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  1. **Was zeigt diese Studie?** Die Studie sagt: Viele von Euch mit **stabiler Psoriasis** können moderne Biologika **niedriger dosiert** weiternehmen, ohne dass die Haut schlechter wird.[1] Etwa **drei von vier Personen** behielten ihren guten Hautzustand, obwohl die Dosis oft **halbiert** wurde.[1] Wer wieder mehr Schuppen bekam, ging einfach auf die alte Dosis zurück.[4] **Was bedeutet das für Euch?** Für Euch kann das heißen: Weniger **Spritzen**, weniger Belastung im Alltag und geringere **Kosten** für das Gesundheitssystem.[1] Wichtig: Das gilt vor allem für **neue Biologika** und für Menschen, deren Psoriasis seit einiger Zeit **ruhig** ist. Die Ärztin oder der Arzt prüft dabei regelmäßig Haut und Wohlbefinden und passt die Dosis an.[4] Bitte verändert Eure Dosis **nie selbst**. Sprecht Euer Behandlungsteam darauf an. Gemeinsam könnt Ihr prüfen, ob ein vorsichtiger Dosistest mit enger Kontrolle für Euch in Frage kommt. Originaltitel: Newest medicines work just as well at half dosage for stable psoriasis Link zur Quelle
  2. ### Was bedeutet der „Switch“ zwischen Neurodermitis und Psoriasis? Die Auswertung großer Patientendaten zeigt: Unter **Dupilumab** können bei einem kleinen Teil von Menschen mit Neurodermitis neue Herde auftreten, die wie Psoriasis aussehen.[3][5][6] Umgekehrt können bestimmte Psoriasis‑Biologika, vor allem IL‑17‑Blocker, Ekzeme oder neurodermitisartige Herde auslösen.[3] Diese Reaktionen sind **selten** und entstehen meist erst nach einigen Monaten der Behandlung.[3][5] Wichtig ist: Achtet auf neue, anders aussehende Flecken und sprecht früh mit Eurer Hautärztin oder Eurem Hautarzt. Oft lässt sich die Therapie anpassen, zum Beispiel durch Umstellen des Biologikums oder zusätzliche Cremes.[3] Für die Zukunft zeigt die Arbeit: Neurodermitis und Psoriasis sind immunologisch enger verwandt als gedacht.[1][3] Dieses Wissen kann helfen, gezieltere Medikamente zu entwickeln, die Entzündung besser steuern und vielleicht beide Erkrankungen gleichzeitig beruhigen. Originaltitel: Understanding the Atopic Dermatitis-Psoriasis Phenotypic Switch Through a Pharmacovigilance-Based Approach Link zur Quelle
  3. Eine 48‑jährige Frau hatte hartnäckige Plaque‑Psoriasis und dazu Lupus erythematodes tumidus, eine seltene Form von Hautlupus.[5] Sie bekam deucravacitinib als Tablette mit 6 mg pro Tag.[5] Die Lupusflecken wurden schnell besser und auch die Psoriasis ging deutlich zurück.[5] Deucravacitinib blockiert das Enzym TYK2 und ist bereits für mittlere bis schwere Plaque‑Psoriasis zugelassen.[1][4] Studien zeigen, dass es auch andere Formen von Hautlupus lindern kann.[2][4][6] Wichtig, es geht hier nur um einen Einzelfall.[5] Für klare Empfehlungen braucht es größere Studien zu Wirkung und Sicherheit der Behandlung.[1][6][7] Originaltitel: [Successful treatment of lupus erythematosus tumidus (LET) with deucravacitinib in a patient with concomitant plaque psoriasis]. Link zur Quelle
  4. Ärztinnen und Ärzte nutzen oft den PASI, um die Schwere der Psoriasis zu messen. Das zeigt aber nur wie stark die Haut gerade heute betroffen ist. Eine deutsche Studie hat deshalb den sogenannten PeakPASI geprüft. Das ist der höchste PASI Wert im Leben. Bei 308 Menschen mit Psoriasis war der PeakPASI im Mittel viel höher als der aktuelle PASI. Wer früher einen PeakPASI von mindestens 10 hatte, brauchte öfter Tabletten oder Spritzen oder Bestrahlung und hatte mehr Begleiterkrankungen. PeakPASI kann Ärztinnen und Ärzten helfen, die wahre Krankheitslast besser einzuschätzen und die Therapie genauer zu planen. Originaltitel: PeakPASI as a marker of maximum psoriasis severity: a single-center, cross-sectional retrospective and questionnaire-based study. Link zur Quelle
