der Psoriasis ein, mit typischen Beschwerden und besonderen Merkmalen.[3]
Das erklärt, warum die Erkrankung in Hautfalten und im Intimbereich anders aussieht, stärker nässt und sich oft schmerzhafter oder empfindlicher anfühlt.[1][2][3]
Auch Therapien wirken dort nicht immer so gut wie an anderen Hautstellen.[3][6]
Für Euch bedeutet das: Ärztinnen und Ärzte nehmen diese Form zunehmend als eigenes Problem ernst.
Es wird mehr gezielt geforscht, welche Medikamente und Cremes an Genitalien und in Hautfalten am besten helfen.[3][4][5]
Damit wächst die Chance auf besser passende Behandlungen und auf Empfehlungen, die Eure Lebensqualität und Sexualität stärker berücksichtigen.[3][5][7]
Im Alltag hilft es, offen über Beschwerden zu sprechen, auch über Schmerzen beim Sex oder Schamgefühle.[3][7]
Nutzt eher **milde, nicht zu fettige Pflege**, haltet Hautfalten möglichst trocken und vermeidet starke Reibung, zum Beispiel mit Gleitmittel beim Geschlechtsverkehr.[1][2][7]
Originaltitel: Clinical and genetic characterization of genital and inverse psoriasis as a distinct psoriasis endotype
Link zur Quelle
## Neue Ziele für zukünftige Psoriasis-Behandlungen
Die Forschenden haben Hautzellen mit einer Gen-Schere behandelt und von einer KI auswerten lassen.[1][9]
So fanden sie Gene, die das IL‑17‑Signal in den Hautzellen steuern, besonders den Oxytocin‑Rezeptor und einen Stoffwechselweg für Leukotriene.[1][9]
Salben mit Wirkstoffen gegen diese Ziele konnten bei Mäusen die Schuppenflechte deutlich mindern, ähnlich stark wie eine gespritzte IL‑17‑Therapie.[1]
Für Euch bedeutet das: Die Ergebnisse zeigen neue Ansätze für **künftige** Behandlungen direkt an der Haut.
Solche Salben könnten eines Tages Entzündung und gestörte Hautbarriere zugleich bessern und dabei den ganzen Körper weniger belasten.[1]
Noch ist das aber Forschung an Mäusen und im Labor, nicht an Menschen.[1][8]
Für den Alltag heute ändert sich nichts an den empfohlenen Therapien und der Wichtigkeit guter Hautpflege.
Die Studie bestätigt aber, wie zentral Eure Hautbarriere ist.
Sanfte Pflege, Feuchtigkeit und Schutz der Haut bleiben ein wichtiger Teil Eurer Behandlung.
Originaltitel: AI-guided CRISPR screening reveals therapeutic targets in psoriasis - Nature Communications
Link zur Quelle
Die Studie zeigt: Mit Hilfe von CRISPR und Künstlicher Intelligenz lassen sich unerwartete Angriffspunkte für Medikamente gegen Psoriasis direkt in menschlichen Hautzellen finden. Erste Salben im Tiermodell wirkten ähnlich stark wie eine etablierte Biologika‑Therapie.[3]
### Was bedeutet das für Euch?
Für Euch heißt das: Es gibt neue Ideen, wie man Entzündung in der Haut sehr gezielt bremsen könnte. Die Forschenden fanden dabei auch ein Ziel, das bisher kaum beachtet wurde, zum Beispiel den Oxytocin‑Rezeptor.
Das Besondere: Die Wirkstoffe wurden als Gel auf die Haut der Mäuse gegeben und wirkten ähnlich gut wie eine Spritzentherapie mit Biologika.[3] In Zukunft könnten solche lokalen Therapien helfen, mit weniger Einfluss auf das ganze Immunsystem auszukommen.
Wichtig: Das ist frühe Forschung. Bisher wurden nur Tiermodelle getestet. Für Euch ändert sich im Alltag noch nichts. Aber die Studie liefert Bausteine, damit später neue Salben oder Cremes entwickelt werden können, die gezielt in Hautzellen ansetzen.
Originaltitel: Surprising drug targets for psoriasis emerge from comprehensive CRISPR study of human skin cells
Link zur Quelle
Wie oft Menschen mit entzündlichem Rheuma im Krankenhaus landen, hat sich in Deutschland deutlich verändert. Für Rheumatoide Arthritis ging die Zahl der Klinikaufenthalte seit 2010 spürbar zurück. Kinder mit kindlicher Arthritis mussten sogar deutlich seltener ins Krankenhaus. Bei Psoriasis Arthritis stiegen die Klinikfälle dagegen leicht an. Morbus Bechterew blieb fast unverändert. 2020 brachen die Zahlen für alle Gruppen ein, wohl wegen der Corona Pandemie. Trotz besserer Medikamente brauchen viele weiter Operationen. Bei Rheuma werden oft Hüften und Knie ersetzt, bei Morbus Bechterew eher an der Wirbelsäule operiert. Darum ist ein gutes Team aus Rheumatologie und Orthopädie wichtig.
Originaltitel: Changing Patterns of Hospitalisation and Orthopaedic Procedure Profiles in Major Inflammatory Rheumatic Diseases in Germany: a Nationwide Analysis of Hospital Discharge Data.
Link zur Quelle
Wie schwer deine Psoriasis ist, entscheidet oft über die Therapie[1]. Ärzte nutzen dafür den PASI, einen Punktwert für Ausbreitung und Stärke der Plaques[1]. Diesen Wert zu schätzen ist gar nicht so leicht und braucht Übung[1]. Eine Studie hat nun Medizinstudierende mit VR-Brille oder klassischem Vortrag trainiert[1]. Die Gruppe mit VR hat die Schwere der Psoriasis genauer eingeschätzt und war zufriedener mit der Lerneinheit[1]. Das ist gut für dich, denn besser geschulte Ärzte können passende Therapien schneller finden[1]. Vielleicht läuft dein nächster Arztbesuch also mit Hilfe von VR im Hintergrund[1].
Originaltitel: Psoriasis Area and Severity Index Training via Virtual Reality Application: New Way of Effective Teaching.
Link zur Quelle
Wenn Gelenke bei axialer Spondyloarthritis oder Psoriasis Arthritis Probleme machen sollen Ärzte klar sehen wie aktiv die Entzündung ist.
Eine internationale Forschergruppe hat verschiedene Tests verglichen und festgestellt dass zusammengesetzte Werte besser sind als nur die Zahl der geschwollenen Gelenke.
Besonders gut schnitt der DAPSA44 ab.
Er fasst Gelenkschmerzen geschwollene Gelenke und Einschätzung durch Patienten zu einem Wert zusammen.
Fachleute empfahlen DAPSA44 fast einstimmig als Standard für Studien.
Das kann helfen neue Therapien genauer zu prüfen und zu vergleichen.
Originaltitel: Instrument selection for the assessment of peripheral arthritis in axial and peripheral spondyloarthritis: an ASAS project.
Link zur Quelle