**Was bedeutet die Studie für Euch?**
Die Studie zeigt: Frauen mit PCOS haben häufiger zusätzliche Autoimmunerkrankungen, etwa an der Schilddrüse oder rheumatische Erkrankungen.[1][5][7]
Je nach PCOS‑Typ scheint dieses Risiko unterschiedlich hoch zu sein. Formen mit stark gestörten Hormonen und ausgeprägten Stoffwechselproblemen sind eher betroffen.[1][4][7]
Für Euch heißt das: Wenn Ihr PCOS und Psoriasis oder Psoriasis arthritis habt, achtet noch mehr auf Zeichen wie starke Müdigkeit, unerklärliche Gewichtsschwankungen, Gelenkschmerzen oder Herzklopfen. Sprecht Eure Ärztin oder Euren Arzt gezielt auf Autoimmunerkrankungen an.
Wichtig bleibt der Alltag: Rauchstopp, möglichst normales Gewicht, Bewegung und eine ausgewogene, eher entzündungsarme Ernährung können die allgemeine Entzündungsbelastung senken und damit mehrere Erkrankungen zugleich günstig beeinflussen.[1][4]
Originaltitel: Frontiers | Autoimmune diseases in patients with different PCOS phenotypes
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### Was zeigt diese Übersichtsarbeit zu „Biotics“?
Die Autorinnen und Autoren haben Studien zu Probiotika, Präbiotika und ähnlichen Stoffen ausgewertet, die über den Darm das Immunsystem bei Psoriasis beeinflussen sollen.[1] In den meisten Studien bekamen die Teilnehmenden Milchsäurebakterien zusammen mit bestimmten Ballaststoffen.[1]
Nach einigen Wochen zeigten sich oft Veränderungen der Darmflora, niedrigere Entzündungswerte im Blut und eine geringere Schwere der Psoriasis.[1][2] Insgesamt könnten solche Biotika die Lebensqualität von Menschen mit Psoriasis verbessern.[1]
Wichtig ist aber: Die bisherigen Studien sind klein und sehr unterschiedlich geplant, daher bleibt offen, welche Bakterienstämme, Dosen und Dauer wirklich sinnvoll sind.[1][2]
Für Euch heißt das: Biotika kommen eher als Ergänzung zur üblichen Behandlung infrage, nicht als Ersatz.[1] Sprecht Probiotika oder Ballaststoff‑Präparate am besten mit Eurer Ärztin oder Eurem Arzt ab.
Unabhängig von Präparaten kann eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten den Darm unterstützen und damit Entzündungen im Körper günstig beeinflussen.
Originaltitel: Biotics: The Food Ingredients Supporting the Intestinal Microbiota and Immune System in Psoriasis | Nutrition Reviews | Oxford Academic
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Bei Menschen mit chronisch-entzündlicher Arthritis schaffen etwa zwei Drittel, die WHO-Empfehlungen für regelmäßige körperliche Aktivität auch längerfristig einzuhalten.[5] Krankheitsmerkmale oder Medikamente scheinen dabei weniger wichtig zu sein als persönliche Faktoren wie das Geschlecht.[5]
### Bewegung bei chronischer Entzündung: Dranbleiben ist möglich
Die Studie begleitete Menschen mit Spondyloarthritis, Psoriasis-Arthritis und Rheumatoider Arthritis über mehr als ein Jahr.[5] Etwa 67 Prozent erfüllten weiterhin die WHO-Empfehlung. Das bedeutet mindestens 150 Minuten Bewegung mit mittlerer Belastung pro Woche.[5]
Die Art der Erkrankung, die Behandlung oder die Krankheitsdauer hatten keinen erkennbaren Einfluss darauf, ob jemand langfristig aktiv blieb.[5] Männer hielten sich jedoch deutlich häufiger an die Empfehlungen als Frauen.[5]
Für Euch heißt das: Viele von Euch können ein angepasstes Bewegungsprogramm dauerhaft in den Alltag einbauen. Entscheidend ist, dass die Aktivität zu Euch passt und Ihr Unterstützung bekommt. Fragt Euer Behandlungsteam nach einem individuellen Trainingsplan und nach Angeboten, die beim Dranbleiben helfen, besonders für Frauen.[2]
Originaltitel: Long-term adherence to adapted physical activity in patients with chronic inflammatory arthritis: Insights from a longitudinal observational study
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## Was zeigt diese Studie zu Autoimmunerkrankungen nach COVID-19?
