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Psychische Komorbiditäten bei palmoplantarer Psoriasis und Psoriasis-Arthritis: Eine systematische Übersicht
## Psychische Belastungen bei Schuppenflechte und Gelenkschuppenflechte Menschen mit Schuppenflechte haben oft auch psychische Probleme wie Depressionen oder Angststörungen.[1][2] Bei der Gelenkschuppenflechte ist das besonders ausgeprägt. Etwa einer von drei Patienten entwickelt Angststörungen und einer von fünf depressive Störungen.[7] Das ist deutlich häufiger als in der Allgemeinbevölkerung. Die Zahlen sind beeindruckend: Depression tritt bei 12–20 Prozent der Patienten auf und Angststörungen bei 19–33 Prozent.[1] Hinzu kommt, dass 73 Prozent unter schlechtem Schlaf leiden.[1] Es gibt auch Menschen, die Schwierigkeiten haben, ihre Gefühle auszudrücken.[1] Warum passiert das? Schuppenflechte juckt und sieht manchmal nicht schön aus.[3] Das belastet die Seele. Aber es gibt auch einen biologischen Grund: Die Entzündungen im Körper beeinflussen direkt die Psyche.[4][5] Es entsteht ein Teufelskreis – die Angst verschlimmert die Hautsymptome, und die Hautsymptome verstärken die Angst.[3] Wichtig zu wissen: Selbst leichte Fälle von Schuppenflechte können psychische Probleme auslösen.[5] Ärzte sollten daher gezielt nach Depressionen und Angststörungen fragen und diese behandeln. Das verbessert die Lebensqualität deutlich. Originaltitel: Psychological Comorbidities in Palmoplantar Psoriasis and Psoriatic Arthritis: A Systematic Review Link zur Quelle
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Kausale Zusammenhänge zwischen Nahrungsaufnahme und Autoimmunerkrankungen der Haut: Eine Mendelsche Randomisierungsstudie mit zwei Stichproben
Bestimmte Lebensmittel könnten das Risiko für Autoimmunerkrankungen der Haut beeinflussen – das zeigt eine große Genstudie. Oily Fish (also fetter Fisch), Nüsse, Obst wie Melone und Tee könnten schützen. Salzige Nüsse, Käse und Trockenobst wurden mit weniger Psoriasis in Verbindung gebracht. Alkohol und Geflügel dagegen könnten das Risiko für Psoriasis erhöhen. Am deutlichsten war kein Zusammenhang eindeutig bewiesen; nach strengen Tests waren die Ergebnisse nur in Ansätzen auffällig. Für Vitiligo gab es keinen klaren Zusammenhang. Die Ergebnisse sind spannend, aber noch nicht endgültig. Größere Studien müssen folgen, bevor Ernährungsempfehlungen geändert werden[1]. Originaltitel: Causal associations between food intakes and autoimmune skin diseases: A 2-sample Mendelian randomization study Link zur Quelle
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Apremilast mildert die Leberverfettung und die metabolische Dysfunktion in einem Mausmodell der MASLD: Implikationen für Patienten mit Psoriasis-Erkrankung
Apremilast, eigentlich für Psoriasis entwickelt, kann laut einer aktuellen Studie auch bei Leberverfettung helfen[1][9]. Das wurde im Tierversuch gezeigt. Die Mäuse hatten eine Krankheit mit dem Namen MASLD, die oft bei Menschen mit Übergewicht, Diabetes oder Herzproblemen vorkommt[2][4]. Mit Apremilast besserte sich sowohl die Leber als auch der ganze Stoffwechsel der Tiere[1]. Für Menschen mit Psoriasis ist das spannend, weil Leberprobleme bei ihnen öfter auftreten. Bis jetzt gibt es keine zugelassenen Medikamente direkt gegen MASLD[2]. Die möglichen Erfolge mit Apremilast könnten in Zukunft auch neue Perspektiven für Patienten mit Schuppenflechte und begleitender Stoffwechselkrankheit bringen. Originaltitel: Apremilast attenuates hepatic steatosis and metabolic dysfunction in a murine model of MASLD: Implications for patients with Psoriatic disease Link zur Quelle