  5. Manche Probleme an der Wirbelsäule zeigen sich zuerst an der Haut. Dazu gehören nicht nur Psoriasis und Psoriasis arthritis. Es gibt auch Notalgia paraesthetica und brachioradialen Pruritus. Beide machen starken Juckreiz und Brennen, oft am oberen Rücken oder an den Unterarmen[2][4]. Die Haut sieht dabei oft nur wegen des Kratzens verändert aus[5]. Ursache ist meist ein gereizter Nerv im Bereich der Halswirbelsäule[3][4]. Für gute Hilfe arbeiten Orthopäden und Neurologen und Schmerzärzte und Hautärzte am besten eng zusammen[3][4]. Melde dich bei deinem Arzt, wenn Juckreiz trotz guter Psoriasis-Therapie ungewohnt stark bleibt. Originaltitel: [Skin manifestations in orthopedic diseases (notalgia paresthetica and brachioradial pruritus)]. Link zur Quelle
  6. Forschende haben ein neues Pflaster mit Mini Nadeln gegen Psoriasis getestet. Jede Nadel hat zwei Schichten. Unten steckt Methotrexat mit Zink. Das dämpft die Entzündung lange und bekämpft Keime. Oben sitzt Difelikefalin. Das soll den Juckreiz schnell bremsen. Im Versuch mit einem Mausmodell wurden die Hautstellen glatter. Die Schuppen wurden dünner. Das Gleichgewicht der Abwehrzellen kam zurück. Entzündungsstoffe gingen runter. Die Mäuse kratzten sich weniger. Nervenfasern in der Haut nahmen ab. Noch ist das nur ein frühes Laborergebnis. Bis zu einem Einsatz bei Menschen dauert es wohl noch. Originaltitel: Innovative Microneedle Patches for Psoriasis Treatment: A Dual Approach With Methotrexate-Zinc and Difelikefalin for Enhanced Therapeutic Outcomes. Link zur Quelle
  7. Ein Forscherteam hat ein 3D‑Modell der Haut genutzt und darin einen Wächter in Hautzellen namens NLRP1 scharf gestellt[4]. Wird NLRP1 aktiv, zeigt das künstliche Gewebe typische Merkmale von Psoriasis und bildet starke Entzündungsstoffe wie IL‑1 und IL‑36γ[4]. IL‑1 sorgt dafür, dass sich Oberhaut und Lederhaut gegenseitig anfeuern[4]. IL‑36γ verlässt die Hautzellen durch winzige Löcher in der Zellhülle[4]. In Schuppenflechte-Herden von Patienten fanden die Forschenden ebenfalls aktives NLRP1[4]. Auch eine besondere Form von Erbmaterial in den Zellen kann NLRP1 anwerfen[4]. Dieser Signalweg könnte ein neues Ziel für Therapien werden[4]. Originaltitel: NLRP1 inflammasome activation in skin equivalents reveals mechanistic insights into the roles of keratinocytes in psoriasis. Link zur Quelle
  8. Viele kennen **Stelara** als wirksames Biologikum gegen Schuppenflechte. ABP 654 ist ein sehr ähnliches Nachahmerpräparat, ein sogenanntes **Biosimilar**.[6] In einer gut geplanten Studie bekamen knapp 500 Menschen mit mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis zuerst alle Stelara.[6] Später blieb eine Gruppe bei Stelara, die andere wechselte mehrmals zwischen Stelara und ABP 654.[6] Die Forschenden schauten genau auf Wirkstoffspiegel im Blut und die Besserung der Haut. Das Ergebnis war in beiden Gruppen fast gleich gut. Auch Nebenwirkungen und Abwehrreaktionen des Immunsystems waren ähnlich. Die Daten zeigen, man kann zwischen Stelara und ABP 654 hin und her wechseln ohne Einbußen bei Wirkung oder Sicherheit.[6] Originaltitel: Repeated switching between biosimilar ABP 654 and reference ustekinumab in patients with moderate-to-severe plaque psoriasis: a randomized, double-blinded clinical trial to support interchangeability. Link zur Quelle
