Die Entzündung bei Plaque-Psoriasis entsteht vor allem durch das Zusammenspiel von zwei Botenstoffen: **Interleukin-23 und Interleukin-17**. Wenn IL-17 in der Haut aktiv ist, heizt das die Immunabwehr an und sorgt für typische Schuppenflechte-Symptome[1][2]. Medikamente, die gezielt IL-17 oder dessen Rezeptor blockieren, helfen vielen Menschen und bessern oft die Haut und auch die Werte im PASI (ein Bewertungsmaß für Psoriasis)[1].
Eine neue Möglichkeit ist das Hemmen von **RORγ**, einem wichtigen Schalter in bestimmten Immunzellen (den sogenannten Th17-Zellen)[3]. Wird RORγ gehemmt, produzieren diese Zellen weniger vom „Feuerzeug“ IL-17 und andere entzündungsfördernde Stoffe sinken ebenfalls ab[1][2]. Das unterscheidet sich von Medikamenten, die direkt IL-17 „ausschalten“: RORγ-Hemmer stoppen gleich mehrere Botenstoffe auf einmal und wirken damit gezielter an der Ursache[2]. Die Forschung läuft, doch es gibt noch keine Tablette oder Creme mit garantiert starker Wirkung für Menschen mit Schuppenflechte – daran wird weiter geforscht[3].
Originaltitel: Differential Effects of RORγ Inhibition on Selected Pathways in Plaque Psoriasis
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Menschen mit einer schlechten Herz-, Nieren- und Stoffwechsel-Gesundheit haben ein deutlich höheres Risiko, an Psoriasis zu erkranken. Besonders betroffen sind Menschen, die genetisch vorbelastet sind. Auch wer bereits mittelschwere oder schwere Psoriasis hat, sollte aufpassen: Je höher der PASI-Wert (das ist ein Maß für die Schwere der Schuppenflechte), desto größer ist das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen[1][2]. Psoriasis ist also nicht „nur“ eine Hautkrankheit, sondern häufig mit anderen Erkrankungen verbunden. Wer Psoriasis hat, sollte deshalb regelmäßig Blutdruck, Zucker und Cholesterin kontrollieren lassen und Herz und Nieren im Blick behalten[2][3].
Originaltitel: emJournal of the European Academy of Dermatology and Venereology/em | Wiley Online Library
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Viele Jugendliche mit sichtbaren Hautkrankheiten wie Akne, Ekzemen, Vitiligo oder Keloiden leiden besonders stark unter seelischem Stress. Das gilt vor allem für Jugendliche aus benachteiligten Gruppen, wie indigene, lateinamerikanische oder migrantische Jugendliche[4]. Sie erleben oft Stigmatisierung, also Ausgrenzung, und werden häufiger gemobbt. Immer wieder fühlen sie sich wegen ihrer Hautkrankheit oder ihrer Herkunft anders und weniger akzeptiert. Das schlägt schnell aufs Selbstwertgefühl.
Viele Jugendliche entwickeln aber auch eine starke innere Widerstandskraft. Sie lernen mit der Zeit, mit blöden Sprüchen umzugehen und sich Unterstützung zu holen. Je mehr sie das Gefühl haben, verstanden zu werden, desto leichter fällt es ihnen, mit dem Alltag klarzukommen. Trotzdem bleibt der Druck hoch und viele wünschen sich mehr Verständnis und weniger Vorurteile[4][3].
Originaltitel: Stigma, Bullying, and Resilience: Psychosocial Outcomes in Marginalized Adolescents With Visible Dermatologic Conditions
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Wer als Kind Gewalt, Vernachlässigung oder häusliche Gewalt erlebt hat, hat laut einer großen Studie aus Großbritannien ein höheres Risiko, später bestimmte Autoimmunerkrankungen zu bekommen. Besonders deutlich ist das bei **rheumatoider Arthritis** und **Psoriasis** zu sehen[1][2][3].
Die Forscher untersuchten Daten von über 16 Millionen Menschen und fanden heraus: Erkrankungen wie Psoriasis traten bei Menschen mit belastenden Kindheitserfahrungen häufiger auf. Bei anderen Krankheiten wie chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen oder Lupus fanden sie aber keinen Zusammenhang[1].