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Multidisziplinäres Management der Psoriasis: Integration von Ernährung, Bewegung, psychologischer Unterstützung und Schlafinterventionen
Menschen mit Psoriasis brauchen mehr als nur Medikamente. Viele Forschende und Ärzte raten heute zu einer Behandlung, die verschiedene Lebensbereiche einbezieht. Dazu gehören eine gesunde Ernährung, Bewegung, psychologische Hilfe und besserer Schlaf[1]. Zum Beispiel können eine ausgewogene Ernährung und Bewegung die Schwere der Krankheit verringern. Psychische Belastungen sowie Schlafprobleme sind bei Psoriasis häufig. Sie können das Wohlbefinden und sogar den Verlauf der Krankheit beeinflussen[1]. Ein Team aus Fachärzten, Ernährungsberatung, Psychologie und Physiotherapie arbeitet oft zusammen. So entsteht ein Plan, der auf die persönlichen Bedürfnisse abgestimmt ist. Wer auf seinen Alltag achtet, kann die eigene Lebensqualität steigern und die Beschwerden mildern[1]. Originaltitel: Multidisciplinary Management of Psoriasis: Integrating Diet, Exercise, Psychological Support, and Sleep Interventions Link zur Quelle
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Antibiotikaeinsatz und Persistenz biologischer Therapien bei Patienten mit Psoriasis
Wer Antibiotika nimmt, hält biologische Medikamente gegen Psoriasis oft nicht so lange durch wie andere[1][3]. Die Studie zeigt: Je mehr Antibiotika du bekommst, desto höher ist das Risiko, dass du deine Biologika absetzt oder wechselst. Gut ein Viertel der untersuchten Patienten nahm vor Beginn der Biologika Antibiotika, während der Behandlung waren es sogar über die Hälfte[1][3]. Die häufigsten Antibiotika waren Betalaktame, Makrolide und Fluorchinolone[1][3]. Die Forscher vermuten, dass Antibiotika das Gleichgewicht der Darmbakterien stören. Das kann die Wirkung der Biologika beeinflussen. Sie betonen aber auch, dass noch viele offene Fragen bleiben. Zum Beispiel könnten auch andere Faktoren die Ergebnisse beeinflussen[1][3]. Trotzdem ist der Zusammenhang wichtig. Die Forscher raten zu mehr Studien. Wer Psoriasis hat und Antibiotika braucht, sollte mit der Ärztin oder dem Arzt über die möglichen Folgen sprechen[1][3]. Originaltitel: Antibiotic Use and the Persistence of Biologic Therapies in Patients With Psoriasis Link zur Quelle
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Systemische Therapien bei Psoriasis und schwerwiegende unerwünschte Ereignisse bei älteren Erwachsenen: eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie
Menschen mit Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis bekommen oft sogenannte **systemische Therapien**, also Medikamente, die den ganzen Körper beeinflussen. Besonders **ältere Menschen** haben dabei ein erhöhtes Risiko für **schwere Nebenwirkungen** wie Infektionen[1][2][4]. In einer großen Studie aus Kanada waren die meisten Teilnehmer über 70 Jahre alt[4]. Es gibt aber gute Nachrichten: Nicht alle Medikamente sind gleich riskant. **Biologika**, die gezielt bestimmte Botenstoffe im Körper blockieren (zum Beispiel IL-12, IL-23 