  9. Viele Menschen mit Schuppenflechte haben auch eine Fettleberkrankheit MASLD[1]. In einer Laborstudie haben Forschende Lebermodelle und psoriasisähnliche Hautzellen untersucht[1]. Sie gaben ihnen pflanzliche Lebermittel wie Hepar SL und Iberogast sowie Silymarin aus Mariendistel[1][4]. Die Mittel bremsten Entzündungen in Leberzellen und Hautzellen[1]. Silymarin verringerte zusätzlich die Fetteinlagerung in den Lebermodellen[1]. Einige Pflanzenstoffe machten die Hautzellen weniger psoriatisch und senkten Botenstoffe der Entzündung[1]. Die Studie lief nur im Labor deshalb ist noch offen ob diese Mittel Menschen mit Psoriasis und MASLD wirklich helfen[1]. Originaltitel: Herbal hepatoprotective drugs modulate Metabolic Dysfunction-Associated Steatotic Liver Disease (MASLD)-like spheroids and psoriasis-like keratinocytes. Link zur Quelle
  10. Forscher haben vier KI Modelle mit Fotos von Hautstellen getestet.[2] Sie wollten wissen, ob die Programme Psoriasis erkennen und den Schweregrad einstufen und passende Therapien vorschlagen.[2] Am besten schnitten ChatGPT‑5 und ChatGPT‑4o ab, sie lagen klar vor Claude und Gemini.[2] Die beiden ChatGPT Versionen stellten die Diagnose meist richtig und beurteilten oft auch die Stärke der Psoriasis ähnlich wie die Hautärzte.[2] Ihre Therapie‑Tipps passten in den meisten Fällen.[2] Die Autoren sehen die Programme als Hilfe für Hausärzte, vor allem wenn ein Termin bei der Hautärztin lange dauert.[2] Für eine sichere Diagnose sollen Patientinnen und Patienten die KI aber nicht allein nutzen.[2] Originaltitel: Evaluation of multimodal large language models for psoriasis diagnosis, severity grading, and treatment recommendations from clinical photographs: ChatGPT shows superior performance compared to other large language models. Link zur Quelle
  11. T‑Zellen steuern Entzündungen in der Haut und spielen bei Psoriasis und Neurodermitis eine große Rolle.[1][2] Bisherige Namen für T‑Zell‑Untergruppen sind oft unklar, sie mischen zum Beispiel Wanderung und Funktion. 2025 gelten neue Regeln für die Benennung von T‑Zellen, sie setzen auf klar messbare Eigenschaften und ein Baukasten System.[3][5] Ein Dermatologie Team schlägt nun eine Zusatz Hilfe vor, die speziell für Hautproben passt. Forscher sollen genau angeben, aus welchem Gewebe die Zellen kommen und in welchem Zustand die Haut war. Sie sollen auch Ort in der Haut, Aufgaben der Zellen und Beweise für Bleiben oder Wandern getrennt beschreiben. So werden Studien zu Psoriasis und anderen Entzündungen besser vergleichbar und für die Praxis leichter zu verstehen. Originaltitel: From legacy subsets to auditable descriptors: implementing the 2025 T-cell nomenclature guidelines for inflammatory skin diseases. Link zur Quelle
  12. Wie beeinflussen unsere Gene Entzündungen in der Haut. Ein Forschungsteam hat dazu Hautzellen aus der Oberhaut im Labor mit acht Entzündungsbotenstoffen behandelt. Dann haben sie die Aktivität von fast 19.000 Genen gemessen und mit großen Genstudien zu sieben Hautkrankheiten verglichen. Darunter waren Psoriasis Akne Vitiligo und Lupus. So fanden sie 274 Orte im Erbgut, an denen jeweils ein Gen besonders wichtig ist. Für Psoriasis stach zum Beispiel das Gen ERAP2 hervor, das auf die Kombination aus IL 17A und TNF reagiert. Die Ergebnisse zeigen, Gene steuern wie stark Keratinozyten auf Entzündungssignale reagieren und eröffnen neue Ziele für Therapien. Originaltitel: Multi-cytokine based TWAS for seven inflammatory skin disorders identify candidate causal genes in keratinocytes. Link zur Quelle