Vor allem Frauen waren häufiger betroffen. Die Studienautoren empfehlen, dass Ärztinnen und Ärzte auf solche Zusammenhänge achten sollten, um Betroffenen gezielter helfen zu können[2].
Das zeigt einmal mehr: Was wir in der Kindheit erleben, wirkt oft viel länger nach als gedacht[1][2][3].
Originaltitel: The risk of immune-mediated inflammatory diseases following exposure to childhood maltreatment: A retrospective cohort study using UK primary care data
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Eine Studie aus Kroatien hat untersucht, wie sich **Naphtalan-Therapie** zusammen mit individuell angepasster **Physiotherapie** auf Menschen mit **Psoriasis** und **Psoriasis arthritis** auswirkt. Insgesamt nahmen 119 Patientinnen und Patienten teil. Die Behandlungen dauerten entweder zwei oder drei Wochen.
Die Kombination aus Naphtalan und Bewegung hat den Zustand der Haut und der Gelenke bei den meisten deutlich verbessert. Die Therapie war gut verträglich und zeigte nur selten Nebenwirkungen. Das zeigt: Eine gezielte Behandlung, die Hautpflege und Bewegung verbindet, kann bei Schuppenflechte oder Psoriasis arthritis eine sinnvolle Ergänzung zur Standardtherapie sein. Gerade wer unter beiden Problemen leidet, könnte von so einem Kurbesuch profitieren[2].
Originaltitel: Influence of Naphtalanotherapy (NT) Combined with Individually Tailored Physiotherapy in Patients with Psoriatic Disease: A Study Based on the Psoriatic Arthritis Cohort of the Special Hospital for Medical Rehabilitation - Naftalan, Croatia - PubMed
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Viele Menschen mit **Psoriasis oder anderen entzündlichen Hautkrankheiten** erleben nicht nur körperliche, sondern auch starke **psychische Belastungen**. Besonders Gefühle wie **Scham und Selbstekel** spielen dabei eine große Rolle[1][2][3]. Solche Emotionen entstehen oft durch sichtbare Hautveränderungen, die das Risiko für **Ausgrenzung, Mobbing** und Missverständnisse im Alltag erhöhen[1][2][3][4]. Dabei hängt die Scham weniger von der Schwere der Erkrankung ab, sondern mehr von der eigenen Wahrnehmung und den Reaktionen der Umwelt[1][2][4].
Viele Betroffene ziehen sich zurück und haben Schwierigkeiten, über ihre Probleme zu sprechen. **Sexualität und Beziehungen** können besonders belastet sein, was das Selbstwertgefühl weiter senkt[1][2][4].
Studien zeigen: **Achtsamkeits- und Mitgefühls-basierte Therapien** könnten helfen, mit Scham und Selbstekel besser umzugehen. Erste Ergebnisse sind vielversprechend, auch wenn es bisher nur wenige Untersuchungen dazu gibt[1][2][3]. Neue Therapieansätze könnten so dazu beitragen, die Lebensqualität zu verbessern.
Originaltitel: Frontiers | Shame and disgust in patients with inflammatory skin diseases: a systematic review of psychological correlates and psychotherapeutic approaches
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Forschende haben ein neues **Hautmodell für Psoriasis** im Labor gebaut, das auf menschlichen Zellen basiert. Dabei sorgen sie dafür, dass in bestimmten Hautzellen das Gen **STAT3** besonders aktiv ist, was man auch oft bei Psoriasis sieht. Schon ohne extra Reize zeigt das neue Modell typische **Merkmale von Schuppenflechte**. Wenn dann noch Entzündungsstoffe oder Immunzellen dazukommen, reagiert diese Haut viel stärker als normale Hautmodelle. Das Modell bildet damit gut die Unterschiede ab, die es zwischen gesunder und zu Psoriasis neigender Haut gibt. Es ist sehr **zuverlässig** und könnte helfen, neue Medikamente gezielter und besser zu testen[1].