Die Studie nutzte Krankenkassendaten aus Südkorea und verglich Menschen mit und ohne COVID‑19 über etwa sechs Monate.[1]
Nach einer COVID‑19‑Infektion traten bestimmte Autoimmunerkrankungen häufiger neu auf. Dazu gehörten unter anderem Morbus Behçet, ankylosierende Spondylitis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Psoriasis, Typ‑1‑Diabetes und Morbus Basedow.[1]
Auch wer nur einen milden Verlauf hatte, hatte ein etwas höheres Risiko für neue Autoimmunerkrankungen.[1] Das bedeutet: Nach einer COVID‑19‑Infektion solltet Ihr neue Beschwerden ernst nehmen. Zum Beispiel anhaltende Durchfälle, ungeklärten Gewichtsverlust, starke Müdigkeit, Sehstörungen oder starke Hautveränderungen.
Für den Alltag heißt das: Gute Infektvorbeugung bleibt wichtig. Andere Studien deuten darauf hin, dass Impfungen das Risiko für neue Autoimmunerkrankungen verringern können.[2][3]
Für die Zukunft kann ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge helfen, Therapien gezielter zu entwickeln.
Originaltitel: Association between coronavirus disease 2019 and new-onset autoimmune diseases during the early phase of the pandemic
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### Was bedeutet diese Studie für Euch?
Die Analyse vergleicht verschiedene **Biologika** bei **Kopfhaut-Psoriasis**, auch wenn die Medikamente nie direkt gegeneinander getestet wurden.
Ergebnis: **Ixekizumab** und **Brodalumab** führen am schnellsten zu einer deutlich saubereren Kopfhaut, vor allem in den ersten 12 bis 16 Wochen.
**Guselkumab** wirkt ebenfalls sehr gut und zeigt dabei insgesamt das günstigste Verhältnis von Wirkung zu Nebenwirkungen.
Für Euch heißt das: Es gibt mehrere wirksame Optionen für schwere Kopfhaut-Psoriasis. Wenn schnelle Besserung ganz oben steht, kommen andere Wirkstoffe infrage als bei einem Fokus auf Langzeit-Sicherheit.
Im Alltag bleibt wichtig: Weiter pflegen, Trigger meiden und mit Eurer Dermatologin oder Eurem Dermatologen besprechen, welches Biologikum zu Eurer Situation und Euren Wünschen passt.