  13. Seborrhoische Dermatitis auf der Kopfhaut sieht oft aus wie Psoriasis, das nervt viele Betroffene. In einer kleinen Studie haben Forschende Kopfhautproben von 35 Männern mit Seborrhoe untersucht. Sie schauten sich die Haarfollikel unter dem Mikroskop im Querschnitt an. Milder und schwerer Verlauf unterschieden sich dabei kaum. Spannend war ein anderer Punkt. Bei Seborrhoe waren die Talgdrüsen nie geschrumpft, bei Psoriasis war das bei vielen Proben der Fall. Das kann Ärztinnen helfen, Kopf-Psoriasis besser zu erkennen und sie von vernarbendem Haarausfall zu trennen. Die Studie hatte jedoch wenige Teilnehmende und nur Männer. Originaltitel: Transverse Histological Analysis of Scalp Seborrheic Dermatitis: A Novel Perspective. Link zur Quelle
  14. Eine große Analyse von Studien zeigt, dass Guselkumab im Alltag sehr gut wirkt und sicher ist.[1][2][4][5] Viele Betroffene erreichen nach etwa einem Jahr fast erscheinungsfreie Haut oder sogar komplette Erscheinungsfreiheit.[1][2][4][5] Die meisten bleiben mehrere Jahre auf der Therapie.[1][2][5] Schwere Nebenwirkungen treten selten auf und das gilt auch für Menschen mit Herzkrankheit oder Krebs oder chronischen Infektionen.[2][3][5] Die Lebensqualität steigt deutlich.[2][4] Originaltitel: Efficacy and Safety of Guselkumab in Real-World Evidence: A Systematic Review and Meta-Analysis Link zur Quelle
  15. **Was bedeutet die Studie für Euch?** Die Studie zeigt: Frauen mit PCOS haben häufiger zusätzliche Autoimmunerkrankungen, etwa an der Schilddrüse oder rheumatische Erkrankungen.[1][5][7] Je nach PCOS‑Typ scheint dieses Risiko unterschiedlich hoch zu sein. Formen mit stark gestörten Hormonen und ausgeprägten Stoffwechselproblemen sind eher betroffen.[1][4][7] Für Euch heißt das: Wenn Ihr PCOS und Psoriasis oder Psoriasis arthritis habt, achtet noch mehr auf Zeichen wie starke Müdigkeit, unerklärliche Gewichtsschwankungen, Gelenkschmerzen oder Herzklopfen. Sprecht Eure Ärztin oder Euren Arzt gezielt auf Autoimmunerkrankungen an. Wichtig bleibt der Alltag: Rauchstopp, möglichst normales Gewicht, Bewegung und eine ausgewogene, eher entzündungsarme Ernährung können die allgemeine Entzündungsbelastung senken und damit mehrere Erkrankungen zugleich günstig beeinflussen.[1][4] Originaltitel: Frontiers | Autoimmune diseases in patients with different PCOS phenotypes Link zur Quelle
  16. ### Was zeigt diese Übersichtsarbeit zu „Biotics“? Die Autorinnen und Autoren haben Studien zu Probiotika, Präbiotika und ähnlichen Stoffen ausgewertet, die über den Darm das Immunsystem bei Psoriasis beeinflussen sollen.[1] In den meisten Studien bekamen die Teilnehmenden Milchsäurebakterien zusammen mit bestimmten Ballaststoffen.[1] Nach einigen Wochen zeigten sich oft Veränderungen der Darmflora, niedrigere Entzündungswerte im Blut und eine geringere Schwere der Psoriasis.[1][2] Insgesamt könnten solche Biotika die Lebensqualität von Menschen mit Psoriasis verbessern.[1] Wichtig ist aber: Die bisherigen Studien sind klein und sehr unterschiedlich geplant, daher bleibt offen, welche Bakterienstämme, Dosen und Dauer wirklich sinnvoll sind.