Originaltitel: A standardizable human-based psoriasis skin model for drug development.
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Forschende haben entdeckt, dass bei Psoriasis bestimmte Veränderungen an der Erbsubstanz, sogenannte **m6A-Modifikationen**, eine wichtige Rolle spielen. In den Fresszellen (Makrophagen) von Betroffenen ist das Enzym **METTL3** stärker aktiv, während das Enzym **ALKBH5** weniger vorkommt. Fehlt METTL3, werden die Psoriasis-Symptome bei Mäusen schwächer, fehlt ALKBH5, werden sie stärker. Diese Enzyme steuern, ob Makrophagen eher Entzündungen antreiben (M1-Polarisation). Dabei scheint besonders das Protein **SLC15A3** entscheidend, weil es das Signal weiterleitet, das letztlich die Entzündung verstärkt. Damit könnte der m6A-Weg ein neuer Angriffspunkt für Therapien sein[1].
Originaltitel: METTL3/ALKBH5-Mediated N6-Methyladenosine Modification Drives Macrophage M1 Polarization via the SLC15A3-TASL-IRF5 Signaling Axis in Psoriasis.
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Ixekizumab wirkt laut einer neuen Übersichtsarbeit in echten Praxissituationen sehr gut bei Psoriasis und Psoriasis arthritis. Das Medikament hilft nicht nur auf der Haut, sondern auch an schwierigeren Stellen wie Nägeln, Kopfhaut, Genitalien oder Handflächen. Viele Patientinnen und Patienten berichten von einer klar verbesserten Lebensqualität. Ixekizumab schneidet beim Hautbild oft besser ab als andere Biologika. Die meisten bleiben lange bei der Therapie und es gab keine überraschenden Nebenwirkungen. Für die Wirksamkeit bei axialer Spondyloarthritis gibt es aber noch zu wenig echte Daten[1].
Originaltitel: Real-World Evidence for Ixekizumab in the Treatment of Psoriasis, Psoriatic Arthritis, and Axial Spondyloarthritis: Systematic Literature Review 2022-2023.
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Viele Menschen mit entzündlichen Hautkrankheiten wie Psoriasis fühlen sich oft unwohl, weil ihre Haut so sichtbar anders aussieht. Das führt schnell zu **Scham** und manchmal sogar zu **Ekel vor sich selbst**[1]. Diese Gefühle sind unabhängig davon, wie schlimm die Haut gerade aussieht – oft reicht schon das Wissen um die eigene Erkrankung und die Angst vor den Reaktionen anderer[1][2]. Mobbing oder soziale Ausgrenzung kommen erschwerend dazu[1]. Das belastet die Psyche stark und beeinflusst das Wohlbefinden. Erste Studien zeigen, dass **Achtsamkeits- und Mitgefühlstrainings** hier helfen können, diese negativen Gefühle zu verringern[1]. Solche Ansätze werden gerade intensiv erforscht und machen Hoffnung auf mehr Lebensqualität.
Originaltitel: Shame and disgust in patients with inflammatory skin diseases: a systematic review of psychological correlates and psychotherapeutic approaches.
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Der hf-PGA ist ein Messinstrument, mit dem Ärztinnen und Ärzte den Schweregrad von Psoriasis an Händen und Füßen beurteilen[2]. In einer Studie mit Erwachsenen mit mittelschwerer bis schwerer Schuppenflechte machte der hf-PGA einen sehr zuverlässigen Eindruck, wenn er mehrfach bei stabilen Patientinnen und Patienten eingesetzt wurde. Die Auswertung zeigte: Je höher der hf-PGA-Wert, desto stärker auch die allgemeinen Beschwerden und die Einschränkung der Lebensqualität. Ein Wert, der sich um 2 Punkte verbessert, gilt dabei schon als bedeutsam für die Betroffenen. Das macht den hf-PGA zu einem geeigneten Werkzeug für Studien und für die Bewertung von Psoriasis an Händen und Füßen[2].
Originaltitel: The hf-PGA is a valid and reliable measure of hand/foot psoriasis severity in adults: results from a phase 2b clinical trial.