oder IL-17), führten bei älteren Patienten zu weniger schweren Infektionen als klassische Medikamente wie Methotrexat[2][3][4][6][9]. Nur das Medikament Tofacitinib hat das Infektionsrisiko erhöht[2]. Auch wenn ältere Menschen öfter leichte Nebenwirkungen bekommen, sind die meisten nicht gefährlich und verschwinden wieder[1]. Ärzte passen die Behandlung an, zum Beispiel durch eine niedrigere Dosierung oder häufigere Kontrollen. Mehr moderne Studien wären trotzdem hilfreich, um die beste Therapie für ältere Patienten zu finden[1][3]. Originaltitel: Systemic therapies for psoriatic disease and serious adverse events in older adults: a population-based cohort study Link zur Quelle
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TNF-alpha-Inhibitoren reduzieren die Inzidenz von PsA bei Patienten mit Psoriasis: eine Propensity-Score-gematchte Kohortenstudie
TNF-alpha-Hemmer können das Risiko senken, dass Menschen mit schwerer Schuppenflechte später eine Psoriasis-Arthritis bekommen[1][2][3][4][5]. Das zeigt eine große Studie: Über fast zehn Jahre entwickelten Betroffene mit TNF-alpha-Hemmern halb so oft eine Psoriasis-Arthritis wie Menschen, die mit UVB-Licht behandelt wurden[1][3]. Die Forschenden verglichen die beiden Gruppen genau: Wer Gelenkschmerzen, Nagelpsoriasis oder eine besonders schwere Schuppenflechte hatte, bekam häufiger Psoriasis-Arthritis[5]. Doch auch hier waren TNF-alpha-Hemmer klar im Vorteil. Arthralgien, also Gelenkschmerzen ohne Arthritis, zählen zu den stärksten Warnzeichen für eine spätere Gelenkbeteiligung. Wer sie hat, sollte mit der Ärztin oder dem Arzt über moderne Therapien sprechen. Originaltitel: TNF-alpha inhibitors reduce the incidence of PsA in patients with psoriasis: a propensity score-matched cohort study Link zur Quelle
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Indirekter Vergleich von Cal/BDP PAD-Creme vs. Cal/BDP-Schaum bei Patienten mit Plaque-Psoriasis, die die Zehnerregel erfüllen.
Bei schwerer Schuppenflechte, die nach der „Regel der Zehner“ bewertet wird, sind **Cal/BDP PAD-Creme und Cal/BDP Schaum gleich wirksam**[6]. Das heißt, beide verbessern Hautzustand und Lebensqualität ähnlich gut innerhalb der empfohlenen Behandlungsdauer. Ein Unterschied liegt bei der Anwendung: Viele Patientinnen und Patienten finden die **PAD-Creme angenehmer**. Sie lässt sich einfacher verteilen, ist weniger fettig und fühlt sich mehr wie eine normale Hautcreme an[1][2]. Die höhere Zufriedenheit mit der Cream könnte helfen, dass man die Behandlung wirklich durchzieht. Trotzdem: Wer lieber Schaum mag oder damit besser zurechtkommt, kann auch darauf setzen – Wirkung und Lebensqualität sind laut Studien praktisch gleich[6]. Originaltitel: Indirect Comparison of Cal/BDP PAD-Cream vs Cal/BDP Foam in Patients with Plaque Psoriasis Meeting the Rule of Tens. Link zur Quelle
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Studien aus der Praxis zeigen: Biosimilars können Biologika bei Psoriasis und Hidradenitis suppurativa erfolgreich ersetzen – PubMed