Originaltitel: emJournal of the European Academy of Dermatology and Venereology/em | Wiley Online Library
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### Mittelmeer-Ernährung bei Psoriasis und anderen Entzündungen
Die Autorinnen fassen Studien zur Mittelmeer-Ernährung und drei Hautkrankheiten zusammen: Akne, Psoriasis und Hidradenitis suppurativa.[1][4] Diese Krankheiten gehören zu den autoentzündlichen Erkrankungen mit einem zu aktiven angeborenen Immunsystem.[1] Wer sich stärker an diese Ernährungsform hält, hat in vielen Beobachtungsstudien meist mildere Verläufe.[1][4] Typisch sind viel Gemüse Obst Vollkorn Hülsenfrüchte Nüsse Fisch und Olivenöl sowie wenig rotes Fleisch und Zucker.[4]
Die Daten zeigen nur einen Zusammenhang, sie beweisen keine Ursache.[1] Trotzdem sehen Fachleute die Mittelmeer-Ernährung als sinnvolle Ergänzung zu Medikamenten.[4] Sie kann Entzündung und Gewicht senken und Herz und Gefäße schützen.[4]
Für Euch heißt das: Ernährung ersetzt keine Therapie.[4] Aber Ihr könnt im Alltag prüfen, wie nah Eure Kost an der Mittelmeer-Ernährung liegt.[4] Sprecht darüber mit Eurem Behandlungsteam.[4]
Originaltitel: Exploring the Associations Between Mediterranean Diet Adherence and Autoinflammation‐Associated Skin Diseases
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**Was bedeutet diese Studie?**
Die Forschenden haben viele Kinder und junge Erwachsene mit **Psoriasis seit der Kindheit** beobachtet.[4] Nur ein **kleiner Teil** von ihnen hat zusätzlich eine Gelenkentzündung entwickelt, also Psoriasis-Arthritis.[4] Das passiert meist **erst nach einiger Zeit** und nicht sofort nach Beginn der Hautveränderungen.[3][
Originaltitel: Development of Arthritis in a Large Real-World Cohort of Patients With Pediatric Onset Psoriasis
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**Mediterrane Ernährung: Was die MEDIPSO-Studie für Euch bedeutet**
In der MEDIPSO‑Studie aßen 38 Menschen mit milder bis mittelschwerer Psoriasis 16 Wochen lang entweder eine mediterrane Ernährung mit Beratung oder bekamen nur einfache fettarme Tipps.[1][3] Die Medikamente wurden nicht geändert.[5]
In der mediterranen Gruppe wurde die Haut deutlich besser. Der PASI‑Wert sank im Mittel um 3,4 Punkte, in der Vergleichsgruppe gar nicht.[1][3][6] Fast die Hälfte erreichte eine Besserung der Psoriasis um 75 Prozent, in der Kontrollgruppe niemand.[3][5][6] Wer die Ernährung genauer einhielt, profitierte stärker.[3][7]
Die mediterrane Ernährung bedeutet viel Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse, Fisch und vor allem Olivenöl. Dazu wenig rotes Fleisch, Wurst, Süßes und Fertigprodukte.[7]
Für Euch heißt das: Ernährung kann ein zusätzlicher Baustein zur Behandlung sein. Sie ersetzt aber keine Medikamente. Sprecht mit Eurem Arzt oder einer Ernährungsberatung, bevor Ihr Eure Ernährung umstellt.
Originaltitel: A powerful way to improve psoriasis: the Mediterranean diet intervention of the MEDIPSO study
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### Was zeigt diese Studie?
Die Forschenden haben Daten von vielen Menschen mit Psoriasis ausgewertet.[6][7]
Sie schauten: Wie oft tritt Psoriasis arthritis auf. Und wie ist die durchschnittliche Außentemperatur am Wohnort.
Ergebnis: In Regionen mit **höherer Jahres‑Temperatur** hatten Menschen mit Psoriasis **etwas häufiger** auch Psoriasis arthritis.[2][6][7]
Pro 1 Grad Fahrenheit mehr stieg die Wahrscheinlichkeit um etwa 2 Prozent.[2][7]
Das ist ein kleiner Unterschied. Die Studie kann nur einen Zusammenhang zeigen. Sie beweist **nicht**, dass Wärme die Ursache ist.[6][7]
Für Euch heißt das:
Die Ergebnisse ändern im Alltag noch nichts Konkretes. Sie zeigen aber, dass Umweltfaktoren wie Klima eine Rolle spielen könnten. Achtet deshalb weiter gut auf Eure Gelenke. Meldet neue Gelenk‑Schmerzen früh bei Eurer Ärztin oder Eurem Arzt. Gute Basistherapie, Bewegung und Nichtrauchen bleiben wichtig – unabhängig vom Wohnort.