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Eine neue Studie zeigt: In Ländern mit wärmeren Durchschnittstemperaturen kommen bestimmte Autoimmunerkrankungen, darunter auch **Psoriasis**, häufiger vor. Die Forschenden haben Daten aus 201 Ländern zu fünf Krankheiten ausgewertet und fanden einen klaren Zusammenhang zwischen Temperatur und Häufigkeit[4][5]. Die Gründe dafür sind noch nicht eindeutig geklärt, aber vermutlich spielen das Immunsystem und genetische Faktoren eine Rolle. Es gibt also nicht nur genetische, sondern auch Umwelt-Faktoren, die beeinflussen, wie oft Krankheiten wie Psoriasis auftreten.
Originaltitel: Prevalence of autoimmune diseases is strongly associated with average annual temperatures: systematic review and linear regression analysis.
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Eine neue Studie zeigt, dass es einen **direkten Zusammenhang zwischen bestimmten Autoimmunerkrankungen und dem Risiko für Unfruchtbarkeit bei Frauen** gibt[1]. Die Forschenden haben dabei eine Methode namens Mendelsche Randomisierung genutzt. Das klingt kompliziert, heißt aber einfach, dass sie genetische Daten untersucht haben. Damit können sie ziemlich sicher sagen: Die Verbindung liegt nicht nur an Lebensstil oder Umwelt, sondern steckt tatsächlich in den Genen.
Zum Beispiel fanden sie, dass Frauen mit **Zöliakie, Vitiligo oder Lupus** ein erhöhtes Risiko für eine sogenannte primäre Ovarialinsuffizienz haben. Das bedeutet, dass die Eierstöcke früh ihre Funktion einstellen, was zu Unfruchtbarkeit führen kann. Überraschend: Bei Frauen mit selektivem IgA-Mangel könnten die Gene sogar einen schützenden Effekt haben[1].
Das Wissen hilft, Frauen mit Autoimmunerkrankungen früher zu beraten, wenn es um Kinderwunsch geht.
Originaltitel: Mendelian randomization analysis reveals causal associations between autoimmune diseases and female infertility risk
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Einige Menschen mit Psoriasis-Arthritis können tatsächlich für längere Zeit ohne Medikamente wie DMARDs auskommen. Das zeigt eine neue Studie aus den Niederlanden. Dort wurden 451 Betroffene nach ihrer Diagnose mehrere Jahre lang beobachtet.
Rund 22 Prozent schafften es, mindestens drei Monate nach dem Absetzen frei von Gelenkentzündungen zu bleiben. Doch wirklich dauerhaft, also länger als ein Jahr ohne Rückfall, schafften das nur etwa 9 Prozent. Diese Personen hatten oft von Anfang an eine eher milde Erkrankung und keine Biologika gebraucht[1][3].
Trotzdem: Bei den meisten kam die Krankheit nach dem Absetzen der Medikamente zurück, oft schon nach kurzer Zeit[2]. Wer seine Therapie beenden will, sollte das nur in Rücksprache mit dem Arzt tun und regelmäßig kontrollieren lassen.
Originaltitel: Disease-modifying antirheumatic drug–free remission in psoriatic arthritis: is it attainable and sustainable? A large longitudinal study
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Forscher haben untersucht, wie oft Autoimmunerkrankungen wie **Psoriasis** in verschiedenen Ländern vorkommen und ob das irgendwie mit der Durchschnittstemperatur zusammenhängt. Dabei zeigte sich: Es gibt tatsächlich einen deutlichen Zusammenhang zwischen Klima und Autoimmunerkrankungen wie Typ-1-Diabetes, Rheumatoider Arthritis, Psoriasis und chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen. In Ländern mit anderen Temperaturen unterscheidet sich auch die Häufigkeit dieser Krankheiten[1].
Warum das so ist, wissen die Wissenschaftler noch nicht genau. Wahrscheinlich spielen nicht nur die Gene, sondern auch Umweltfaktoren wie die Temperatur und andere Klimaeinflüsse eine Rolle dabei, ob jemand eine Autoimmunerkrankung entwickelt. Das Ganze ist ziemlich komplex und es braucht noch mehr Forschung, um alle Zusammenhänge zu verstehen[1].