[1][2] Für Euch heißt das: Biotika kommen eher als Ergänzung zur üblichen Behandlung infrage, nicht als Ersatz.[1] Sprecht Probiotika oder Ballaststoff‑Präparate am besten mit Eurer Ärztin oder Eurem Arzt ab. Unabhängig von Präparaten kann eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchten und Vollkornprodukten den Darm unterstützen und damit Entzündungen im Körper günstig beeinflussen. Originaltitel: Biotics: The Food Ingredients Supporting the Intestinal Microbiota and Immune System in Psoriasis | Nutrition Reviews | Oxford Academic Link zur Quelle
  17. Bei Menschen mit chronisch-entzündlicher Arthritis schaffen etwa zwei Drittel, die WHO-Empfehlungen für regelmäßige körperliche Aktivität auch längerfristig einzuhalten.[5] Krankheitsmerkmale oder Medikamente scheinen dabei weniger wichtig zu sein als persönliche Faktoren wie das Geschlecht.[5] ### Bewegung bei chronischer Entzündung: Dranbleiben ist möglich Die Studie begleitete Menschen mit Spondyloarthritis, Psoriasis-Arthritis und Rheumatoider Arthritis über mehr als ein Jahr.[5] Etwa 67 Prozent erfüllten weiterhin die WHO-Empfehlung. Das bedeutet mindestens 150 Minuten Bewegung mit mittlerer Belastung pro Woche.[5] Die Art der Erkrankung, die Behandlung oder die Krankheitsdauer hatten keinen erkennbaren Einfluss darauf, ob jemand langfristig aktiv blieb.[5] Männer hielten sich jedoch deutlich häufiger an die Empfehlungen als Frauen.[5] Für Euch heißt das: Viele von Euch können ein angepasstes Bewegungsprogramm dauerhaft in den Alltag einbauen. Entscheidend ist, dass die Aktivität zu Euch passt und Ihr Unterstützung bekommt. Fragt Euer Behandlungsteam nach einem individuellen Trainingsplan und nach Angeboten, die beim Dranbleiben helfen, besonders für Frauen.[2] Originaltitel: Long-term adherence to adapted physical activity in patients with chronic inflammatory arthritis: Insights from a longitudinal observational study Link zur Quelle
  18. ## Was zeigt diese Studie zu Autoimmunerkrankungen nach COVID-19? Die Studie nutzte Krankenkassendaten aus Südkorea und verglich Menschen mit und ohne COVID‑19 über etwa sechs Monate.[1] Nach einer COVID‑19‑Infektion traten bestimmte Autoimmunerkrankungen häufiger neu auf. Dazu gehörten unter anderem Morbus Behçet, ankylosierende Spondylitis, Colitis ulcerosa, Morbus Crohn, Psoriasis, Typ‑1‑Diabetes und Morbus Basedow.[1] Auch wer nur einen milden Verlauf hatte, hatte ein etwas höheres Risiko für neue Autoimmunerkrankungen.[1] Das bedeutet: Nach einer COVID‑19‑Infektion solltet Ihr neue Beschwerden ernst nehmen. Zum Beispiel anhaltende Durchfälle, ungeklärten Gewichtsverlust, starke Müdigkeit, Sehstörungen oder starke Hautveränderungen. Für den Alltag heißt das: Gute Infektvorbeugung bleibt wichtig. Andere Studien deuten darauf hin, dass Impfungen das Risiko für neue Autoimmunerkrankungen verringern können.[2][3] Für die Zukunft kann ein besseres Verständnis dieser Zusammenhänge helfen, Therapien gezielter zu entwickeln. Originaltitel: Association between coronavirus disease 2019 and new-onset autoimmune diseases during the early phase of the pandemic Link zur Quelle