Originaltitel: Ambient Temperature and Psoriatic Arthritis Odds Among Patients With Psoriasis: A Cross-sectional Analysis - Michael R. Nock, Stacy Ahn, Charles E. Leonard, Alexis Ogdie, Jeffrey M. Cohen, 2026
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## Was die Umgebung mit Eurer Psoriasis zu tun hat
Die Auswertung vieler Studien zeigt: Nicht nur Gene und Immunsystem sind wichtig.[4]
Auch Luftverschmutzung, Chemikalien und soziale Lage beeinflussen, ob Psoriasis entsteht und wie schwer sie verläuft.[4]
Schlechte Luft mit Feinstaub und Stickoxiden und Stoffe wie PFAS standen oft mit mehr Schüben und stärkerer Psoriasis in Verbindung.[4]
Auch Ereignisse wie Waldbrände erhöhten Arztbesuche.[4]
Menschen in benachteiligten Wohngegenden waren häufiger betroffen und hatten stärkere Beschwerden.[4]
Für Euch heißt das: Die Krankheit ist nicht Eure Schuld.
Eure Umgebung spielt mit.
Im Alltag könnt Ihr Belastung durch Rauch und starke Luftverschmutzung möglichst meiden.
Achtet bei Hitze und Smog auf gute Hautpflege und haltet Rücksprache mit Eurer Ärztin oder Eurem Arzt.
Wichtig ist auch, dass Politik und Gesundheitswesen für saubere Luft sorgen und den Zugang zur Versorgung in belasteten Vierteln verbessern.[4]
Originaltitel: Environmental and Neighborhood Determinants of Psoriasis: A Systematic Review of Pollution, Built Environment, and Socioeconomic Vulnerability on Psoriasis - Dermatology and Therapy
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### Was zeigt die Studie?
Die Forschenden haben 214 Menschen mit Psoriasis befragt. Die meisten hatten eher milde Hautveränderungen. Trotzdem berichteten sie deutlich schlechtere seelische und körperliche Gesundheit als Menschen ohne Psoriasis.
Wichtig: Die Schwere der Psoriasis hing kaum mit der seelischen Verfassung zusammen. Auch wer wenig sichtbare Stellen hatte, konnte stark belastet sein. Menschen, die schon länger als 16 Jahre erkrankt waren, kamen oft etwas besser zurecht. Erfahrung scheint beim Umgang zu helfen.
Für Euch heißt das: Nehmt seelische Belastung ernst, auch bei „leichter“ Psoriasis. Sprecht Ärztinnen und Ärzte auf Eure Stimmung an. Nutzt Angebote wie Psychotherapie oder Selbsthilfegruppen. Achtet im Alltag auf Stressabbau, Bewegung und soziale Kontakte. Pflege für die Haut und Unterstützung für die Seele gehören zusammen.
Originaltitel: Associations between mental health and disease severity in individuals with psoriasis | Skin Health and Disease | Oxford Academic
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Icotrokinra ist eine neue Tablette gegen Schuppenflechte.[3][4] Sie blockiert gezielt den Botenstoff **IL 23** und wird einmal täglich geschluckt.[3][4] In der großen Phase 3 Studie ICONIC LEAD hatten nach 16 Wochen etwa zwei Drittel der Teilnehmenden fast oder ganz klare Haut im Vergleich zu wenigen mit Placebo.[1][3][4] Bis Woche 24 stiegen die Werte weiter an und viele erreichten komplett erscheinungsfreie Haut.[1][3][4] Nebenwirkungen traten etwa gleich oft auf wie unter Placebo und es gab keine neuen Warnsignale.[3][4] Daten über ein Jahr zeigen einen stabilen Effekt wenn Menschen Icotrokinra weiter nehmen.[5] In der Absetzphase schauen Forschende auf Dauer der Wirkung ohne Tablette und auf mögliche Pausen.
Originaltitel: Maintenance of Response With Icotrokinra, a Targeted Oral Peptide, for the Treatment of Moderate-to-Severe Plaque Psoriasis: Randomized Treatment Withdrawal in Adults From the Phase 3, ICONIC-LEAD Study.