Klar ist: Klima und Temperatur können das Immunsystem beeinflussen – das gilt auch für Psoriasis.
Originaltitel: Prevalence of autoimmune diseases is strongly associated with average annual temperatures: systematic review and linear regression analysis - BMC Rheumatology
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Eine Studie hat untersucht, wie sich eine Schwangerschaft auf die Krankheitsaktivität bei rheumatoider Arthritis (RA) und Psoriasisarthritis (PsA) auswirkt. Dabei wurden Ultraschalluntersuchungen genutzt. Das Ergebnis: Bei schwangeren Frauen mit RA waren die Krankheitssymptome laut Testwerten und Ultraschall niedriger als bei nicht schwangeren Frauen mit RA. Bei schwangeren Frauen mit PsA wirkten die Testwerte zwar besser, doch im Ultraschall zeigte sich mehr Aktivität, besonders im späteren Verlauf der Schwangerschaft. Die betroffenen Schwangeren schätzten ihren Gesundheitszustand oft besser ein als nicht schwangere Patientinnen. Ultraschall kann helfen, die Krankheit in der Schwangerschaft genauer zu überwachen[1].
Originaltitel: Deciphering the influence of pregnancy on rheumatoid arthritis and psoriatic arthritis: insights from musculoskeletal ultrasound dynamics.
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Menschen mit Psoriasis haben ein etwas erhöhtes Risiko für bestimmte Krebsarten. Die Behandlung von Psoriasis bei Betroffenen, die schon einmal Krebs hatten, ist schwierig, weil es kaum Daten gibt, wie sicher Biologika in diesem Fall sind.
Aktuelle Studien zeigen: **IL-23-Inhibitoren** scheinen auch für Menschen mit einer Krebs-Vorgeschichte sicher zu sein[2]. In einer großen Untersuchung hatten Patienten, die solche Medikamente einnahmen, nur selten einen Rückfall, eine Verschlechterung oder eine neue Krebserkrankung[2]. Die Rate war nicht höher als bei anderen Patienten mit Psoriasis[2].
Auch andere Berichte bestätigen: **IL-23-Inhibitoren helfen gegen Psoriasis und scheinen das Krebsrisiko nicht zu erhöhen**[1][3]. Fachleute empfehlen deshalb, die Situation individuell mit dem Arzt zu besprechen. Noch größere Studien wären hilfreich, um die Sicherheit eindeutig zu belegen[2].
Originaltitel: Psoriasis vulgaris in patients with a recent history of neoplasia: safety of interleukin-23 inhibitors. A multicentre retrospective study | Clinical and Experimental Dermatology | Oxford Academic
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Digitale Gesundheits-Apps (DiGAs) gibt es in Deutschland seit 2020 auf Rezept und sie könnten Menschen mit Psoriasis arthritis im Alltag sehr helfen. Trotzdem nutzen bisher nur wenige diese Apps: In einer Umfrage hatten nur 40 % der befragten Patienten überhaupt schon mal von DiGAs gehört, nur 13 % hatten eine genutzt. Fast 85 % der Teilnehmenden hätten aber eigentlich Beschwerden, für die es passende DiGAs gibt, zum Beispiel bei Rückenschmerzen oder Schlafproblemen. Viele sind offen für DiGAs: Über 70 % würden regelmäßig eine App nutzen und würden sich eine Empfehlung vom Arzt oder der Krankenkasse wünschen. Rheumatologen sollten ihre Patienten also aktiver über diese Apps informieren und den Einstieg erleichtern[5].
Originaltitel: Digital empowerment on hold: DiGA adoption gaps-a German national cross-sectional patient survey study.
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Zwischen 2010 und 2022 hat sich die Behandlung von Psoriasis in Deutschland deutlich verändert. Die Zahl der Menschen mit Psoriasis ist leicht gestiegen, von 2,6 % auf 2,7 %. Immer mehr Betroffene bekommen Rezepte für Medikamente – 2010 waren es 55 %, 2022 schon 57,4 %[3].