Etwa 80 Prozent der Menschen mit Psoriasis oder Hidradenitis suppurativa kommen mit Biosimilars genauso gut zurecht wie mit den ursprünglichen Biologika[5]. Biosimilars sind Nachahmermedikamente, die fast genauso wirken wie die Originalstoffe, aber günstiger sind[2]. Viele Studien zeigen, dass die Wirksamkeit und Sicherheit beim Wechsel auf Biosimilars vergleichbar ist[1][2]. Wenn doch Nebenwirkungen auftreten oder die Symptome schlimmer werden, kann man problemlos auf das ursprüngliche Biologikum zurückwechseln, das haben die Daten klar gezeigt[5]. Wer genauer wissen will, ob ein Wechsel passt, sollte das mit seinem Arzt besprechen und auf die eigenen Erfahrungen achten. Generell gilt: Biosimilars sind für viele Betroffene eine gute Option und können helfen, Medikamente bezahlbar zu machen[2]. Originaltitel: Real-world evidence - biosimilars can successfully substitute biologics in psoriasis and hidradenitis suppurativa - PubMed Link zur Quelle
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Ex-vivo-Konfokalmikroskopie mittels Laserscanning zur Echtzeit-Muster- und Einzelzellanalyse bei entzündlichen Hauterkrankungen
Ex vivo konfokale Laserscanmikroskopie ist eine neue Technik, mit der Ärztinnen und Ärzte direkt im Labor Gewebeproben von entzündlichen Hautkrankheiten wie Psoriasis in Echtzeit anschauen können[3][7]. Das Verfahren macht feine Strukturen und sogar einzelne Zellen sichtbar, ähnlich wie bei einer klassischen Gewebeuntersuchung, nur viel schneller[2][8]. So können typische Veränderungen bei Psoriasis, Ekzemen oder anderen Erkrankungen schnell erkannt werden[6][7]. Das hilft, die Diagnose zu stellen und zum Beispiel die Behandlung besser zu planen[3][7]. Originaltitel: Ex Vivo Confocal Laser Scanning Microscopy for Real‐Time Pattern and Single‐Cell Analysis in Inflammatory Skin Diseases Link zur Quelle
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Ethische Herausforderungen in der Biomarkerforschung und Präzisionsmedizin – eine qualitative Studie in der Dermatologie.
In der Forschung zu Biomarkern und Präzisionsmedizin bei Psoriasis gibt es nicht nur Fortschritte, sondern auch echte ethische Herausforderungen. Besonders bei der Nutzung großer Datenmengen und künstlicher Intelligenz entstehen Risiken wie Vorurteile in Datensätzen, Unsicherheiten beim Umgang mit neuen Verfahren und der Einteilung von Patienten in Gruppen[1][2]. Außerdem geht es um Datenschutz, die Gefahr der Diskriminierung und darum, dass manche Patienten seltener von neuen Methoden profitieren[3][5]. Forscher fordern klare Regeln, ehrliche Kommunikation und mehr Einbindung der Patienten, damit die Forschung für alle fair und sicher bleibt[1][2]. Originaltitel: Ethical challenges in biomarker research and precision medicine - a qualitative study in dermatology. Link zur Quelle
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Ex-vivo-Konfokalmikroskopie mittels Laserscanning zur Echtzeit-Muster- und Einzelzellanalyse bei entzündlichen Hauterkrankungen.
Entzündliche Hautkrankheiten wie Psoriasis, Ekzeme oder Lichen planus lassen sich oft schwer voneinander unterscheiden. Mit der **ex vivo konfokalen Laser-Scanning-Mikroskopie (EVCM)** kann man Gewebeproben schnell und gezielt begutachten. Ein Experte kann mit dieser Technik Psoriasis mit einer Trefferquote von über 95 Prozent erkennen. EVCM zeigt typische Veränderungen der Haut direkt und viel schneller als die herkömmliche Untersuchung. Die Methode hilft, die richtige Diagnose zu stellen und die Behandlung schnell zu starten. Allerdings braucht es noch weitere Forschung, bevor EVCM überall eingesetzt werden kann[1][3][5]. Originaltitel: Ex Vivo Confocal Laser Scanning Microscopy for Real-Time Pattern and Single-Cell Analysis in Inflammatory Skin Diseases. Link zur Quelle