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Icotrokinra ist eine neue Tablette gegen Psoriasis an Stellen mit hoher Belastung wie Kopfhaut Genitalbereich Hände Füße und Nägel. In der Studie ICONIC‑TOTAL nahmen über 300 Menschen ab 12 Jahren ein Jahr lang täglich 200 mg oder zuerst Placebo dann Icotrokinra. Nach 24 bis 52 Wochen hatten etwa zwei Drittel fast klare oder ganz klare Haut am ganzen Körper. An der Kopfhaut waren rund 70 Prozent fast oder ganz frei von Plaques. Im Genitalbereich waren es etwa 85 Prozent an Händen und Füßen rund 60 Prozent. Die Nagelpsoriasis besserte sich im Schnitt um etwa 60 Prozent. 88 Prozent hielten die Therapie durch. Nebenwirkungen traten ähnlich oft auf wie unter Placebo. Es zeigte sich kein neues Sicherheitsproblem. Icotrokinra ist noch in Prüfung. Es könnte eine bequeme Option als tägliche Tablette werden.
Originaltitel: Durability of response to icotrokinra for high-impact site psoriasis: 1-year ICONIC-TOTAL findings.
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Eine deutsche Registerstudie aus RABBIT‑SpA hat 800 Menschen mit Psoriasis arthritis beim Start ihrer ersten Biologika Therapie begleitet. 457 waren Frauen 343 Männer. Frauen hatten stärkere Gelenkbeschwerden und mehr Schmerzen. Männer hatten eher stärkere Hautbeschwerden und mehr Nagelpsoriasis. Nach einem Jahr blieben nur 52 Prozent der Frauen aber 68 Prozent der Männer beim ersten Mittel. Männer brachen die Therapie meist ab weil sie nicht gut genug wirkte oder weil es ihnen wieder gut ging. Frauen hörten öfter wegen Nebenwirkungen auf. Frauen meldeten mehr Nebenwirkungen insgesamt. Männer jedoch meldeten doppelt so viele schwere Fälle. Die Autoren fordern neue Strategien für eine gezielte Behandlung von Männern und Frauen.
Originaltitel: Correction: Real-world sex differences in treatment persistence and reasons for discontinuation in psoriatic arthritis patients: results from the German RABBIT-SpA register.
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Im Phase‑4 Versuch IMMpactful traten zwei Mittel gegen Schuppenflechte direkt gegeneinander an. Risankizumab ist ein Biologikum als Spritze. Deucravacitinib ist eine Tablette. 393 Erwachsene mit mittelstarker Psoriasis nahmen teil. Sie hatten noch nie ein Biologikum. Nach 16 Wochen sah die Haut mit Risankizumab meist deutlich besser aus. 57 Prozent erreichten fast erscheinungsfreie Haut PASI 90. Mit Deucravacitinib schafften das nur 23 Prozent. Ganz klare Haut PASI 100 hatten 28 Prozent unter Risankizumab und 7 Prozent unter Deucravacitinib. Auch Juckreiz und Alltag besserten sich stärker. Beide Mittel zeigten ein bekanntes Sicherheitsprofil. Neue Warnsignale traten nicht auf.
Originaltitel: Risankizumab versus Deucravacitinib in Adults With Moderate Plaque Psoriasis: 16-Week Results from the Phase 4 IMMpactful Trial.
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Tildrakizumab wirkt nicht nur auf die Haut. Das zeigt die große POSITIVE Studie mit 785 Erwachsenen mit stärkerer Plaque Psoriasis. Alle bekamen den Antikörper wie in der Praxis. Nach zwei Jahren waren die Plaques bei den meisten fast weg. Etwa neun von zehn lagen beim PASI bei höchstens drei. Viele fühlten sich auch seelisch deutlich besser. Der WHO Test für das Wohlbefinden stieg im Schnitt von knapp 54 auf gut 70 Punkte. Die Leute konnten ihren Alltag wieder freier planen und schämten sich weniger. Auch die Werte zur Lebensqualität wurden viel besser. Die meisten blieben auf dem Medikament. Nur wenige setzten es wegen fehlender Wirkung oder Nebenwirkungen ab. Etwa jeder Zehnte meldete eine Nebenwirkung, schwere Probleme waren selten.