Vor allem die modernen Biologika spielen eine immer größere Rolle. Ihr Einsatz nahm um ganze 450 % zu. Trotzdem bekamen 2022 noch die meisten Patientinnen und Patienten klassische Cremes oder Salben (topische Therapie), nämlich 46,2 %. Systemische Glukokortikosteroide nutzten 13 %, nicht-biologische Systemtherapien 6,7 % und Biologika 6,2 %[3].
Die Kosten pro Patient mit Biologika sind sogar etwas gesunken, obwohl diese Therapien sehr teuer sind. Am häufigsten wurde das Biologikum Adalimumab verschrieben, gefolgt von Ustekinumab und Secukinumab. Die teuersten Medikamente pro Person waren Ustekinumab und Risankizumab[3].
Fazit: Innovative Medikamente werden immer wichtiger, selbst wenn die klassischen Behandlungsformen weiterhin gebraucht werden.
Originaltitel: Evolution of drug supply for psoriasis from 2010 to 2022 - real-world data
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Wissenschaftler haben untersucht, wie sich die Behandlung mit tildrakizumab auf das Wohlbefinden von Menschen mit Schuppenflechte auswirkt[1][2]. Viele Betroffene geben nämlich nicht nur mit Hautproblemen zu kämpfen, sondern fühlen sich auch im Alltag stark belastet.
Die Studie zeigt, dass tildrakizumab helfen kann. Nach der Behandlung berichteten die Teilnehmenden nicht nur von weniger Juckreiz, Schmerzen und Schuppung der Haut[3][5]. Sie fühlten sich auch insgesamt wohler. Ihre Lebensqualität stieg messbar an.
Besonders interessant ist, dass diese Besserungen schon früh beginnen und auch langfristig anhalten. Das zeigt sich daran, dass die Zufriedenheit mit der Behandlung nach über einem Jahr noch sehr hoch ist[3][5]. Für Menschen mit Schuppenflechte ist das eine wichtige Info, weil sie so Hoffnung auf ein besseres Leben mit ihrer Krankheit bekommen.
Originaltitel: Patient-reported well-being in value-based routine care using tildrakizumab
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In Deutschland hat sich die Behandlung von Psoriasis stark verändert. Eine Studie hat die Entwicklung der Medikamente von 2010 bis 2022 analysiert. Die Prävalenz von Psoriasis stieg leicht von 2,6% auf 2,7%. Die Anzahl der Menschen, die Medikamente erhalten, erhöhte sich von 55% auf 57,4%. 2022 erhielten 46,2% der Patienten topische Behandlungen, 13% systemische Kortikosteroide, 6,7% nicht-biologische und 6,2% biologische Therapien. Der Einsatz biologischer Medikamente stieg um 449,8%. Trotz hoher Kosten sanken die Ausgaben für Biologika pro Person leicht. Adalimumab war das häufigste systemische Medikament.
Originaltitel: Evolution of Drug Supply for Psoriasis from 2010 to 2022 - Real-World Claims Data Analysis in Germany.
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Viele Menschen mit Schuppenflechte-Arthritis (PsA) haben zusätzlich Fibromyalgie (FM). Das macht die Diagnose und die Auswahl der Behandlung oft schwieriger, weil sich viele Symptome überschneiden. In einer großen Studie mit 1547 Erwachsenen hatten rund 16 Prozent beide Krankheiten gleichzeitig.
Auffällig war: Wer beide Erkrankungen hatte, war häufiger weiblich, hatte öfter Antinukleäre Antikörper (ANA) im Blut und meistens einen höheren Body-Mass-Index (BMI). Die Entzündungswerte im Blut, vor allem das C-reaktive Protein (CRP), waren oft niedrig (unter 0,5 mg/dL). Die anderen Laborwerte wie Rheumafaktor waren ähnlich wie bei PsA ohne Fibromyalgie.