  19. ### Was bedeutet diese Studie für Euch? Die Analyse vergleicht verschiedene **Biologika** bei **Kopfhaut-Psoriasis**, auch wenn die Medikamente nie direkt gegeneinander getestet wurden. Ergebnis: **Ixekizumab** und **Brodalumab** führen am schnellsten zu einer deutlich saubereren Kopfhaut, vor allem in den ersten 12 bis 16 Wochen. **Guselkumab** wirkt ebenfalls sehr gut und zeigt dabei insgesamt das günstigste Verhältnis von Wirkung zu Nebenwirkungen. Für Euch heißt das: Es gibt mehrere wirksame Optionen für schwere Kopfhaut-Psoriasis. Wenn schnelle Besserung ganz oben steht, kommen andere Wirkstoffe infrage als bei einem Fokus auf Langzeit-Sicherheit. Im Alltag bleibt wichtig: Weiter pflegen, Trigger meiden und mit Eurer Dermatologin oder Eurem Dermatologen besprechen, welches Biologikum zu Eurer Situation und Euren Wünschen passt. Originaltitel: emJournal of the European Academy of Dermatology and Venereology/em | Wiley Online Library Link zur Quelle
  20. ### Mittelmeer-Ernährung bei Psoriasis und anderen Entzündungen Die Autorinnen fassen Studien zur Mittelmeer-Ernährung und drei Hautkrankheiten zusammen: Akne, Psoriasis und Hidradenitis suppurativa.[1][4] Diese Krankheiten gehören zu den autoentzündlichen Erkrankungen mit einem zu aktiven angeborenen Immunsystem.[1] Wer sich stärker an diese Ernährungsform hält, hat in vielen Beobachtungsstudien meist mildere Verläufe.[1][4] Typisch sind viel Gemüse Obst Vollkorn Hülsenfrüchte Nüsse Fisch und Olivenöl sowie wenig rotes Fleisch und Zucker.[4] Die Daten zeigen nur einen Zusammenhang, sie beweisen keine Ursache.[1] Trotzdem sehen Fachleute die Mittelmeer-Ernährung als sinnvolle Ergänzung zu Medikamenten.[4] Sie kann Entzündung und Gewicht senken und Herz und Gefäße schützen.[4] Für Euch heißt das: Ernährung ersetzt keine Therapie.[4] Aber Ihr könnt im Alltag prüfen, wie nah Eure Kost an der Mittelmeer-Ernährung liegt.[4] Sprecht darüber mit Eurem Behandlungsteam.[4] Originaltitel: Exploring the Associations Between Mediterranean Diet Adherence and Autoinflammation‐Associated Skin Diseases Link zur Quelle
  21. **Was bedeutet diese Studie?** Die Forschenden haben viele Kinder und junge Erwachsene mit **Psoriasis seit der Kindheit** beobachtet.[4] Nur ein **kleiner Teil** von ihnen hat zusätzlich eine Gelenkentzündung entwickelt, also Psoriasis-Arthritis.[4] Das passiert meist **erst nach einiger Zeit** und nicht sofort nach Beginn der Hautveränderungen.[3][ Originaltitel: Development of Arthritis in a Large Real-World Cohort of Patients With Pediatric Onset Psoriasis Link zur Quelle
  22. **Mediterrane Ernährung: Was die MEDIPSO-Studie für Euch bedeutet** In der MEDIPSO‑Studie aßen 38 Menschen mit milder bis mittelschwerer Psoriasis 16 Wochen lang entweder eine mediterrane Ernährung mit Beratung oder bekamen nur einfache fettarme Tipps.[1][3] Die Medikamente wurden nicht geändert.[5] In der mediterranen Gruppe wurde die Haut deutlich besser. Der PASI‑Wert sank im Mittel um 3,4 Punkte, in der Vergleichsgruppe gar nicht.[1][3][6] Fast die Hälfte erreichte eine Besserung der Psoriasis um 75 Prozent, in der Kontrollgruppe niemand.[3][5][6] Wer die Ernährung genauer einhielt, profitierte stärker.[3][7] Die mediterrane Ernährung bedeutet viel Gemüse, Obst, Vollkorn, Hülsenfrüchte, Nüsse, Fisch und vor allem Olivenöl. Dazu wenig rotes Fleisch, Wurst, Süßes und Fertigprodukte.[7] Für Euch heißt das: Ernährung kann ein zusätzlicher Baustein zur Behandlung sein. Sie ersetzt aber keine Medikamente. Sprecht mit Eurem Arzt oder einer Ernährungsberatung, bevor Ihr Eure Ernährung umstellt. Originaltitel: A powerful way to improve psoriasis: the Mediterranean diet intervention of the MEDIPSO study Link zur Quelle