Originaltitel: Patient-Reported Well-Being in Value-Based Routine Care in Psoriatic Disease Using Tildrakizumab: 2-Year Data of the Phase IV POSITIVE Study.
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Blutplättchen sind nicht nur für die Gerinnung da, sie mischen auch bei Schuppenflechte mit. Eine Studie zeigt, dass sie sich in der Haut eng an Abwehrzellen heften, vor allem an neutrophile Granulozyten. Diese Zellpaare sitzen oft in der Oberhaut und dort arbeiten viele Gene für Stress und Entzündung besonders stark. Je mehr solcher Nester die Forscher fanden, desto stärker war die Psoriasis. Bei Psoriasis arthritis traten die Paare aus Blutplättchen und Neutrophilen auch im Blut häufiger auf, das passt zur starken Entzündung bei Gelenkbefall. Versuche an Mäusen deuten darauf hin, dass weniger Blutplättchen die Haut beruhigen können. Später könnten Behandlungen folgen, die genau diese Kontakte bremsen.
Originaltitel: Platelet-neutrophil niches associate with epidermal immune activation and systemic inflammation in psoriatic disease.
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## Was zeigt diese Studie zu Risankizumab und Deucravacitinib?
Die Studie hat Erwachsene mit **mittlerer Plaque-Psoriasis** untersucht. Alle hatten noch kein Biologikum erhalten. Verglichen wurden eine Spritze mit Risankizumab und Tabletten mit Deucravacitinib. Dauer waren 16 Wochen.
Mit Risankizumab wurden die Hautveränderungen bei deutlich mehr Menschen fast oder ganz unsichtbar. Etwa 57 von 100 erreichten eine sehr starke Besserung. Mit Deucravacitinib waren es etwa 23 von 100. Ganz erscheinungsfreie Haut schafften rund 28 von 100 mit Risankizumab und 7 von 100 mit Deucravacitinib.
Nebenwirkungen traten bei beiden Gruppen auf. Sie passten zu dem, was Ärztinnen und Ärzte bisher kennen. Unter Risankizumab waren es etwas weniger.
Für Euch heißt das: Wenn Ihr eine innere Behandlung braucht, kann Risankizumab eine besonders wirksame Option sein. Deucravacitinib bleibt eine Möglichkeit, wenn Ihr Tabletten vorzieht. Wichtig ist das Gespräch mit Eurer Dermatologin oder Eurem Dermatologen.
Originaltitel: Risankizumab versus Deucravacitinib in Adults With Moderate Plaque Psoriasis: 16-Week Results from the Phase 4 IMMpactful Trial - Dermatology and Therapy
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### Kernaussagen für Eure Versorgung
In der Studie fasste eine US‑Expertenrunde vorhandenes Wissen zu genitaler Psoriasis zusammen. Sie legte fest, wie Ärztinnen und Ärzte Untersuchung und Behandlung bei Kindern, Erwachsenen und älteren Menschen besser anpassen können.
Wichtig ist eine gezielte Frage nach Beschwerden im Genitalbereich. Dazu gehört eine einfühlsame Ansprache. Die Untersuchung soll nur nach mündlicher Zustimmung erfolgen. Eine Begleitperson soll angeboten werden.
Bei Kindern und Jugendlichen soll das Team aus Ärzten, Eltern und Kind gemeinsam entscheiden. So steigt die Bereitschaft zur Behandlung. Bei Erwachsenen und älteren Menschen sollen andere Krankheiten und viele Medikamente mit bedacht werden.
Für alle Altersgruppen gilt: Bevorzugt werden Mittel, die in Hautfalten gut verträglich sind. Starke Kortisoncremes sollen nicht lange eingesetzt werden. Die Therapie soll möglichst einfach sein. Hindernisse wie Kosten oder komplizierte Rezepte sollen früh erkannt werden. So kann sich Eure Versorgung spürbar verbessern.