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Wirksamkeit und Sicherheit von Brodalumab bei palmoplantarer Pustulose: Eine 68-wöchige randomisierte Phase-3-Studie
In einer aktuellen Studie bekamen Menschen mit **palmoplantarer Pustulose** (PPP), also schuppigen, entzündeten Handflächen und Fußsohlen, über 68 Wochen alle zwei Wochen eine **Spritze mit Brodalumab**[4]. Schon nach 16 Wochen zeigte das Mittel im Vergleich zu einer Scheinbehandlung eine deutlich bessere Wirkung: Die Haut wurde für viele spürbar besser[2]. Viele hatten deutlich weniger Pusteln und Entzündungen. Am häufigsten traten Infektionen wie Ohrenentzündung und Nasen-Rachen-Infekte auf, diese waren meistens nur leicht[2]. Auch nach mehr als einem Jahr blieb die Wirkung stabil und die meisten Nebenwirkungen waren weiterhin mild[4]. Brodalumab könnte also eine neue Behandlungsoption für Betroffene sein, bei denen herkömmliche Therapien nicht helfen. Originaltitel: Efficacy and safety of brodalumab in palmoplantar pustulosis: A 68-week randomized Phase 3 trial Link zur Quelle
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Systemische Therapien bei Psoriasis und schwerwiegende unerwünschte Ereignisse bei älteren Erwachsenen: eine bevölkerungsbasierte Kohortenstudie
Systemische Medikamente gegen Psoriasis oder Psoriasis-Arthritis können starke Nebenwirkungen auslösen, besonders bei älteren Menschen[2][1][3]. Es gibt verschiedene Wirkstoffe, zum Beispiel Methotrexat, Ciclosporin oder neuere Biologika. Eine große Studie hat gezeigt, dass Biologika, die IL-12, IL-23 oder IL-17 hemmen, bei älteren Menschen ein geringeres Risiko für schwere Infektionen haben als klassische Medikamente wie Methotrexat[3][5][1]. Alte Menschen bekommen oft zuerst Cremes oder Lichttherapie, weil ihr Körper Medikamente schlechter verträgt und sie häufiger andere Krankheiten haben[2]. Wer Biologika nimmt, muss trotzdem auf Nebenwirkungen achten. Forschende empfehlen, die Therapie immer an die persönlichen Risiken und Begleiterkrankungen anzupassen[2][1]. Originaltitel: Systemic therapies for psoriatic disease and serious adverse events in older adults: a population-based cohort study Link zur Quelle
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Management von durch IL-17-Inhibitoren ausgelöstem paradoxem Ekzem bei Patienten mit Plaque-Psoriasis
## Wenn IL-17-Hemmer Ekzeme verursachen IL-17-Hemmer sind wirksame Medikamente gegen Schuppenflechte. Aber es gibt ein ungewöhnliches Problem: Manchmal entwickeln Patienten trotz der Behandlung plötzlich ekzemartige Hautveränderungen. Das nennt sich paradoxe Ekzem.[2][3] **Was passiert da?** Fachleute vermuten, dass die Hemmung von IL-17 ein Ungleichgewicht im Immunsystem verursacht.[3] Normalerweise kämpfen bestimmte Immunzellen (Th1 und Th17) gegen Schuppenflechte an. Wenn diese gehemmt werden, übernehmen andere Immunzellen (Th2) die Oberhand. Das führt zu ekzemartigen Reaktionen statt zu einer Verbesserung der Schuppenflechte.[7] **Wie häufig ist das?** Das paradoxe Ekzem ist selten, aber ernst zu nehmen. Die meisten betroffenen Patienten hatten bereits früher Schuppenflechte.[2] Etwa 73 Prozent der Patienten mussten das Medikament absetzen.[2] **Was kann man tun?