  23. ### Was zeigt diese Studie? Die Forschenden haben Daten von vielen Menschen mit Psoriasis ausgewertet.[6][7] Sie schauten: Wie oft tritt Psoriasis arthritis auf. Und wie ist die durchschnittliche Außentemperatur am Wohnort. Ergebnis: In Regionen mit **höherer Jahres‑Temperatur** hatten Menschen mit Psoriasis **etwas häufiger** auch Psoriasis arthritis.[2][6][7] Pro 1 Grad Fahrenheit mehr stieg die Wahrscheinlichkeit um etwa 2 Prozent.[2][7] Das ist ein kleiner Unterschied. Die Studie kann nur einen Zusammenhang zeigen. Sie beweist **nicht**, dass Wärme die Ursache ist.[6][7] Für Euch heißt das: Die Ergebnisse ändern im Alltag noch nichts Konkretes. Sie zeigen aber, dass Umweltfaktoren wie Klima eine Rolle spielen könnten. Achtet deshalb weiter gut auf Eure Gelenke. Meldet neue Gelenk‑Schmerzen früh bei Eurer Ärztin oder Eurem Arzt. Gute Basistherapie, Bewegung und Nichtrauchen bleiben wichtig – unabhängig vom Wohnort. Originaltitel: Ambient Temperature and Psoriatic Arthritis Odds Among Patients With Psoriasis: A Cross-sectional Analysis - Michael R. Nock, Stacy Ahn, Charles E. Leonard, Alexis Ogdie, Jeffrey M. Cohen, 2026 Link zur Quelle
  24. ## Was die Umgebung mit Eurer Psoriasis zu tun hat Die Auswertung vieler Studien zeigt: Nicht nur Gene und Immunsystem sind wichtig.[4] Auch Luftverschmutzung, Chemikalien und soziale Lage beeinflussen, ob Psoriasis entsteht und wie schwer sie verläuft.[4] Schlechte Luft mit Feinstaub und Stickoxiden und Stoffe wie PFAS standen oft mit mehr Schüben und stärkerer Psoriasis in Verbindung.[4] Auch Ereignisse wie Waldbrände erhöhten Arztbesuche.[4] Menschen in benachteiligten Wohngegenden waren häufiger betroffen und hatten stärkere Beschwerden.[4] Für Euch heißt das: Die Krankheit ist nicht Eure Schuld. Eure Umgebung spielt mit. Im Alltag könnt Ihr Belastung durch Rauch und starke Luftverschmutzung möglichst meiden. Achtet bei Hitze und Smog auf gute Hautpflege und haltet Rücksprache mit Eurer Ärztin oder Eurem Arzt. Wichtig ist auch, dass Politik und Gesundheitswesen für saubere Luft sorgen und den Zugang zur Versorgung in belasteten Vierteln verbessern.[4] Originaltitel: Environmental and Neighborhood Determinants of Psoriasis: A Systematic Review of Pollution, Built Environment, and Socioeconomic Vulnerability on Psoriasis - Dermatology and Therapy Link zur Quelle
  25. ### Was zeigt die Studie? Die Forschenden haben 214 Menschen mit Psoriasis befragt. Die meisten hatten eher milde Hautveränderungen. Trotzdem berichteten sie deutlich schlechtere seelische und körperliche Gesundheit als Menschen ohne Psoriasis. Wichtig: Die Schwere der Psoriasis hing kaum mit der seelischen Verfassung zusammen. Auch wer wenig sichtbare Stellen hatte, konnte stark belastet sein. Menschen, die schon länger als 16 Jahre erkrankt waren, kamen oft etwas besser zurecht. Erfahrung scheint beim Umgang zu helfen. Für Euch heißt das: Nehmt seelische Belastung ernst, auch bei „leichter“ Psoriasis. Sprecht Ärztinnen und Ärzte auf Eure Stimmung an. Nutzt Angebote wie Psychotherapie oder Selbsthilfegruppen. Achtet im Alltag auf Stressabbau, Bewegung und soziale Kontakte. Pflege für die Haut und Unterstützung für die Seele gehören zusammen. Originaltitel: Associations between mental health and disease severity in individuals with psoriasis | Skin Health and Disease | Oxford Academic Link zur Quelle

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