Originaltitel: Considerations for Genital Psoriasis Care Across Age Groups: A Modified Delphi Consensus Initiative from the Genital Psoriasis Wellness Consortium - American Journal of Clinical Dermatology
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### Was zeigt die Studie zu Herz‑Kreislauf-Risiken bei PsA?
Die Studie untersuchte über 5000 Menschen mit Psoriasis arthritis, die erstmals ein Biologikum oder ein zielgerichtetes Medikament bekamen.
Etwa ein Drittel hatte zusätzliche Risiken wie Adipositas, Bluthochdruck, Diabetes oder Fettstoffwechsel-Störungen. Diese Patientinnen und Patienten hatten stärkere Gelenk-Beschwerden und waren im Alltag stärker eingeschränkt.
Trotzdem bekamen sie ähnlich häufig Biologika wie Menschen ohne solche Risiken. Ärztinnen und Ärzte wählten bei mehreren Begleiterkrankungen etwas häufiger IL‑17‑Blocker und seltener JAK‑Hemmer.
Die meisten blieben mindestens ein Jahr bei ihrem ersten Medikament. Wer Herz‑Kreislauf-Risiken hatte, wechselte nur etwas häufiger. Besonders Adipositas hing mit leicht kürzerer Behandlungsdauer zusammen.
Für Euch heißt das: Begleiterkrankungen erschweren die PsA, verhindern aber eine moderne Therapie nicht. Wichtig sind gute Einstellung von Blutdruck, Zucker und Blutfetten und, wenn möglich, Gewichtskontrolle. Das kann die Wirkung der Behandlung unterstützen.
Originaltitel: Impact of cardiometabolic comorbidities on clinical characteristics, prescription patterns and retention rate of first b/tsDMARD treatment in 5299 European real-world patients with psoriatic arthritis
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### Was bedeutet diese Studie für Euch?
Die Auswertung vieler Studien zeigt, dass moderne Biologika und kleine Moleküle die Kopfhaut-Psoriasis deutlich besser bessern als Placebo.
Vor allem die Biologika Ixekizumab und Brodalumab führten am schnellsten zu weitgehend erscheinungsfreier Kopfhaut, meist nach etwa 12 bis 16 Wochen. Guselkumab zeigte eine gute Wirksamkeit bei zugleich günstigem Nebenwirkungsprofil. Insgesamt schnitten Biologika meist besser ab als kleine Moleküle.
Die Auswertung vergleicht die Therapien aber überwiegend nur indirekt, daher sind die Ergebnisse ein Hinweis und kein endgültiger Vergleich. Nicht jede Person spricht gleich gut an.
Für Euch heißt das: Wenn die Kopfhaut trotz Shampoos und äußerlichen Mitteln stark belastet bleibt, könnt Ihr Eure Dermatologin oder Euren Dermatologen gezielt nach diesen Wirkstoffen fragen. Sie sind Systemtherapien und wirken am ganzen Körper. Wichtig bleiben weiter milde Haarpflege, nicht kratzen und bekannte Auslöser möglichst meiden.
Originaltitel: Systematic review and network meta-analysis of biologics and small molecules for scalp psoriasis
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Auf dem GRAPPA Kongress standen zwei Projekte zu Psoriasis Arthritis im Fokus. Erstens soll die AXIS Studie endlich klare Regeln für axiale PsA schaffen also Rückenschmerzen durch die Krankheit. 409 Menschen mit PsA machten mit und es wurden viele Bilder von Wirbelsäule und Gelenken ausgewertet. Als nächstes entsteht ein Werkzeug für Ärztinnen und Ärzte zur sicheren Einordnung dieser Form. Zweitens gibt es nun klare Regeln für schwer zu behandelnde PsA und für therapieresistente PsA. Schwer zu behandeln ist eine PsA mit anhaltenden Beschwerden trotz passender Medizin und mit oft vielen Begleiterkrankungen. Therapieresistent heißt mehrere Mittel schlagen nicht an und die Entzündung geht weiter. Diese klaren Begriffe sollen Ärztinnen und Ärzten helfen die Therapie besser zu planen.