** Es gibt noch keine einheitliche Behandlung. Ärzte können versuchen, das Medikament zu wechseln oder die Dosis anzupassen. Im schlimmsten Fall muss das IL-17-Hemmer-Medikament abgesetzt werden. Dann verschwinden die Symptome meist wieder.[2] Manche Patienten bekamen Erfolg mit Kortison oder anderen Medikamenten.[7] Wenn du das erlebst, sprich sofort mit deinem Arzt. Er findet dann die beste Lösung für dich. Originaltitel: Management of IL-17 inhibitors-induced paradoxical eczema in patients with plaque psoriasis Link zur Quelle
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Secukinumab bei Kindern
Secukinumab hilft Kindern und Jugendlichen mit schwerer Schuppenflechte, wenn andere Therapien nicht genug wirken. Studien zeigen, dass das Medikament Entzündungen sehr zuverlässig stoppt und die Haut über einen langen Zeitraum klar bleibt, oft sogar über vier Jahre[1]. Kinder, die Secukinumab bekommen, sind meist zwischen 6 und 18 Jahre alt und haben mittelschwere bis schwere Psoriasis[1][2]. Schon nach zwölf Wochen sehen viele eine deutliche Besserung. Die Haut wird sauberer als mit anderen bekannten Biologika, zum Beispiel Etanercept[1][4]. Die meisten Nebenwirkungen sind eher leicht, zum Beispiel Schnupfen, Kopfschmerzen oder etwas Reizung an der Einstichstelle[1]. Im Vergleich zu Erwachsenen sind die Risiken ähnlich und es wurden keine neuen gefährlichen Nebenwirkungen entdeckt[1][4]. Für viele betroffene Kinder verbessert Secukinumab auch das Lebensgefühl, weil Juckreiz und auffällige Hautstellen zurückgehen[1]. Originaltitel: Secukinumab in children Link zur Quelle
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Langzeitsicherheit und -wirksamkeit von Secukinumab bei schwerer Plaque-Psoriasis im Kindesalter: Ergebnisse einer 236-wöchigen Phase-3-Studie.
Secukinumab hilft Kindern und Jugendlichen mit starker Plaque-Psoriasis auch auf lange Sicht. In einer Studie bekamen über 100 Kinder und Jugendliche bis zu viereinhalb Jahre das Medikament als Spritze. Die meisten hatten später eine deutlich bessere Haut, viele sogar fast oder ganz beschwerdefrei. Das Wohlbefinden verbesserte sich deutlich. Häufigste Nebenwirkungen waren Schnupfen, Kopfschmerzen und Mandelentzündung. Nur drei Kinder bekamen einen Pilzinfekt. Es gab keine neuen Sicherheitsprobleme, Secukinumab gilt also als langfristig sicher und wirksam[1]. Originaltitel: Long-term safety and efficacy of secukinumab in paediatric severe plaque psoriasis: 236-week, Phase 3 trial results. Link zur Quelle
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Neuartige pathogene GCH1-Variante bei familiärer Dopa-responsiver Dystonie.
Zwei Teenagerinnen hatten von klein auf Probleme mit ihren Füßen, sie bekamen Schmerzen und hinkten im Laufe des Tages immer stärker[1]. MRTs zeigten keine Auffälligkeiten im Gehirn. Die Genuntersuchung ergab einen neuen GCH1-Genfehler, der in der Familie häufiger vorkam. Sechs Frauen waren betroffen, einige hatten auch psoriatische Arthritis. Auch zwei Frauen ohne Symptome tragen das veränderte Gen. RNA-Tests zeigten, dass das Gen die Herstellung eines wichtigen Proteins stört. Mit L-Dopa besserten sich die Beschwerden deutlich. Der Fall zeigt: Dopa-responsive Dystonie kann ganz unterschiedlich verlaufen und wird oft spät erkannt[2]. Ein genauer Blick auf die Familiengeschichte und Tagesverlauf der Symptome hilft, die Krankheit rechtzeitig zu finden und gut zu behandeln[3]. Originaltitel: Novel pathogenic GCH1 variant in familial Dopa-responsive dystonia. Link zur Quelle