Diese Unterschiede zeigen, dass es bei Menschen mit beiden Erkrankungen eine besondere Gruppe gibt. Wer also bei sich Anzeichen für beide Krankheiten erkennt, sollte das dem Arzt sagen. So kann die Behandlung besser angepasst werden und unnötige Immunsuppressiva könnten vermieden werden[1].
Originaltitel: Demographic Characteristics and Inflammatory Biomarker Profile in Psoriatic Arthritis Patients with Comorbid Fibromyalgia: A Cross-Sectional Study
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Menschen mit Psoriasis oder anderen Autoimmunerkrankungen machen sich oft Sorgen, ob Biologika das Risiko für neue oder wiederkehrende Krebserkrankungen erhöhen, vor allem wenn sie schon einmal Krebs hatten. Eine neue große Auswertung von 20 Studien kann hier zum Teil Entwarnung geben: Wer Biologika wie TNF-α-Hemmer, IL-12/23-Hemmer oder Vedolizumab einnimmt, hat kein höheres Krebsrisiko als Menschen, die herkömmliche Medikamente nutzen oder gar keine Therapie erhalten[1].
Gerade für Patientinnen und Patienten sowie Ärztinnen und Ärzte sind diese Ergebnisse beruhigend. Trotzdem gilt: Bei jedem Einzelnen sollte genau geschaut werden, ob eine Behandlung mit Biologika sinnvoll und sicher ist. Für neuere Biologika fehlen bisher noch ausreichende Daten. Am besten sprichst du also offen mit deiner Ärztin oder deinem Arzt über deine Krankengeschichte und alle Bedenken[1].
Originaltitel: Risk of new or recurrent cancer during treatment with biologics in patients with immune-mediated inflammatory diseases and previous cancer: a meta-analysis
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Menschen mit Schuppenflechte oder Psoriasis-Arthritis fragen sich oft, ob Übergewicht die Wirkung ihrer Medikamente beeinflusst. Eine neue Studie hat das nun genauer untersucht. Forschende haben 228 Erwachsene mit verschiedenen chronisch-entzündlichen Krankheiten beobachtet, darunter auch Menschen mit Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis. Nach rund 16 Wochen zeigte sich: Etwa die Hälfte sprach auf die biologische Therapie an, egal ob sie übergewichtig waren oder nicht. Der Unterschied zwischen den Gruppen war nicht groß[1].
Andere Studien zeigen aber: Trotz guter Hautergebnisse gibt es bei Übergewichtigen oft noch eine Rest-Entzündung im Körper. Vor allem das Bauchfett scheint dabei eine Rolle zu spielen. Deshalb empfehlen viele Experten, neben der Therapie auch auf das Gewicht zu achten, um Entzündungen im Körper möglichst gering zu halten[5].
Originaltitel: Impact of Obesity on Treatment Response in Patients With Chronic Inflammatory Disease Receiving Biologic Therapy: Secondary Analysis of the Prospective Multicentre BELIEVE Cohort Study
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Menschen mit Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis haben sehr häufig auch eine Lebererkrankung, die man MASLD nennt. MASLD steht für eine durch Stoffwechselprobleme verursachte Fettleber. Forschende nutzten MRT-Untersuchungen, um die Leber direkt sichtbar zu machen und nicht nur auf Blutwerte zu verlassen. Sie fanden heraus, dass etwa ein Fünftel der Betroffenen eine ernsthafte Leberentzündung hat. Das ist viel öfter als bei Menschen ohne Psoriasis[1][3].
Oft merken Betroffene davon nichts, denn die Leberwerte im Blut sehen meist normal aus. Das bedeutet: Selbst wenn die Blutuntersuchung in Ordnung ist, kann eine Fettleber vorliegen[1][2][3]. Gerade bei Menschen mit Übergewicht oder weiteren Stoffwechsel-Problemen sollte man die Leber deshalb öfter mit Bildgebung prüfen.
Fazit: Menschen mit Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis sollten wissen, dass ihre Leber öfter betroffen sein kann, auch wenn sie sich gesund fühlen[1][3][5].
Originaltitel: High prevalence of MASLD in psoriasis and psoriatic arthritis assessed with multiparametric magnetic resonance imaging
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