Originaltitel: GRAPPA Research Projects: Development of Criteria for Axial Psoriatic Arthritis and Definitions of Complex-to-Manage and Treatment-Refractory Psoriatic Arthritis.
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In Bogotá trafen sich im Juli junge Ärztinnen und Forscher zu GRAPPA 2025. Sie arbeiten zu Schuppenflechte und Psoriasis arthritis. Zum Start lief ein eigenes Treffen für den Nachwuchs. Dort gab es fünf Kurzvorträge und 17 Poster. Themen waren Gene und das Abwehrsystem und neue Medikamente und der Alltag mit der Krankheit. Viele Projekte suchten nach besseren Wegen für eine frühe Diagnose. Andere Teams prüften, wie man Schmerzen und Müdigkeit genauer misst. Die Beiträge kamen aus vielen Ländern. Das zeigt, dass GRAPPA weltweit wächst und Leute gut vernetzt. Für Betroffene heißt das, es fließen frische Ideen in künftige Studien und Therapien.
Originaltitel: Advancing Psoriatic Disease Knowledge: Highlights From the GRAPPA 2025 Trainee Symposium.
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### Psoriasis und Neurodermitis: Wechsel unter moderner Therapie
Die Studie beobachtete 148 Menschen mit Schuppenflechte oder Neurodermitis in mehreren Ländern. Unter vor allem neuen Systemtherapien kam es bei einigen zu einem Wechsel des Hauttyps. Aus typischen Psoriasis-Plaques wurden eher ekzemartige, neurodermitisähnliche Herde. Umgekehrt entwickelten Menschen mit Neurodermitis psoriasistypische, schuppige Plaques. Ursache ist wohl, dass die Medikamente die Abwehr im Körper in eine andere Richtung lenken. Die Haut entzündet sich dann anders.
**Was bedeutet das für Euch?**
Der Wechsel ist selten, aber wichtig zu kennen. Wenn Ihr unter einer Behandlung plötzlich andere Flecken, stärkeren Juckreiz oder ein verändertes Muster bemerkt, solltet Ihr früh Eure Dermatologin oder Euren Dermatologen informieren. Setzt Medikamente nicht selbst ab. Oft lässt sich das neue Hautbild durch Anpassen der Therapie oder zusätzliche Pflege wieder beruhigen.
Das wachsende Wissen über solche Wechsel hilft, Behandlungen besser auf Euch abzustimmen. Achtet im Alltag auf Veränderungen, macht bei Bedarf Fotos und notiert, wann sie auftreten.
Originaltitel: emJournal of the European Academy of Dermatology and Venereology/em | Wiley Online Library
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### Melissa officinalis bei Psoriasis: Was zeigt die Forschung?
In der Tierstudie wurden Mäuse mit psoriasiformen Hautveränderungen behandelt. Sie erhielten Extrakte aus Melissa officinalis. Die Haut wurde dünner, es gab weniger Schuppung. Zeichen der Entzündung gingen zurück. Auch Zeichen von oxidativem Stress nahmen ab. Die Hautbarriere wurde stabiler. Das Team spricht deshalb von mehreren Angriffspunkten der Pflanze.
Für Euch bedeutet das: Melissa officinalis wirkt im Tiermodell gegen typische Psoriasis‑Merkmale. Das macht weitere Forschung sinnvoll. Es ist aber noch keine gesicherte Behandlung für Menschen.
Es gibt erste kleine Studien mit Melissen‑Syrup beim Menschen. Dort wurden Juckreiz und PASI etwas besser. Die Daten reichen noch nicht für klare Empfehlungen. Nutzt Melissa daher höchstens ergänzend. Sprecht vorher mit Eurer Hautärztin oder Eurem Hautarzt. Wichtig bleiben bewährte Therapien, gute Basispflege und ein Lebensstil, der Entzündung eher dämpft.
Originaltitel: Multi-Target Anti-Psoriatic Effects of Melissa officinalis: Phytochemical, Redox, Immunological, and Histological Evidence from an In Vivo Study - PubMed
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