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OP0010 Bewertung des Risikos einer Psoriasis-Arthritis bei Patienten mit Psoriasis unter Biologika-Therapie. Globale Populationsstudie (TRINETX)
Menschen mit Schuppenflechte bekommen manchmal eine Psoriasis-Arthritis, das ist eine Entzündung der Gelenke. Forschende wollten wissen, ob bestimmte Biologika diesen Gelenkschub verhindern können. Sie haben dafür weltweit Daten von über einer Million Menschen mit Schuppenflechte ausgewertet. Es zeigte sich: Wer mit Biologika vom Typ iIL12-23 oder iIL23 behandelt wurde, bekam seltener eine Psoriasis-Arthritis als Menschen, die TNF-Blocker (iTNF) oder iIL17-Biologika einnahmen. Nach fünf Jahren war das Risiko mit iIL23 sogar fast halb so hoch wie mit iTNF oder iIL17. Das galt sowohl für die erste als auch für die weitere Therapielinie[3][4]. Biologika können also nicht nur die Haut verbessern, sondern scheinen auch das Risiko für Gelenkprobleme bei Schuppenflechte zu senken. Originaltitel: OP0010 EVALUATION OF THE RISK OF PSORIATIC ARTHRITIS IN PATIENTS WITH PSORIASIS UNDERGOING BIOLOGICAL TREATMENT. GLOBAL POPULATION STUDY (TRINETX) Link zur Quelle
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Zeitschrift der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie
Wer mit dem Rauchen aufhört, senkt sein Risiko, eine Psoriasis zu bekommen. Das gilt besonders für die häufigste Form, die **Psoriasis vulgaris**, und für die **palmoplantare Pustulose**[1][2][3]. Wer rauchfrei bleibt, verringert das Risiko noch mehr. Forschende haben dabei sehr viele Menschen über viele Jahre beobachtet und festgestellt: Je länger man rauchfrei lebt, desto besser für die Haut[1][4][5]. Aber: Wenn du nach dem Rauchstopp deutlich zunimmst, kann das den positiven Effekt schwächen. Das gilt vor allem für die Psoriasis vulgaris[1][2]. Wer raucht, macht es sich schwerer, die Krankheit in den Griff zu bekommen, weil Behandlungen oft weniger gut wirken[5][6][7]. Darum lohnt sich ein Leben ohne Zigaretten – auch für die Haut[2][6][9]. Originaltitel: Journal of the European Academy of Dermatology and Venereology Link zur Quelle
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Neue Hoffnung für die Behandlung von rezidivierender und refraktärer Psoriasis: NK-Zell-Immuntherapie – Eine wissenschaftsmetrische Analyse.
Forscher entdecken neue Hoffnung für Menschen mit hartnäckiger oder immer wiederkehrender Psoriasis: Die Rolle der natürlichen Killerzellen (NK-Zellen) rückt immer mehr in den Fokus. Drei Dinge stehen im Mittelpunkt: Erstens könnten ortsansässige NK-Zellen bei einem Rückfall von Psoriasis wichtig sein. Zweitens hängt die Entzündungsstärke von ihrer Energieversorgung ab. Drittens werden Therapien getestet, die gezielt auf NK-Zellen wirken, zum Beispiel Dimethylfumarat oder IL-23-Hemmer. Diese Ansätze könnten künftig ganz neue Wege in der Behandlung eröffnen[2][4][5]. Originaltitel: New hope for the treatment of recurrent and refractory psoriasis: NK cell immunotherapy-A scientometric analysis. Link zur Quelle
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Charakterisierung von Alpha-1-Antitrypsin bei einem Pi∗ZZ-Patienten mit Emphysem: ein Fallbericht.
## Eine seltene Lungenerkrankung mit überraschendem Nebeneffekt Eine 55-jährige Frau zeigt, wie unterschiedlich eine genetische Lungenerkrankung verlaufen kann. Sie hat den PI*ZZ-Gentyp, was bedeutet, dass ihr Körper zu wenig Alpha-1-Antitrypsin herstellt. Dieses Protein schützt normalerweise die Lungen vor Schäden.[2][3] Bereits mit 40 Jahren bekam sie COPD und entwickelte später Emphysem. Besonders interessant: Die Ärzte fanden heraus, dass das fehlerhafte Protein bei dieser Frau besonders schlecht funktioniert. Es konnte die Lungen weniger gut schützen als bei anderen Patienten mit derselben Krankheit. Gleichzeitig litt sie unter Psoriasis, einer Hauterkrankung. Das deutet darauf hin, dass das defekte Protein nicht nur die Lungen, sondern auch andere Körpersysteme beeinflusst.[4] Die Forschung zeigt: Nicht alle Menschen mit dieser genetischen Veränderung werden gleich krank. Die Ärzte wollen deshalb herausfinden, welche individuellen Unterschiede es gibt. So können sie in Zukunft besser vorhersagen, wer besonders gefährdet ist, und gezielter behandeln. Das Rauchen (bei dieser Patientin 8 Packungsjahre) verschlimmert die Erkrankung zusätzlich deutlich.[1] Originaltitel: Characterization of alpha-1 antitrypsin in a Pi∗ZZ patient with emphysema: a case report. Link zur Quelle
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Adipositas als Risikofaktor für Autoimmunerkrankungen: Eine systematische Übersichtsarbeit und Metaanalyse
Wer dick ist, bekommt häufiger Autoimmunerkrankungen wie Psoriasis, Rheuma oder Typ-1-Diabetes. Das zeigen viele Studien, die in einer großen Übersicht zusammengefasst wurden[4]. Forscher haben herausgefunden, dass Übergewicht die Gefahr für mindestens fünf Autoimmun-Krankheiten deutlich erhöht[1]. Das liegt daran, dass Fettgewebe den Körper ständig in Alarmbereitschaft hält. Es schüttet Stoffe aus, die das Immunsystem reizen und Entzündungen fördern[2]. So haben Menschen mit Übergewicht oft mehr entzündliche Prozesse im Körper, die zu Krankheiten wie Schuppenflechte beitragen können. Deshalb lohnt es sich, auf das Gewicht zu achten. Schon kleine Veränderungen können helfen, das Risiko für weitere Autoimmunerkrankungen zu senken. Originaltitel: Obesity as a Risk Factor for Autoimmune Diseases: A Systematic Review and Meta‐Analysis Link zur Quelle
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Wirksamkeit im Alltag und Prädiktoren für eine vollständige Abheilung der Haut (PASI 100) mit Anti-IL-23-monoklonalen Antikörpern bei mittelschwerer bis schwerer Psoriasis: eine retrospektive Kohortenstudie
Anti-IL-23-Antikörper helfen vielen Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis, dass ihre Haut komplett frei wird. In einer großen Studie schafften 67 von 100 Patientinnen und Patienten nach etwa 27 Wochen dieses Ziel, das die Fachleute PASI 100 nennen[1]. Die meisten hielten die Hautfreiheit fast zwei Jahre lang. Wer besonders von der Behandlung profitiert, hängt von verschiedenen Faktoren ab: Ist die Psoriasis auch an den Handflächen und Fußsohlen, klappt es oft schlechter mit komplett klarer Haut. Wenn das Gesicht betroffen ist und die Krankheit schon länger besteht, bleiben die guten Ergebnisse jedoch länger bestehen. Wer vorher Cyclosporin genommen hat oder einen sehr hohen PASI-Wert zu Beginn hatte, erreicht seltener eine komplette Hautfreiheit. Unerwartete Nebenwirkungen gab es nicht[1]. Originaltitel: Real-world effectiveness and predictors of complete skin clearance (PASI 100) with anti-IL-23 monoclonal antibodies in moderate-to-severe psoriasis: a retrospective cohort study Link zur Quelle
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Zeitschrift der Europäischen Akademie für Dermatologie und Venerologie | Wiley Online-Bibliothek
Bei einer aktuellen Studie hatten Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Psoriasis, die eine Behandlung mit sogenannten Biologika begonnen haben, seltener eine Psoriasis-Arthritis als diejenigen, die nur mit Lichttherapie versorgt wurden. Das heißt, moderne Medikamente wie Biologika könnten nicht nur die Haut bessern, sondern auch das Risiko für Gelenkentzündungen senken. Wer also eine stärkere Form von Schuppenflechte hat, sollte sich bei seinem Hautarzt über die Option einer Biologika-Therapie informieren. Die Entscheidung für eine Behandlung muss immer individuell getroffen werden – am besten gemeinsam mit einem Facharzt. Originaltitel: emJournal of the European Academy of Dermatology and Venereology/em | Wiley Online Library Link zur Quelle